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Wichtige Tipps zur Garagenplanung

29.01.2020 | Für den Weg von der Wiese bis zum fertigen Haus sollte man genügend Zeit einplanen. Neben dem Zeitfaktor ist natürlich der finanzielle Aspekt einer der wichtigsten Bestandteile des Haus-Projektes. Steigende Quadratmeterpreise führen dazu, dass der Trend dahingeht, auf einem möglichst kleinen Grundstück das Wohnhaus so zu platzieren, dass es für die später dort wohnenden Personen dennoch ausreichend Platz gibt. Mit etwas Kreativität und sorgfältiger Planung, kann auch auf einem kleinen Grundstück viel Wohnraum entstehen.  Ein Hausbau ist natürlich immer mit hohen Kosten verbunden und so überlegt man natürlich, wo bei der Erfüllung des Lebenstraumes noch Einsparpotenzial besteht.

 

Zum Streichfaktor wird oftmals der Keller, der später vermisst wird. Architektur, Fenster und Türen werden oft so schlicht wie nur möglich gehalten, um die Bau- und Anschaffungskosten zu senken. Die Idee einer eigenen Garage kommt hingegen in die Haltebucht. Dort bleibt sie dann mindestens bis zum ersten Winter. Dann nämlich wird das Abkratzen der Scheiben früh morgens lästig und die Häuslebauer beginnen zu tüfteln: Wie groß sollte die Garage sein? Welche Garagentore sind zu empfehlen? Und worauf gilt es darüber hinaus zu achten? Dieser Beitrag hält auf diese Fragen einige Antworten parat.

Tipp 1: Garage von vornherein mit einplanen

Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, sollte die Garage direkt im Zuge der Baugenehmigung für das Eigenheim erfolgen. Das spart später Kosten und Zeit. - Foto: pixabay.com © PIX1861 (CC0 Public Domain)
Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, sollte die Garage direkt im Zuge der Baugenehmigung für das Eigenheim erfolgen. Das spart später Kosten und Zeit. - Foto: pixabay.com © PIX1861 (CC0 Public Domain)


Es spart Zeit und Geld, wenn die Garage bereits Teil der ersten Pläne war. Im Idealfall wurde mit der Baugenehmigung für das Haus bereits die Baugenehmigung für die Garage erwirkt. In diesem Fall sind keine weiteren Pläne nötig und es gibt keine Gemeinderatsbeschlüsse, die abzuwarten sind, bevor der Garagenbau starten kann. Wer diesen Tipp nicht mehr berücksichtigen kann, der sollte eine Planzeichnung einreichen, die die Vorgaben des Bebauungsplans einhält. Jede Abweichung davon könnte dafür sorgen, dass der Antrag abgewiesen wird. Dann steht eine erneute Umplanung an, die wiederum Zeit kostet.

Tipp 2: Garage ausreichend groß dimensionieren


Richtig ist, dass die Grundstückspreise aktuell alles andere als günstig sind und auf den ohnehin bereits beengten Grundstücken dann möglichst viel Wohnraum sowie Grünflächen für den Nachwuchs entstehen sollen. Fakt ist jedoch, dass eine zu klein geratene Garage ebenso lange ein Ärgernis bleibt, wie ein nicht gebauter Keller. Rückgängig machen lassen sich beide Entscheidungen nur schwerlich.

Als Faustformel werden von den meisten Herstellern diese Werte für die Größen einer Einzel- oder einer Doppelgarage angegeben:

  • Eine Einzelgarage hat in den allermeisten Fällen eine Länge von 6 Metern, eine Breite von 3 Metern sowie eine Höhe zwischen 2,40 und 2,60 Metern.
  • Eine Doppelgarage kann eine Länge zwischen 5,50 und 8,00 Metern haben, eine Breite von 5,62 und 7,26 Metern und eine Höhe zwischen 2,46 und 3,50 Metern.


Um zu erkennen wie knapp bemessen das Standardmaß der Einzelgarage ist, rentiert sich ein Blick auf die Dimensionen verschiedener Fahrzeuge. Der Volkswagen T6 Multivan hat beispielsweise eine Höhe von 1,97 Metern. Bei einer Garagenhöhe von 2,40 Meter ist ein Dachgepäckträger nicht mehr denkbar. Der Multivan ist 4,90 Meter lang. Bei einer Garagenlänge von sechs Metern bleiben je 50 Zentimeter vor und hinter dem Auto frei. Ein Fahrrad passt hier nicht mehr zwischen Auto und Garagenmauer. Fürs Aussteigen bleibt wenig Platz, denn der Multivan misst 2,29 Meter in der Breite.

Eine Garage muss heute nicht mehr nur der Abstellraum fürs Auto sein, sondern darf in puncto Funktionalität und Optik durchaus etwas hermachen. - Foto: pixabay.com © Viktor_Birkus (CC0 Public Domain)
Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, sollte die Garage direkt im Zuge der Baugenehmigung für das Eigenheim erfolgen. Das spart später Kosten und Zeit. - Foto: pixabay.com © Viktor_Birkus (CC0 Public Domain)


Tipp 3: Ein durchdacht konzipiertes Garagentor sorgt für Komfort


Sektionaltore sind heute die Bauart, die am häufigsten Verwendung findet. Dabei gibt es bei namhaften Herstellern wie Normstahl unter anderem sowohl Decken- als auch Seitensektionaltore. Die Modelle, die sich nach oben öffnen, sogenannte Deckensektionaltore, sorgen für Platz vor und in der Garage. Da die Sektionen sich nach oben schieben, wenn das Tor geöffnet wird, kann ein Fahrzeug direkt vor der Garage parken, ohne dass es vom sich öffnenden oder sich schließenden Tor beschädigt wird. In der Garage braucht ein Deckensektionaltor kaum Platz, weil es parallel zur Decke zurückfährt. Deckensektionaltore sind eine gute Wahl, wenn ein Flachdach auf der Garage ist. Ein Garagendach, das schräg verläuft und im Dachbereich für Stauraum sorgen könnte, sollte ein anderes Garagentor bekommen, sonst ist der gewünschte Stauraum-Effekt schnell dahin.

Eine Garage muss heute nicht mehr nur der Abstellraum fürs Auto sein, sondern darf in puncto Funktionalität und Optik durchaus etwas hermachen. - Foto: pixabay.com © Pixaline (CC0 Public Domain)
Wenn es dafür noch nicht zu spät ist, sollte die Garage direkt im Zuge der Baugenehmigung für das Eigenheim erfolgen. Das spart später Kosten und Zeit. - Foto: pixabay.com © Pixaline (CC0 Public Domain)


Denkbar ist ein Rolltor, bei dem die Garagentorsektionen sich oberhalb der Öffnung aufrollen. Achtung: An dieser Stelle gilt es die Gesamthöhe der Garage und des Fahrzeugs zu bedenken. Eine Alternative dazu könnte ein Seitensektionaltor sein, bei dem die Sektionen des Tores nicht nach oben verschwinden, sondern zur Seite. Das bedeutet, dass der Raum an einer Seite des Fahrzeugs reduziert wird, was mit Blick auf die Garagen- und die Fahrzeuggröße zu bedenken ist. Dafür bietet ein Seitensektionaltor aber auch den Vorteil, dass es nicht zwingend komplett geöffnet werden muss, wenn beispielsweise nur das Fahrrad oder der Roller herausgefahren werden soll.

Beim Garagentorantrieb zu sparen, sollte keine Option sein. Spätestens dann, wenn es zum ersten Mal in Strömen regnet und der Fahrer das Auto verlassen muss, um das Garagentor zu öffnen, wird er bereuen, keine Automatisierung eingebaut zu haben. Dann jedoch gilt: Nachrüsten ist grundsätzlich teurer als diese Annehmlichkeit direkt einzubauen. Denkbar ist es mittlerweile sogar, den Garagentorantrieb im Gesamtkonzept einer Smart Home-Einrichtung zu integrieren.

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