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24.04.2017, 09:34

Stolperfallen beim Hausbau von Anfang an vermeiden


Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist der Hausbau heute um einiges unkomplizierter. Ohne einen Architekten zu beauftragen, lässt sich ein schlüsselfertiges Musterhaus erwerben, welches sich den eigenen Vorstellungen größtenteils anpassen lässt. Wahlweise als Eigenheim, Doppel- oder Mehrfamilienhaus. Auch die aktuelle Zinssituation macht es attraktiv jetzt an die eigenen vier Wände zu denken. Doch eine Investition in eine Immobilie ist eine der kostenintensivsten Ausgaben im Leben der meisten Verbraucher. Daher sollte man den Kauf nicht überstürzen und sich intensiv mit der Vorbereitung, Planung und der Finanzierung auseinanderzusetzen, um Kostenfallen zu vermeiden und sich nicht zu verzetteln.

Creative Commons CC0 / Pixabay
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Die Baufinanzierung überlegt und mit Puffer planen


Da wohl die wenigsten dazu in der Lage sind, die Gesamtkosten für einen Hausbau auf einen Schlag zu bezahlen, ist eine solide Baufinanzierung das A und O. Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto günstiger wird das Darlehen. Im Hinterkopf haben sollte man, dass die tatsächlichen Baukosten die angesetzten meist übersteigen, daher ist es sinnvoll einen gewissen Puffer mit einzuplanen - zumal sich auch die persönliche finanzielle Einkunftssituation aus unterschiedlichen Gründen verschlechtern könnte.

Die Wunschimmobilie vor Augen, sollte man dennoch realistisch einschätzen, welches monatliche Budget für die Raten aufgebracht werden kann, ohne sich dauerhaft zu stark zu belasten und einzuschränken. Auch unregelmäßige Ausgaben wie anfallende Reparaturen am Auto oder Urlaube sollten in die Rechnung mit einbezogen werden, um einen gewissen finanziellen Spielraum beizubehalten. Sicherlich: Je höher die monatlichen Raten, desto eher ist das Darlehen abbezahlt, unnötigen psychischen Stress sollte man jedoch vermeiden. Entscheidend ist das richtige Verhältnis aus Zins und Tilgung. Weiterhin macht es Sinn, verschiedene Kreditgeber untereinander zu vergleichen. Nicht immer ist das erste Angebot auch das Beste.

Augen auf beim Grundstückserwerb


Wer sich auf den ersten Blick in ein vermeintliches Baugrundstück verliebt, kann schnell enttäuscht werden. Egal wie dieses Grundstück beworben wird, es ist nicht immer sicher, dass die Wunschimmobilie auch auf diesem gebaut werden darf. Vermeintliche Schnäppchen sollte man daher doppelt kritisch prüfen. Unter Umständen liegt für das entsprechende Grundstück bereits ein Bebauungsplan vor, der einen Hausbau untersagt. Auch Altlasten können einem schnell zum Verhängnis werden. Weiterhin sind die Details zum jeweiligen Grundstück zu beachten. Baumschutzgesetz, Grundwasserspiegel, Lage und Form des Grundstücks, sowie die Bodenbeschaffenheit entscheiden über das jeweilige Bauvorhaben. Bevor ein Grundstück in die nähere Auswahl kommt, sollte man daher alle relevanten Fragen abgeklärt haben. Einen Experten zurate ziehen kann nicht schaden.

Sich nicht bei den Eigenleistungen überschätzen


Selber mit beim Hausbau anzupacken ist für viele Hausbauer selbstverständlich. Je nach persönlichen Kenntnissen können durchaus viele anfallende Arbeiten selber übernommen werden. Dabei sollte man sich jedoch nicht überschätzen. Zum einen kann es ganz schön belastend sein sich neben seinem regulären Job noch um die Arbeiten zu kümmern, zum anderen werden die Kostenersparnisse oft zu hoch angesetzt. Nichtsdestotrotz kann diese sogenannte Muskelhypothek einige Tausend Euro sparen.

Baunebenkosten nicht vergessen


Man könnte meinen, die Hausbaukosten bestünden ausschließlich aus dem Kaufpreis bzw. den Kosten, die für den Bau der Immobilie anfallen. Dabei wird bei oberflächlicher Betrachtung meist vergessen, dass die Baunebenkosten einen nicht unerheblichen Bestandteil der Gesamtkosten ausmachen. Dazu zählen unter anderem Maklerkosten, Kosten für die Finanzierungsberatung oder die Grunderwerbssteuer. Etwa 12%-20%sollte man für diese Baunebenkosten veranschlagen. Um eine realistische und sichere Finanzierung zu planen, sollte diese Kostenstelle auf keinen Fall vergessen werden. Im besten Fall können diese Zusatzkosten aus dem Eigenkapital gedeckt werden.

Seriöse Partner beauftragen


Die meisten Personen bauen nur ein Mal im Leben. Daher sollte die Planung so gewissenhaft wie möglich durchgeführt werden. Sicher ist man damit als Laie überfordert und somit macht es Sinn, sich an einen Auftragnehmer zu wenden, der bereits viel Erfahrung in Sachen Hausbau aufweisen kann. Unternehmen wie etwa Hauscompagnie bauen jedes Jahr mehr als 1.300 Häuser und können somit auf reichhaltige Erfahrungswerte zurückgreifen. Seriöse Baupartner sind in der Lage alle Kostenpunkte detailliert zu erfassen und auch die Baunebenkosten richtig einzuschätzen. Wer an unerfahrene Auftragnehmer gerät riskiert Fehleinschätzungen oder Versäumnisse die letzten Endes Mehrkosten bewirken.

Die passenden Versicherungen abschließen


Der passende Versicherungsschutz ist selbstverständlich schon in der Bauphase notwendig. Grundsätzlich gibt es drei relevante Versicherungen für Bauherren:

  • Die Bauleistungsversicherung
    Sie greift während der Bauphase und sichert gegen unvorhergesehene Sachschäden am Bau. Auch gegen Vandalismus auf der Baustelle kann man sich hier absichern.


  • Die Bauherrenhaftpflichtversicherung
    Diese Versicherung greift immer dann, wenn Dritte auf der Baustelle zu Schaden kommen. Ob ein solcher Versicherungsschutz schon in der privaten Haftpflicht Versicherung abgesichert ist, sollte im Einzelfall in Erfahrung gebracht werden.


  • Die Wohngebäudeversicherung
    Ab dem Einzug schützt die Wohngebäudeversicherung vor Schäden durch Brand, Frost, Sturm, Hagel oder Rohrbruch.


Wer neben seiner Eigenleistung auch Freunde und Bekannte mit anpacken lassen will, der sollte zudem über eine Bauhelferversicherung nachdenken. Durch die Bauherrenhaftpflichtversicherung sind diese Helfer nämlich nicht mit abgedeckt. Teuer werden kann es auch, wenn man diese Helfer nicht bei der Berufsgenossenschaft anmeldet.

Instandhaltungskosten mit einkalkulieren


Nach dem Hausbau ist es mit der finanziellen Belastung nicht vorbei. Eine Immobilie muss instand gehalten werden. Auch diese Kosten sollte man in seine Planung mit einberechnen und sie vor allem langfristig als regelmäßige Ausgabe bzw. Rücklage berücksichtigen. Heizungsanlagen müssen gewartet, die Fassade gestrichen oder der Pool gereinigt werden. Wenn hier keine finanziellen Mittel mehr in der Haushaltskasse vorhanden sind, dann hat man eindeutig zu wenig Spielraum in der Finanzierungsplanung gelassen.

Professionelle Beratung in Anspruch nehmen


Kompetente Beratung ist nicht umsonst. Dennoch macht es sich bezahlt, bei jedem Schritt professionelle aufzusuchen. Wenn Planungsfehler zu spät entdeckt werden, ist das in der Regel um einiges teurer als die Beratung. Auch eine Kontrolle während des Bauprozesses ist unabdingbar um den Ablauf einzuhalten und Baufehler zu vermeiden - Fehler, die in der Rohbauphase entdeckt werden, können meist noch relativ einfach behoben werden. Ist das Haus einmal fertiggestellt, sind Umbaumaßnahmen mit deutlich mehr Zeit- und finanziellem Aufwand verbunden.

Es ist nie zu 100 Prozent auszuschließen, dass unerwartete Ereignisse zu Verzögerungen oder finanziellen Mehrkosten führen können. Je gewissenhafter man die Planung angeht, desto geringer wird dieses Risiko.