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Weiterbildungen in der Immobilienbranche im Überblick

05.12.2019 | Immobilien und Immobiliengeschäfte lassen sich immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Was früher Gold war, sind heute Immobilien: begehrenswerte Objekte für Anlieger.

Weiterbildungen in Überblick - Foto: pixabay.com
Weiterbildungen in Überblick - Foto: pixabay.com


Und so berichtet nicht nur die Welt aktuell darüber, wie man eine Immobilie erkennt, die eine Investition wert ist. Wer auf der anderen Seite des Tisches sitzt, für den ergeben sich ganz eigene Probleme und aktuelle Herausforderungen. Denn wer am Bau einer Immobilie beteiligt ist, muss heutzutage viele Facetten bedenken. Das Handelsblatt beschäftigte sich erst kürzlich mit dem Thema des nachhaltigen Immobilienbaus, denn bei einem solchen Bau spielt die Energieeffizienz keine unerhebliche Rolle.

Allein daran sieht man also schon, wie vielfältig das Immobiliengeschäft ist, wie viele Aspekte und Faktoren mitunter zu berücksichtigen sind. Das ist etwas, das gegen den Beruf des Immobilienfachwirts sprechen könnte. Gleichzeitig spricht es, je nach Anforderung und Charakter, aber auch dafür: vielfältige Herausforderungen, anspruchsvolle Aufgaben und ein sehr dynamisches Geschäft. Wer Immobilienfachwirt wird, der ist Manager und Allrounder, denn er muss in der Lage sein, auf vielen „Baustellen“ gleichzeitig aktiv zu sein.

Ausbildung zum Immobilienfachwirt – Ausbildung zum Allrounder


Die Ausbildung zum Immobilienfachwirt: die Ausbildung ist so vielfältig, wie es die verschiedenen Lernfelder und Themengebiete sind, mit denen sich angehende Immobilienfachwirte auseinandersetzen müssen. Da wären zum einen die Rahmenbedingungen der Immobilienwirtschaft als solche. Hier geht es um Politik, Kapitalmärkte, Wirtschaft und um die Immobilienbranche generell, auch beispielsweise in einem europäischen Kontext. Auch werden Inhalte bezüglich des Themas Unternehmenssteuerung gelehrt. Dabei wird vermittelt, wie sich Unternehmen finanzieren, wie sie ihre Budgetierung in die Tat umsetzen aber beispielsweise auch, was man zu unternehmensbezogenen Steuern und zur Bilanzierung in diesem Zusammenhang wissen muss.

Des Weiteren spielen im Rahmen der Ausbildung das Personal und die Organisation von Arbeit (Personalstrukturen, Personalkostenplanung, Personalauswahl etc.) eine tragende Rolle. In puncto Immobilienbewirtschaftung wird unter anderem gelehrt, welche rechtlichen Grundlagen der Gestaltung und Beendigung von Mietverträgen zugrunde liegen. Serviceleistungen müssen schließlich organisiert und überwacht werden. Immobilien sollen instandgehalten und darüber hinaus modernisiert werden. Es ist ein gelungenes Konflikt- und Beschwerdemanagement vonnöten. Gleichzeitig müssen die Bewirtschaftungskosten einer Immobilie optimiert werden.

Immobilien als Bauprojekte


Bevor Immobilien gesucht und angeboten werden können, müssen sie im allerersten Schritt gebaut werden. Das klingt nun zunächst simpel, doch so einfach ist es in der Regel nicht, weshalb sich die Immobilienfachwirte der Zukunft auch mit Themen des Bauprojektmanagements auseinandersetzen müssen. Sie lernen, welche regionalen Projektbedingungen mitunter vorliegen können bzw. welche vonnöten sind. Es ist eine baurechtliche Vorprüfung gefordert, ehe eine Immobilie überhaupt entstehen kann. Das Objekt muss finanziert werden, seine Rentabilität muss schon vorher feststehen. Ausschreibungen werden platziert, Verträge werden ausgehandelt, Projekte werden schließlich abgenommen und abgerechnet. Immobilienfachwirte sind bei all diesen Prozessen beteiligt und brauchen das nötige Know-how. Der An- und Verkauf von Immobilien wird dann häufig mit den Immobilienmaklern verbunden. Somit ist auch dies Teil der Ausbildung zum Immobilienfachwirt, doch wie die bisherigen Punkte aufzeigen sollten, ist dies eben nur ein Teil des Geschäfts. Die Immobilie muss im letzten Schritt der Kette bewertet und bepreist werden. Kunden werden schließlich akquiriert und bestenfalls auch gebunden. Marktsegmente müssen erschlossen werden. Immobilienfachwirte sind nicht zuletzt Experten des jeweiligen Marktes, sodass sich die Bezeichnung „Allrounder“ auch diesbezüglich widerspiegelt.

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