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08.03.2017, 08:45

Sparpotenziale nutzen: Strompreise auf Rekordhöhe


Die Strompreise sind hoch wie nie. Grund sind jedoch nicht enorme Preise an den Strombörsen, sondern eine extreme Steuerentwicklung. Diese führen nach dem Anstieg der EEG-Umlage zum Jahreswechsel dazu, dass die deutschen Stromkunden bereits 35 Milliarden Euro im Jahr für Abgaben und Steuern bezahlen. Dem gegenüber stehen im Durchschnitt lediglich 5,63 Cent pro Kilowattstunde, die für Beschaffung und Vertrieb an die Energieversorger fallen. Darauf weist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hin. Dieser fordert niedrigere Steuern und Abgaben, da die Einsparpotenziale bei den Versorgern kaum mehr vorhanden seien.

Verbraucher sind gefordert: Strom sparen oder Versorger wechseln

Da die Politik nicht kurzfristig auf die Situation reagieren wird und der Anstieg der EEG-Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien gewünscht ist, sehen sich die Verbraucher zu Einsparungen gefordert. Es gibt zwei Wege, die Kosten zu senken: Strom sparen oder den Anbieter wechseln.

Stromkosten durch sparsamen Verbrauch reduzieren

Wer Strom spare möchte, sollte zunächst das eigene Verbrauchsverhalten prüfen. Denn den nachhaltigsten Effekt können Stromkunden durch einen reduzierten Verbrauch erreichen. Regelrechte Stromfresser sind beispielsweise Wäschetrockner, alte Glühlampen, Computer und ihre Peripherie sowie Geräte im Stand-by-Modus. Auch Durchlauferhitzer und veraltetet Küchengeräte tragen zu einem hohen Verbrauch bei und sollten ggf. ausgetauscht werden. Die Kostenersparnis kann je nach Situation eine deutlich dreistellige Summe im Jahr ausmachen. Wer nicht benötigte Geräte komplett ausschaltet oder vom Netz trennt, auf energiesparende Geräte und LED-Leuchten achtet und bereit ist, sich von Stromfressern zu trennen, kann entsprechend viel sparen. Gute Hilfe können Energieberater bieten, die für eine geringe Pauschale die Wohnsituation prüfen und Einsparpotenziale aufzeigen.

Stromanbieter wechseln

Ebenfalls finanziell attraktiv kann ein Wechsel des Stromanbieters sein. So erläutert das Team vom Verbraucherportal stromrechner.com: "Nach unserer Erfahrung ist es möglich, dass Verbraucher jedes Jahr über 100 Euro Energiekosten sparen, wenn sie ihren Stromanbieter wechseln. Etwas geringer fällt die Ersparnis für Kunden aus, die bereits einen günstigen Versorger haben. Aber auch dann sind durch Wechselboni häufig attraktive finanzielle Anreize vorhanden. Da aktuell noch einmal mehrere Dutzend Stromanbieter ihre Tarife erhöht haben, sollten alle Kunden ihre Verträge prüfen und mit einem Stromrechner die aktuellen Tarife vergleichen. Wechseln ist leicht und es findet sich fast immer ein günstigerer Stromanbieter." Der Experte betont, dass ein Wechsel unkompliziert ist und kein Kunde auch nur eine Sekunde ohne Strom bleibt. Er sagt: "Viele Menschen haben Angst vor einem Wechsel. Das ist unbegründet. Denn die Formalitäten übernimmt häufig der neue Anbieter. Auch an der ständigen Verfügbarkeit des Stroms in den Streckdosen ändert sich für den Kunden nichts. Vereinfacht gesagt bemerkt der Kunde den Wechsel lediglich an einem neuen Partner bei der Abrechnung."

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