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28.11.2017, 11:04

Kamin einbauen: Das sollten Sie wissen


Gerade wenn die Tage wieder kürzer werden und es draußen so richtig ungemütlich ist, ziehen sich viele Menschen lieber in ihr Zuhause zurück. Dort macht man es sich dann gemütlich. Noch gemütlicher wird es, wenn man sich vor einem schönen, warmen Kamin einkuscheln kann. Doch leider haben nicht alle Wohnungen oder Häuser einen Kamin, in dem man dem prasselnden Feuer zusehen kann. Die gute Nachricht: Ein Einbau geht auch nachträglich. Was man dabei beachten sollte, kann man in unserem Artikel nachlesen.


Quelle: Pixabay.com/jill111 (CC0 1.0)


Sie möchten einen Kamin einbauen lassen? Diese Fragen sollten Sie vorab beantworten


Sie spielen mit dem Gedanken, sich einen Kamin nachträglich in Ihre Wohnung oder Ihr Haus einbauen zu lassen? Dann sollten Sie vorab für sich selbst einige Fragen klären, die Ihnen die Entscheidung erleichtern werden:
  • Soll der Kamin nur ein Dekorationsobjekt sein, oder möchten Sie ihn auch zum Heizen verwenden?
  • Falls Sie ihn zum Heizen verwenden möchten: Soll er auch andere Räume beheizen, oder nur den Raum, in dem er steht?
  • Soll der Kamin häufig brennen, oder soll er nur hin und wieder zu besonderen Anlässen angezündet werden?
  • Kann und/oder soll der Kamin an eine bestehende Zentralheizung angeschlossen werden?
  • Welche Brennmittel möchten Sie für den Kamin benutzen?


Natürlich stehen einem hier Experten zu Rat, aber auch Webseiten wie Schornsteinmarkt.de und der Fachhandel helfen bei solchen Entscheidungen weiter.

Fragen geklärt? Kümmern Sie sich um die Formalitäten


Hat man diese Fragen für sich abschließend geklärt, ist es Zeit, sich dem Papierkram zuzuwenden. Am besten sprechen Sie dazu direkt mit einem Schornsteinfeger, denn er weiß, was man beachten muss und ob Sie vielleicht sogar eine Baugenehmigung für den Kamin brauchen. Sollten Sie eine Baugenehmigung benötigen, kann Ihnen ein Schornsteinfeger auch sofort sagen, welche Angaben Sie dazu brauchen und ob vielleicht bautechnisch noch etwas an Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus verändert werden muss.
Aber nicht nur das: Ist das Kamin dann später eingebaut, muss er ohnehin von einem Schornsteinfeger abgenommen werden. Daher schadet es auch gar nichts, sich bereits vorab mit einem Schornsteinfeger in Verbindung zu setzen und sich Tipps einzuholen.
Das muss auch gar nicht teuer sein: Die meisten Schornsteinfeger bieten diese Vorbesprechung sogar kostenlos an. Nutzen Sie also ruhig das Expertenwissen.

Die Entscheidung: Welcher Brennstoff und welcher Kamin soll es sein?



Quelle: Pixabay.com/Rawpixel (CC0 1.0)


Einige Dinge sind vor dem Einbau eines Kamins zu klären. Zu den grundlegendsten gehört dabei sicherlich die Frage danach, welche Art von Kamin man in der Wohnung haben und welchen Brennstoff man dabei bevorzugt verwenden möchte. Dabei hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Kaminen:

  1. Der Elektro-Kamin: Diese Art von Kamin ist relativ neu und kann mit vielen Pluspunkten überzeugen: Anders als die herkömmlichen Kamine, die mit Holz oder Pellets heizen, macht dieser Kamin überhaupt gar keinen Dreck mehr. Der Grund ist denkbar einfach: Man benötigt keine fossilen Brennstoffe, sondern benutzt den Strom aus der Steckdose, um den Kamin zu betreiben. Dieser Strom muss natürlich auch irgendwo her kommen und nicht selten wird dazu auch Kohle, also eben doch fossile Brennstoffe, verfeuert, das geschieht aber nicht in der Wohnung selbst und hält sie daher sauber – was leider nicht zwingend für die Umwelt stimmt. Denn ein Kamin, der nur mit elektrischem Strom betrieben wird, ist ein ziemlicher Energiefresser und daher nicht besonders umweltfreundlich.
  2. Der Gas-Kamin: Daneben gibt es auch Kamine, die mit Gas betrieben werden. Das ist auf den ersten Blick umweltfreundlicher als die Elektro-Alternative, denn selbst Bio-Ethanol kann man zum Heizen verwenden. Aber: Die Heizwirkung ist wirklich nur sehr gering, so dass man durchgehend auf einer hohen Stufe heizen muss, um die gewünschte Heizwirkung zu erzielen – auch das ist nicht sehr umweltfreundlich. Gas-Kamine sind daher eher etwas für Leute, die ihren Heizbedarf über die herkömmliche Hausheizung decken, dabei aber nicht auf die gemütliche Atmosphäre eines Kamins im Wohnzimmer verzichten wollen.
  3. Der Kaminofen: Zweifellos der Klassiker unter den Kaminen. Er wird mit Holz, Holzpellets oder Briketts befeuert und erzeugt sehr viel Wärme. Besonders dann, wenn er länger im Einsatz ist und auch noch die Holzkohle Wärme in das Zimmer abstrahlt. Bei dieser Art des Kaminofens gibt es zahlreiche Varianten, die sich in den verwendeten Materialien und den Verkleidungen unterscheiden. Beispielsweise gibt es Kaminöfen, die mit Holz befeuert werden und aus Naturstein, wie beispielsweise Speckstein, bestehen. Naturstein kann die Wärme sehr gut speichern und ist daher als relativ umweltfreundliche Heizmethode anzusehen, auf der anderen Seite dauert es aber auch lange, bis der Ofen aufgeheizt ist und entsprechend Wärme an die Umgebung abgeben kann.


Auf die Größe kommt es an


Nach der Entscheidung für den Brennstoff und die Art des Kamins, folgt nun die Frage, wie groß der Ofen sein soll, denn schließlich soll die Heizleistung ausreichen, das gesamte Zimmer zu beheizen. Daher ist immer der erste Schritt, die benötigte Heizleitung zu bestimmen. Zwei Faktoren sind dabei bestimmend:
  1. Die Kubikmeterzahl des Raumes, der beheizt werden soll, sowie
  2. der individuelle Heizbedarf. Genügt Ihnen eine nur leichte, zusätzliche Wärme, oder soll der Kamin die Funktion einer Heizung übernehmen?

Ist letzteres der Fall, muss der Kamin dauerbranntgeeignet, also darauf ausgelegt sein, wenn nötig auch 24 Stunden am Tag zu brennen.
Will man den Kamin nur dafür benutzen, hin und wieder eine gemütlichere Stimmung im Zimmer zu erzeugen, reichen auch kleinere Modelle, die nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt sein müssen.
Lassen Sie sich dazu am besten von einem Schornsteinfeger beraten. Er wird wissen, welche Heizleistung Sie für den jeweiligen Raum benötigen. Halten Sie sich danach aber auch an seinen den Rat, denn er ist vom Fach und weiß, welcher Kamin für die Wohnung oder das Haus der richtige ist.
Entscheidungen gegen den Rat eines Schornsteinfegers können Sie im schlimmsten Fall viel Geld kosten.

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