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Wenn der Schlüsseldienst benötigt wird

17.08.2018 | Die eigene Immobilie kann noch so schön und wertvoll sein. Gefeit ist sie nicht davor, dass der Besitzer oder jemand aus seiner Familie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal aussperrt. Tag und Nacht passiert dies Tausenden von Bundesbürgern und nicht immer tun sie in ihrer Not das Richtige. Sie brechen in ihre eigenen Häuser ein, verursachen Polizeieinsätze, klettern auf Fassaden und bringen sich selbst in unnötige Gefahr. Ein Versehen muss aber nicht gleich in einer Katastrophe enden. Professionelle Schlüsseldienste sind auf diese Situationen eingestellt. Entscheiden Sie sich in einer Notlage für den richtigen Schlüsseldienst, dann wird er schnell, kompetent und günstig weiterhelfen können.

Unseriöse Schlüsseldienste erkennen


Wie in jeder Branche, so gibt es auch bei den Schlüsseldiensten schwarze Schafe. Dies sind solche, welche die Notlage ihrer Kunden ausnutzen und Wucherpreise für ihre Dienstleistung verlangen. Darüber hinaus verhalten sie sich meist bereits im Vorfeld auffällig. So sind unseriöse Schlüsseldienste an manchen Details zu erkennen. Wenn Schlüsseldienste zum Beispiel ihren Fokus darauflegen, mit allen Mitteln schnell gefunden zu werden, ist das schon ein recht sicheres Zeichen, dass da etwas faul ist. Gute Schlüsseldienste werben, wenn überhaupt, mit Leistung und nennen sich nicht „Schlüsseldienst AAA“, nur um im Telefonbuch und Branchenführer an die erste Stelle zu gelangen. Ebenfalls sollte der Schlüsseldienst unter einer regulären Rufnummer erreichbar sein und nicht unter einer 0190-Nummer. In solchen Fällen landet man in einem Callcenter, die den Schlüsseldienst aus Pusemuckel schicken und die lange Anfahrtszeit selbstverständlich in Rechnung stellen.

Foto: pixabay


Die Tricks der schwarzen Schafe


Es gibt weitere Tricks, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Wenn beispielsweise gleich zwei Mitarbeiter auftauchen, ist dies zumeist unnötig und bedeutet nur doppelte Kosten. Dabei reicht ein einzelner Mitarbeiter in der Regel aus. Denn wie Verbraucherschützer berechnet haben, sollten Schlüsseldienste es mit ihrem Know-how schaffen, eine zugefallene Tür in nur 30 Sekunden zu öffnen – mit nur einem Mitarbeiter, versteht sich. Andere unseriöse Schlüsseldienste arbeiten mit unnötigen Spezialwerkzeugen. Sie geben damit eine Schwierigkeit der Aufgabe vor, die in der Realität nicht existiert und verlangen dafür einen happigen Aufpreis. Wiederum andere Dienstleister tauschen gleich das ganze Schloss aus, was nicht nur unnötigen Mehraufwand für den Kunden bedeutet, sondern ebenfalls die Kosten nach oben treibt.

Ein fairer Preis


Um solche Schwierigkeiten gar nicht erst aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich nach dem Malheur einen klaren Kopf zu behalten. Seriöse Schlüsseldienste nennen bereits am Telefon die Einsatz- und Fahrtkosten und stellen unaufgefordert die nötige Transparenz ihrer Arbeit her. Nach einer ausführlichen Befragung von rund 600 bundesweiten Schlüsseldiensten hat die Verbraucherzentrale die durchschnittlichen Kosten von Schlüsseldiensten ermittelt, die je nach Bundesland aufgeschlüsselt an Werktagen zwischen 58,92 EUR in Mecklenburg-Vorpommern und 83,61 EUR in Rheinland-Pfalz betragen. Passiert der Notfall in der Nacht oder an einem Sonn- und Feiertag, sind Aufschläge üblich. In einem solchen Fall schwanken die Preise laut Verbraucherzentrale zwischen 85 EUR in der Hansestadt Bremen und 148,93 EUR in Baden-Württemberg.

Nach der Arbeit


Ist der Schlüsseldienst mit seiner Arbeit fertig und hat dem Kunden die Tür zu seiner Wohnung oder seinem Haus geöffnet, so sollte der Kunde darauf achten, dass die Zahlungsforderung nicht höher liegt als am Telefon vereinbart. Außerdem gilt: keine Bezahlung ohne Rechnung, denn manche Schlüsseldienste benennen Preise für Dienstleistungen, die sie gar nicht erbracht haben. Andere Schlüsseldienste setzen den Kunden anschließend unter Druck, sofort zu bezahlen und drohen sogar mit der Wiederverschließung der Tür. In einem solchen Fall kann der Mitarbeiter aus dem eigenen Grundstück verwiesen werden, denn Nötigung ist ein Straftatbestand. Zudem ist die Rechnungsstellung in Deutschland ein übliches Geschäftsgebaren, auf das sich jeder Schlüsseldienst einlassen sollte.

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