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Wie Steckdosen und Lichtschalter entstehen

13082020 | Wenn sich ein Wohnhaus endlich am geplanten Standort befindet, gestalten die Bewohner die Innenräume. Ein fester Bestandteil der Ausstattung, der bereits bei den Bauarbeiten realisiert wurde, sind die Steckdosen und Lichtschalter. Bei ihrer Herstellung nutzen die Anbieter eine besonders simple, aber effiziente Methode: den Spritzguss.


 

Foto: pixabay.com
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Planung der Positionen

Ganz gleich, ob es sich um ein auf klassische Weise errichtetes Gebäude oder ein Fertighaus handelt: Die Planer müssen auf zahllose Dinge achten. Dazu gehört beispielsweise die Position der Fenster und Türen. Aber auch die Frage, wo sich Steckdosen und Lichtschalter befinden sollen, darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schließlich wollen sich die zukünftigen Bewohner nicht darüber ärgern, dass sich an einem wichtigen Ort keine Steckdose befindet oder dass die Platzierung der Lichtschalter unlogisch ist. Weitaus weniger kompliziert als die Planung ist die Beschaffung der Objekte aus Kunststoff. Denn die gibt es in großen Mengen in jedem Baumarkt zu kaufen.

Wie der Spritzguss funktioniert

Hergestellt werden Steckdosen und Lichtschalter im Normalfall durch den Spritzguss. Dabei wird flüssiger Kunststoff von einer Maschine in eine Form gegossen. Bei dieser handelt es sich um ein Negativ des Produkts. Der Kunststoff kühlt in der Form ab und wird hart, und sobald dies geschehen ist, ist der Gegenstand auch schon fertig. Die Produktionskosten setzen sich aus den Geldbeträgen zusammen, die für die Herstellung der Form, die verwendeten Materialien und den Betrieb der Maschine fällig werden. Je niedriger die Stückzahl ist, desto mehr fällt die Form finanziell ins Gewicht. Sie muss nämlich aus Metall gefräst werden, was verhältnismäßig teuer ist. Daher empfiehlt sich der Spritzguss nicht als Methode, um Prototypen oder sehr geringe Stückzahlen zu fertigen. Wenn die Stückzahl wächst, dann wird der Anteil der Form an den Gesamtkosten immer geringer. Die Firma Lego, immerhin der weltweit größte Hersteller von Spielzeugen, produziert mit einer Form rund 120 Millionen Steine, bis sie schließlich entsorgt wird.

Weitere Fertigungsarten

Zahlreiche Dienstleister verfügen über ein breites Netzwerk aus Partnern, mit denen sie die Herstellung beliebiger Stückzahlen per Spritzguss realisieren. Die meisten nehmen jedoch nur Aufträge ab 500 Stück entgegen, da sich das Verfahren sonst finanziell nicht lohnt. Neben dem Spritzguss werden auch andere Methoden angeboten. Dazu zählen vor allem der 3D Druck und das CNC Fräsen – eine Art der CNC Bearbeitung. Um einen Auftrag in die Wege zu leiten, muss der Kunde nur eine CAD-Datei mit den Projektdaten hochladen. Kurz darauf erhält er von den Mitarbeitern des Unternehmens die Auskunft, wie hoch die Kosten sein werden.

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