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Wohnungen sollten nicht nur per Online-Besichtigung angesehen werden

20.05.2020 | Durch die Corona-Krise sollte die Besichtigung einer Wohnung oder eines Hauses Online erfolgen, allerdings entsteht so ein ganz anderer Eindruck von der jeweiligen Immobilie. Der Deutsche Mieterbund (DMB) teilt entsprechend mit, dass eine Online-Besichtigung eben keinen Ortstermin ersetzt.

Foto: pixabay.com
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Richtiger und passender Eindruck nur durch Ortstermin

Ein Mietvertrag oder gar Kaufvertrag sollte nie abgeschlossen werden, wenn die Immobilie nicht zuvor über einen Ortstermin gesichtet wurde, denn ein wahrer Eindruck wird nur durch einen Ortstermin vermittelt. Dies hat einige Gründe, denn es könnte auch eine betrügerische Absicht dahinterstehen. Wer seine Exposés über City Immobilienmakler aus Hannover oder anderen Dienstleister bezieht, muss sich hierüber aber keine Sorgen machen.

So zum Beispiel kann sich der Interessent nicht sicher sein, ob die Immobilie und der Vermieter tatsächlich existiert. Die Kaution sollte daher auch nicht vor Mietbeginn gezahlt werden. Rechtlich wäre es dem Mieter auch gestattet, die Kaution innerhalb von drei Monatsraten zu zahlen.

Zudem können auch Mängel vertuscht werden, welche eigentlich bei einer normalen Besichtigung aufgefallen wären. Sollte es tatsächlich aber zu so einem Fall kommen, dann kann der Mieter gegenüber dem Vermieter sogar Schadenersatz verlangen und den Mietvertrag anfechten. Dies gilt übrigens auch schon bei defekten Fenstern oder Heizungen oder gar Schimmel.

Ganz wichtig ist außerdem, dass im Rahmen einer Online-Abwicklung vor allem ein Widerrufsrecht zur Verfügung steht. So könnte der Vertrag noch widerrufen werden, insofern die Vorstellung der Immobilie doch anders war, als ursprünglich vermittelt.

Wohnungsmarkt ist knapp!

Doch kaum einer traut sich überhaupt gegen Fehler oder vertuschten Mängeln vorzugehen, denn der Wohnraum ist vor allem in Städten sehr knapp. Eine Wohnung oder ein Haus zu finden ist teilweise unmöglich, insbesondere dann, wenn sich außerdem ein Haustier im Haushalt befindet.

Es gibt allerdings auch alternativen, welche genutzt werden können, sofern sich im Anschluss keine neue Bleibe findet, denn niemand muss in einem verschimmelten Raum schlafen oder im Winter ohne funktionierende Heizung leben.

Gründung einer Wohngemeinschaft

Nicht wenige Menschen besitzen Wohnraum, welchen sie eigentlich gar nicht benötigen. Diese Wohnfläche wird dann gerne untervermietet, denn so lässt sich auch entsprechend ein Netzwerk schaffen. Insbesondere unter Studenten ist festzustellen, dass sich die Leistung verbessert, wenn gemeinsam gelernt wird oder sich gegenseitig zur Motivation verholfen wird.

Als Wohngemeinschaft wird dabei ein Haushalt verstanden, welcher voneinander völlig unabhängig Personen beherbergt. So teilen sich diese Personen einen Haushalt, wobei aber jeder sein eigenes Zimmer besitzt. Andere Räume werden aber gemeinsam genutzt, wie zum Beispiel das Wohnzimmer, die Küche oder auch das Badezimmer und der Keller.

In ländliche Gegenden ziehen

In ländlichen Gegenden sind die Mieten zum Teil wesentlich günstiger als in der Stadt. Zudem sind einige Dörfer oder Kleinstädte nicht so beliebt, wie zum Beispiel eine Landeshauptstadt. Wer ein Auto besitzt, ist hierbei klar im Vorteil, denn so ist man nicht auf Zug oder Bus angewiesen und der Ausbau von öffentlichen Nahverkehrsmitteln ist somit nicht so wichtig.

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