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Wohnungsmarkt in Norddeutschland

25.03.2019 | Der Wohnungsmarkt in Hamburg zählt zu den am härtesten in Deutschland. Andere Städte in Norddeutschland sind dagegen noch entspannt. Das kann sich bald ändern: Aus der Landflucht ist eine Stadtflucht geworden. Bislang scheint der Norden davon noch unberührt.

   

Foto: pixabay.com - MaxxGirr
Foto: pixabay.com - MaxxGirr


Städte weiterhin attraktiver als Land


Tendenziell ist der Wohnungsmarkt in den Städten nach wie vor extrem hart umkämpft. Vor allem in den Metropolen wie Hamburg, Hannover, Berlin, Stuttgart, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und München steigen die Miet- und Kaufpreise nach wie vor rasant. Seit Mitte 2018 ist aber auch in den Randgebieten rund um die Städte ein extremer Anstieg der Miet- und Kaufpreise spürbar, und zudem steigen die Einwohnerzahlen extrem schnell. Die Menschen reagieren auf die unbezahlbaren Mieten der Großstädte und ziehen in die kleineren Städte im Speckgürtel. Statt Hamburg mit den Randgebieten in Duvenstedt, Wandsbek, Rissen, Blankenese, Kirchwerder zieht es jetzt viele Menschen eher in Städte wie Norderstedt, Lüneburg, Buxtehude, Ahrensburg und Buchholz. In anderen Gegenden Deutschland steigen die Miet- und Kaufpreise für Wohnraum wie für Geschäftsräume in vergleichbar gelegenen Städten schon länger - wie sieht das in Norddeutschland aus?

Niedersachsen: Mehr als Pferde und Ferienwohnungen


Was die Metropolen und ihre Nachbarstädte so attraktiv macht, sind die wirtschaftlichen Faktoren: Hier sind Firmen ansässig, es gibt Arbeitsplätze, internationale Kontakte. Niedersachsen dagegen ist in erster Linie für weite Landschaften, Bauernhöfe, Pferdegestüte und Ferienwohnungen von Emden bis Cuxhaven bekannt. Mit ein paar Ausnahmen: Osnabrück, Wolfsburg, Oldenburg, Lüneburg und Bremen bieten auch Industrie. Und Cuxhaven ist im Ausbau: Können die großen Containerschiffe auf ihren transkontinentalen Routen irgendwann nicht mehr die Elbe hinauf nach Hamburg schippern, wird es auch hier in Sachen Logistik interessant.

Momentan ist es aber noch entspannt. Und besonders entspannt ist es in Bremerhaven: Als einzige der 71 Großstädte Deutschlands direkt an der Küste gelegen, in direkter Nähe zu Bremen, generiert die Suche nach Mietwohnungen in Bremerhaven ungewöhnlich günstige Treffer. Die Mietwohnungen, die von Grand City Property verwaltet werden, machen zudem noch einen sehr hochwertigen Eindruck, was nicht selbstverständlich ist.

Bremerhaven schneidet im Städteranking gut ab


IW Consult hat zusammen mit der Wirtschaftswoche und ImmobilienScout24 eine breite Indikatorenbasis aufgestellt, um zu ermitteln, wie es sich in den deutschen Großstädten lebt und arbeitet. Verglichen werden dabei der Status Quo mit der Entwicklung und der Zukunftsfähigkeit der insgesamt 71 deutschen Großstädte. Faktoren wie die sozio-ökonomischen Strukturen und die Entwicklungen spielen genauso in die Bewertung hinein wie Arbeits- und Immobilienmarkt, Lebensqualität und Wirtschaftsstruktur. Forschungsstärke und zukunftsträchtige Industrien wie die Kreativen Dienstleistungen werden ebenfalls berücksichtigt. In den Bereichen Wohnen und Arbeiten schafft es Bremerhaven in den oberen Bereich, auch in Sachen Forschung, Breitbandversorgung und Industrie 4.0 sieht es wirklich gut aus. Zugegeben: Was den Ausbau von Kindertagesstätten und ähnliche Themen angeht, kann Bremerhaven noch viel besser machen. Der ausführliche Bericht ist online über die Wirtschaftswoche einsehbar.

Fazit: Der Wohnungsmarkt spielt verrückt, im Norden bewahrt man einen kühlen Kopf


Schaut man die Entwicklung im gesamten norddeutschen Raum an und vergleicht sie mit der gesamtdeutschen Situation, bleibt der Norden doch erstaunlich cool. Hier wird rational gehandelt, die Miet- und Kaufpreise spielen (mit Ausnahmen) noch nicht so verrückt wie anderswo. Gleichzeitig tut sich in Sachen Attraktivität und Lebensqualität viel.
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