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Wie findet man das passende Baugrundstück und was sollte man dabei beachten

28.02.2019 | Die Idee, ein Traumhaus an einem ausgewählten Standort zu besitzen, ist jedem schon einmal durch den Kopf gegangen. 

Ein passendes Baugrundstück zu finden, ist jedoch keine leichte Aufgabe. Es kann Monate bzw. Jahre dauern, bis man ein Grundstück findet, das allen individuellen Kriterien entspricht. Die Auswahl des geeigneten Baugrundstücks sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Im heutigen Beitrag zeigen wir Bauinteressenten, wie man bei der Suche nach einem Baugrundstück vorgeht und was es zu beachten gilt, um hohe Mehrkosten zu vermeiden.

Budget festlegen

 

In erster Linien ist es wichtig zu definieren, welchen Preis man bereit ist, für das Baugrundstück zu zahlen. Dies hängt vom angesparten Kapital sowie vom Einkommen ab, mit dem man eventuelle Kreditraten begleichen kann. Die Hausbank ist meist die logische erste Anlaufstelle, wenn es um die Finanzierung von Bauvorhaben geht.

 

Häufig wird dies jedoch von den Banken ausgenutzt. Ein Vergleich von Finanzierungsangeboten ist extrem wichtig. Schon geringe Unterschiede beim Jahreszins können auf die Laufzeit aufgerechnet einige Tausend Euro sparen.

 

Einen schnellen Überblick über die aktuellen Marktkonditionen für die Finanzierung von Grundstücken und Immobilien schafft man sich am besten über Vergleichsportale, wie Financer.com, die beliebte Kreditgeber gegenüberstellen und deren Konditionen vergleichen. Viele Anbieter, die sich auf die Baufinanzierung spezialisieren, verfügen über sehr gut ausgebildete Kundenberater, die man als Kunde natürlich jederzeit kostenlos nutzen kann.

 

Lage auswählen

 

Die Lage ist das einzige, was man im Nachhinein nicht mehr ändern kann. Es sollten daher alle individuellen Bedürfnisse der Bauinteressenten beachtet werden.

 

Dabei spielen meist folgende Punkte eine Rolle:

 

  1. Entfernung zur Arbeitsstelle, Schule und zum Lebensmittelgeschäft
  2. Verkehrsanbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Autobahnen
  3. Zentrale bzw. ländliche Lage
  4. Lärmfaktoren wie Straßenlärm, Bahn, Industrieanlagen, Kraftwerke, Bauarbeiten durch Neubauten in der Nachbarschaft
  5. Aussicht und Umgebung

 

Alle diese Faktoren beeinflussen die Suche nach dem geeigneten Baugrundstück sowie dessen Preis.

Es gibt keinen besten Ort, um nach verfügbaren Baugrundstücken zu suchen. Idealerweise nutzt man alle zur Verfügung stehenden Quellen. Das sind Internetportale, Gemeinden, Zeitschriften, Immobilienmakler oder etwa Einheimische.

 

 

Bebauungsplan beachten

 

Eigentlich beschäftigen sich die Bauinteressenten viel lieber mit der Hausgestaltung als mit dem Papierkram. Leider müssen die Bauvorschriften in den Gemeinden aber beachtet werden, um spätere Probleme mit den Nachbarn bzw. mit der Gemeinde zu vermeiden.

 

Der Bebauungsplan kann von der Gemeinde angefragt werden und umfasst wichtige Richtlinien über die erlaubte maximale Höhe des Gebäudes, Anzahl der Stockwerke, Dachform, Ausrichtung der Fenster etc. Häufig wird auch vorgeschrieben, wie viel Prozent der Grundstücksfläche tatsächlich verbaut werden können und welchen Abstand man mit einer Immobilie zur Grundstücksgrenze des Nachbarn halten muss.

 

Des Weiteren ist es ratsam, ein Bodengutachten für das Baugrundstück zu besitzen. Die Zusammensetzung des Bodens hat einen enormen Einfluss auf das Fundament sowie die Disposition des Hauses. Kaufinteressenten sollten sich vor dem Kauf stets über mögliche Altlasten am Grundstück informieren, um böse Überraschungen im Nachhinein zu vermeiden.

 

Ein Blick in das Grundbuch hilft, mehr Informationen zu den finanziellen Bürden, wie Hypotheken, zu erfahren. Zusätzlich enthält das Grundbuch auch Informationen zu den Nutzungsrechten wie Wege-, Leitungs- bzw. Überfahrtsrechte.

 

Der Flächennutzungsplan hilft den Bauinteressenten, sich über die Zukunftspläne, was das Bauvorhaben in der Umgebung angeht, zu informieren. Damit können mögliche zukünftige Lärmquellen im Vorhinein erfasst werden. Das Bauvorhaben in der Umgebung kann schließlich den Wert des eigenen Grundstücks verändern.

 

Erst wenn man sich mit diesen Vorschriften vertraut gemacht hat, kann die Planung des Traumhauses beginnen.

 

Mehrkosten bei der Auswahl des Grundstücks beachten

 

Einige der Kostenfaktoren, wie die Entsorgung von Altlasten, ist mehr als offensichtlich, andere werden jedoch häufig übersehen. Als zukünftiger Käufer sollte man im Vorhinein genau prüfen, um welches Grundstück es sich handelt.

 

Die Kosten für einen Grundbuchauszug von 10 Euro sowie 500 Euro für ein Bodengutachten helfen, zukünftige Mehrkosten zu sparen. Die Kosten für eine Bauvoranfrage liegen meist unter 1.000 Euro und geben den Bauherren eine gewisse Plansicherheit, was das eigene Bauvorhaben angeht. Idealerweise kann der Verkäufer diese Dokumente vorlegen, dann spart man sich als Bauinteressent die damit verbundenen Kosten sowie den Zeitaufwand.

 

Einen wichtigen Faktor spielt auch der Grad der Erschließung. Dabei ist vor allem der Anschluss des Baugrundstücks an das Versorgungs- und Abwassersystem, Stromnetz bzw. Gas oder Fernwärme gemeint. Sind keine Leitungen gelegt, muss der Grundstücksbesitzer für diese selbst aufkommen, was mit hohen Zusatzkosten verbunden ist.

Neben den erwähnten Kosten fallen noch zusätzliche Gebühren, wie die Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Gebühren für den Grundbucheintrag, Maklerprovision, Mehrwertsteuer vom Kaufpreis, Hausanschlusskosten und gegebenenfalls auch die Vermessungskosten, an.

 

Bauinteressenten sollten bei der Anfrage nach einer Finanzierung stets mit einem Puffer für Nebenkosten rechnen. In der Regel wird das Bauvorhaben meist teurer als geplant. Gute Baugrundstücke stehen nie zu lange zum Verkauf. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich schon im Vorhinein über die Höhe der möglichen Finanzierung zu informieren, damit man gute Angebote auch wahrnehmen kann. In Gebieten mit einer hohen Nachfrage nach Baugrundstücken, sind diese meist schnell verkauft.

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