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Wie gelingt der Umstieg von Heizöl auf Flüssiggas?

13.01.2021 | Gasheizungen gehören mittlerweile zu den beliebtesten Heizanlagen in ganz Deutschland. Hierfür gibt es selbstverständlich auch gleich mehrere gute Gründe. Immer mehr Haushalte denken daher darüber nach, von einer älteren Ölheizung auf das Heizen mit Gas umzusteigen. Gerade in ländlicheren Regionen scheint der Umstieg mangels Erdgasnetz-Anschluss oft jedoch nicht so einfach zu sein. Hier kann eine Flüssiggasheizung die optimale Heizalternative sein, die viele praktische Vorteile mit sich bringt.

Günstig und sauber heizen – am besten mit Flüssiggas. Foto: pixabay.com © geralt (CCO Creative Commons)
Günstig und sauber heizen – am besten mit Flüssiggas. Foto: pixabay.com © geralt (CCO Creative Commons)


Der Umstieg fällt oft leichter als gedacht

Kurz nach dem Hausbau sollte die Modernisierung der Heizungsanlage für Immobilienbesitzer erst einmal kein Thema sein. Anders sieht es aus, wenn die Immobilie schon etwas älter ist und nach wie vor mit Heizöl beheizt wird. Dann ist der Umstieg auf das Heizen mit Flüssiggas besonders attraktiv. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Abkehr vom Heizen mit Heizöl von Bund und Ländern finanziell gefördert wird. Zum anderen gibt aber auch die kommende, bei Gewerbe- und Wohnimmobilien anfallende CO2-Steuer Anlass, um über den Umstieg nachzudenken. Schließlich gehen mit dem Umstieg von einer Heizöl- auf eine Flüssiggasheizanlage ein geringerer CO2-Ausstoß und damit geringere Kosten einher.

Obwohl diese Vorteile vielen Hauseigentümern bewusst sind, scheuen sie den Umstieg. Schließlich ist vielen nicht klar, wie der Flüssiggas-Umstieg genau abläuft. In der Realität ist der Umstieg auf das Heizen mit Flüssiggas oft leichter als gedacht. Darüber hinaus unterstützen spezialisierte Anbieter den Hauseigentümer beim Umstieg auf die Flüssiggasheizung – so wird es meist ungeahnt einfach möglich, sich die Vorteile des Heizens mit Gas zu sichern.

So funktioniert der Umstieg von Heizöl auf Flüssiggas

Der Umstieg auf das Heizen mit Flüssiggas bringt verschiedenste Vorteile mit sich. Es bietet unter anderem eine schadstoffärmere Heizalternative und ist langfristig gesehen günstiger. Allerdings verlangt der Umstieg nach einer passenden, modernen und effizienten Heizungsanlage. Obwohl der Umstieg von einer Ölheizung auf das Heizen mit erneuerbaren Energien gefördert wird, scheuen viele den Schritt genau darum. Schließlich scheint es vielen Hauseigentümern so, als sei der Umstieg mit immensem Umbau- und Arbeitsaufwand verbunden.

In der Realität allerdings ist der Umstieg auf Flüssiggas oft jedoch weniger kompliziert als angenommen. Schließlich gehen der Umstieg und damit auch der Austausch der alten Heizungsanlage mit einer eingehenden Beratung durch eine Fachfirma einher. Diese Firmen können den Austausch meist schnell und problemlos vornehmen. Außerdem kümmern sie sich um die – je nach Anschlussart – notwendigen Schritte:

  • Gasleitung: Befindet sich das Gebäude in einer Region, in der bereits Gasleitungen verlegt wurden, muss es lediglich an diese Leitungen angeschlossen werden. Zwar ist außerdem eine kompatible Heizungsanlage notwendig. Dennoch ist diese Variante aber der günstigste Fall. Schließlich fallen so – neben der Heizungsanlage – lediglich Kosten für den Anschluss an. In ihrer Höhe richten sich die Anschlusskosten nach dem Grundstück und der Gemeinde. In jedem Fall ist es aber nicht notwendig, einen eigenen Gastank aufzustellen.

  • Neue Heizungsanlage und Gastank: Sind in der Region, in der der Umstieg auf eine Flüssiggasheizung stattfinden soll, keine Gasleitungen verlegt, ist der Wechsel dennoch möglich. Mithilfe einer spezialisierten Firma ist er durch den Austausch der alten Heizungsanlage und die Verwendung eines Gastanks realisierbar. Abhängig von der neuen Heizungsanlage kann außerdem ein Austausch der Heizkörper ratsam sein. Hierdurch kann eine bessere Wärmeverteilung entstehen.


Zusätzlich zu einer neuen Heizungsanlage kann üblicherweise über die beauftragte Fachfirma auch ein eigener Gastank bezogen werden. Über Spezialfirmen sind sowohl Miete als auch der Kauf des Tanks möglich. Prinzipiell notwendig ist die Anschaffung jedoch immer dann, wenn keine verlegten Gasleitungen bestehen. Ist der Gastank vorhanden, wird er mit der Heizungsanlage verbunden.

Wie gesehen, lässt sich der Umstieg auf die neue Gasheizung in beiden Fällen durch die KfW-Bank fördern. Insbesondere das Programm 152 zum energieeffizienten Sanieren und Bauen kommt hier infrage.

Was geschieht mit der alten Heizungsanlage?

Wurde eine alte Heizungsanlage gegen eine neue ausgetauscht, muss die alte Anlage entsorgt werden. Üblicherweise übernimmt das die Spezialfirma, welche die neue Anlage einbaut.

Etwas komplizierter kann die Entsorgung eines alten Heizöltanks sein, denn auch dieser muss fachgerecht entsorgt werden. Die für den Einbau der neuen Heizungsanlage zuständige Fachfirma übernimmt die Entsorgung aber nicht immer. Eventuell muss der Hauseigentümer das Unternehmen kontaktieren, das ihm den Öltank ursprünglich zur Verfügung gestellt hat.

Für wen lohnt sich der Umstieg auf eine Flüssiggasheizung?

Der Umstieg auf das Heizen mit Flüssiggas lohnt sich prinzipiell dann, wenn ohnehin der Austausch einer älteren Heizungsanlage ansteht. Um langfristig Kosten zu sparen, lohnt sich ein Umstieg auch dann, wenn eine vergleichsweise neue Ölheizung vorhanden ist. Allerdings würde der Austausch in diesem Fall erst einmal einen eigentlich nicht zwingend notwendigen finanziellen Aufwand bedeuteten, der Ressourcen verbraucht.

Vor einem Austausch sollte darum Folgendes beachtet werden:

  • Ist die vorhandene Heizungsanlage ohnehin älter und vermehrt reparaturanfällig, ist ein Umstieg sinnvoll. Ist die vorhandene Anlage hingegen jünger als zehn Jahre, kann der Austausch noch etwas warten.

  • Steht ohnehin eine Hausmodernisierung an und soll das Gebäude neueren Umweltanforderungen entsprechen, ist ein Umstieg ebenfalls empfehlenswert.

  • Stehen Umgestaltungsmaßnahmen rund um Haus und Grundstück an, kann ein Austausch der Heizungsanlage ebenfalls sinnvoll sein. Das ist zumindest dann der Fall, wenn ein vorhandener Öltank im Rahmen der Umgestaltung versetzt werden müsste. Das Versetzen eines Öltanks ist nämlich mit hohen Kosten verbunden. Oft kann es darum sinnvoller sein, auf eine neue Heizmethode umzusteigen, anstatt nur den alten Tank zu versetzen.


Moderne Gasthermen sind meist auch mit Solaranlagen kombinierbar. Foto: pixabay.com © PhotoMIX-Company (CCO Creative Commons)
Moderne Gasthermen sind meist auch mit Solaranlagen kombinierbar. Foto: pixabay.com © PhotoMIX-Company (CCO Creative Commons)


Welche Vorteile bringt die neue Flüssiggasheizung mit sich?

Eine neue Flüssiggasheizung bringt jede Menge Sparpotenzial mit – das ist den meisten Hausbesitzern bekannt. Verstärkt wird der Spareffekt zusätzlich, wenn der Heizungsaustausch mit einer Hausdämmung und dem Einbau neuer Heizkörper einhergeht. Zusätzlich dazu bringt der Umstieg noch weitere – unbekanntere – Vorteile mit sich:

  • Platzersparnis: Wie ein Öltank hat auch ein neuer Flüssiggastank einen gewissen Platzbedarf. Allerdings können sich Hausbesitzer im Rahmen einer Modernisierung oft auch für eine unterirdische Variante entscheiden. Das ist platzsparend und meist schöner anzusehen.

  • Praktische Kombinierbarkeit: Eine moderne Gastherme kann meist problemlos gemeinsam mit anderen Heizungsarten arbeiten. Infrage kommt beispielsweise die Kombination mit einer Solaranlage.

  • Geringere CO2-Abgaben: Flüssiggas ist nicht nur für sich genommen günstiger als Heizöl. So ist es auch die sauberere Heizvariante und verursacht geringere Emissionen. Wer mit Flüssiggas heizt, muss darum mit geringeren CO2-Abgaben rechnen.


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