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Was gilt es bei Beamern zu beachten?

05.10.2018 | Um Filme oder Sportübertragungen im Großformat genießen zu können, ist heutzutage nicht mehr die Fahrt ins Kino oder Fußballstadion nötig. Mit einem modernen Beamer kann man auch vom heimischen Sofa aus ins Geschehen eintauchen - mit gestochen scharfen Bildern im Großformat bieten sie ein unvergleichliches Multimediaerlebnis. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen, die Sie vor dem Kauf beachten sollten:
Foto: LoboStudioHamburg / pixabay.com


Beamer-Art:
Achten Sie darauf, nach einem Heimkino-Projektor Ausschau zu halten, welcher auf eine für das Wohnzimmer angenehme Betriebslautstärke und eine gute Bildqualität bei Filmen optimiert wurde. Zahlreiche günstigere Beamer sind für Büroräume und Präsentationen konzipiert worden und zu Hause fehl am Platz.
Außerdem sollten Sie sich vorher Gedanken darüber machen, wo das Gerät Platz finden soll. Je nach Modell und gewünschter Bildgröße ist nämlich der erforderliche Abstand zur Leinwand unterschiedlich.

Auflösung:


Die empfohlene Mindestauflösung des Beamers ist vor allem vom Abstand der Zuschauer zur Leinwand abhängig. Als Faustregel gilt: Ist der Abstand kleiner als die Leinwandbreite, sollte man zu einem Beamer mit 4K-Auflösung (3840x2160 Pixel) greifen. Das gilt insbesondere dann, wenn man beispielsweise einen Sky-Receiver oder einen Blu-ray Player besitzt, der entsprechend hochaufgelöstes Material wiedergeben kann.
Bei einem größeren Abstand hingegen ist ein Full HD Beamer mit 1920x1080 Bildpunkten völlig ausreichend.

Helligkeit:


Der Lichtstrom wird in Lumen gemessen und sollte bei Projektoren grundsätzlich mindestens 1000lm betragen. Die effektive Helligkeit auf der Leinwand ist jedoch auch von der Leinwandgröße abhängig.
100 bis 250 Lumen pro Quadratmeter sind nur in gut abgedunkelten Räumen ausreichend, mit bis zu 500 Lumen erreichen Sie auch in nicht ganz dunklen Räumen gute Ergebnisse.
Möchten Sie aber beispielsweise den anstehenden Bundesligastart am 24. August im Freien genießen, sollten Sie auf 500 Lumen oder mehr je Quadratmeter Projektionsfläche kommen.

Preis:


Die Preisspanne ist sehr groß und geht vom Einsteigermodell für ca. 80EUR bis hin zur Oberklasse für ca. 5000EUR. Einen Beamer Test mit einem guten Überblick über die verschiedenen, aktuell erhältlichen Modelle finden Sie hier.

3D-Tauglichkeit:


Viele aktuelle Beamer werfen auch 3D-Inhalte mithilfe der aktiven 3D-Technik an die Leinwand. Als Zubehör werden hierfür zusätzlich akkubetriebene Shutterbrillen benötigt.

Anschlüsse und Empfang:


Projektoren besitzen keinen eingebauten TV-Receiver. Das Signal wird vom externen TV-Receiver, der Spielekonsole oder dem Blu-ray Player per HDMI an den Beamer übertragen. Die meisten Geräte verfügen über zwei HDMI-Ports. Sind mehr Geräte vorhanden und möchte man nicht ständig umstecken, lässt sich ein HDMI-Umschalter zwischenschalten.

Sound:


Für die Soundwiedergabe sollten Sie eine Stereoanlage oder ein Lautsprecherset mit Soundbar in Betracht ziehen. Zwar besitzt jeder Beamer auch einen internen Lautsprecher, jedoch ist die Soundqualität für die meisten Zwecke nicht zufriedenstellend.

Input Lag:


Das ist die Verzögerung zwischen dem Tastendruck bei einer Spielekonsole und der entsprechenden Reaktion auf der Leinwand, welche bei Videospielen möglichst gering sein sollte. Automatische Bildverbesserungsmechanismen der Geräte treiben den Input Lag oftmals in die Höhe, weshalb man diese beim Daddeln deaktivieren und gegegenenfalls einen "Game" oder "Low Latency" Modus aktivieren sollte. So sind Verzögerungen von 20ms bis 40ms möglich, was für die meisten Gelegenheitsspieler ausreichend sein dürfte.

Lampenlebensdauer:


Ab einer Betriebsdauer von 6000 Stunden kann die Leuchtstärke der Projektionslampen nachlassen. Wer viel schaut, sollte also - je nach Modell - Folgekosten zwischen 75EUR und 300EUR einplanen.
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