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Verschiedene Holzarten kombinieren: Darauf kommt es an

18.02.2021 | Holz wird aufgrund seiner vielen Vorteile als Baumaterial immer beliebter. Darüber hinaus kommt es aber beim Innenausbau und beim Einrichten des eigenen Hauses oder einer Wohnung immer öfter gerne zum Einsatz. Was dabei allerdings nicht vergessen werden darf:  Auch Holzmöbel oder ein Holzboden sind Teil des Wohnraum-Farbkonzepts. Sie sollten darum harmonieren - können aber unterschiedliche Farbtöne und Schattierungen aufweisen. Damit sich jedoch ein harmonisches Wohn-Erscheinungsbild ergibt, sollten die unterschiedlichen Holzarten und Farben mit Bedacht gewählt und aufeinander abgestimmt werden. 

Foto: pixabay.com
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Holz harmonisch kombinieren - Nicht nur auf die Möbel kommt es an

Bei der Einrichtung und Ausgestaltung des eigenen Heims zeigt sich Holz besonders facettenreich. Es kann sowohl als Baumaterial bei der Errichtung eines Holzhauses als auch beim Innenausbau und der Einrichtung zum Einsatz kommen. In jedem Fall verleiht es dem eigenen Zuhause - ob in Form von Holzmöbeln, als Holzboden oder als Wandpaneele - eine herrlich natürliche Atmosphäre und beeinflusst das Wohnklima positiv.

Das gilt zumindest dann, wenn die verwendeten Holzarten passend aufeinander abgestimmt sind. Passen verschiedene Holz-Farbtöne oder die Maserungen verschiedener verwendeter Hölzer hingegen nicht zusammen, ergibt sich schnell ein uneinheitliches Bild. Schließlich eignen sich nicht alle Holzarten dazu, untereinander kombiniert zu werden. Werden verschiedene Holzelemente jedoch passend ausgewählt, entsteht eine herrlich natürliche und warme Wohnatmosphäre.

Den passenden Ton treffen

Wer neue Holzmöbel mit einem vielleicht schon vorhandenen Holzboden oder Wand- und Deckenpaneelen kombinieren möchte, muss dabei den richtigen Ton treffen. Das bedeutet: Die ausgewählten Hölzer sollten möglichst aus der gleichen Farbfamilie stammen. Alternativ dazu, können sie auch einen deutlichen Kontrast zueinander bilden.

Generell können verschiedene Holzarten dabei nach ihrer Farbtonalität unterschieden werden. Sie lassen sich nämlich meist in rötliche, gelbliche, und bräunliche Hölzer unterteilen:

  • Pinie, Kiefer und Rubberwood sind eher gelbliche Hölzer
  • Mahagoni und Buche sind eher rötliche Hölzer
  • Eiche, Teak, Akazie und Palisander sind eher bräunliche Hölzer


Selbstverständlich sollte bei der Zusammenstellung verschiedener Hölzer nicht allein auf die Holzart geachtet werden. Schließlich kommen viele Holzarten auch lasiert, lackiert oder gebeizt zum Einsatz. Das verändert das Erscheinungsbild von Holzfarbton und -Maserung erheblich. Werden die Hölzer allerdings naturbelassen verwendet, kann als Faustregel gelten, dass Hölzer aus der gleichen Farbfamilie regelmäßig gut miteinander harmonieren.

Foto: pixabay.com
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Auf den Fertigungsstil achten

Selbst dann, wenn Holzmöbel, Fußböden oder Paneele aus derselben Holzart hergestellt sind, können optische Unstimmigkeiten entstehen. Das gilt zumindest dann, wenn ihre Gestaltungsstile nicht miteinander harmonieren.

Detailreich verzierte Antikmöbel sind beispielsweise nur schwerlich mit Holzmöbeln im modernen Design kombinierbar. Außerdem nehmen beispielsweise besonders ornamentreich gestaltete Holzmöbel optisch sehr viel Raum ein. Werden sie mit anderen sehr auffälligen Holzmöbeln kombiniert, kann das schnell ein eher unruhiges Wohnbild ergeben - das gilt selbst dann, wenn die Möbel aus derselben Holzart gefertigt wurden.

Holzmöbel und einen vorhandenen Holzboden kombinieren

Steht der Kauf neuer Möbel oder ein Innenausbau an, sollte ein bereits vorhandener Holzboden bei der Auswahl der neuen Materialien nicht außer Acht gelassen werden. Das gilt ganz besonders dann, wenn ein vorhandener Holzboden mit neuen Holzmöbeln kombiniert werden soll. Hier ist es nämlich besonders wichtig, neue Einrichtungsgegenstände so auszuwählen, dass sie farblich zum vorhandenen Holzboden passen. Alternativ können die neuen Möbel oder Innenausbauelemente aber auch einen Kontrast zum vorhandenen Boden bilden.

Eher vermieden werden sollte es, Möbel oder Innenausbauelemente ihrem Farbton nach dem Bodenbelag anpassen zu wollen. Meist entsprechen sich die Farbtöne in der Realität nämlich nicht exakt - das wirkt schnell unharmonisch. Besser ist es darum oft, auf unterschiedliche aber zueinander passende Farbtöne zu setzen.

Foto: pixabay.com
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Naturbelassene und weiße Holzmöbel kombinieren

Eine Kombination, auf die immer Verlass ist: Weiße und naturbelassene Holzmöbel. Sie sind quasi immer miteinander kombinierbar. Außerdem lockert die Kombination die Wohnatmosphäre auf und lässt sie offener und luftiger erscheinen.

Besonders praktisch: Auch vorhandene Holzmöbel lassen sich durch eine weiße Lackierung auffrischen und neu gestalten. Zu bedenken ist dabei lediglich: Die weiße Lackierung lässt sich ideal mit Möbeln aus hellem Holz kombinieren. Geht es hingegen darum, Mobiliar aus eher dunklem oder rötlichem Holz mit einem hellen Möbelstück zu kombinieren, ist Grau die bessere Wahl.

Neuere mit Vintage-Holzmöbeln kombinieren

Die meisten Menschen richten ihr Zuhause nicht auf einmal ein oder möchten ihre Einrichtung nach und nach ergänzen oder verändern. Wer dabei ältere Holzmöbel mit neuen Holzelementen kombinieren möchte, wird feststellen, dass diese nur selten einen identischen Farbton aufweisen. Das gilt selbst dann, wenn die Wohnelemente aus derselben Holzart gefertigt wurden.

Die farblichen Abweichungen hängen dabei damit zusammen, dass Holz sich mit der Zeit farblich verändern und heller oder dunkler werden kann. Nichtsdestotrotz kann als Faustregel jedoch gelten, dass Möbel und sonstige Holzelemente aus derselben Holzart so gut wie immer zueinanderpassen. Vintage-Möbel aus Eiche lassen sich darum stets mit neuen Eichenmöbeln kombinieren - das gilt selbst dann, wenn ihre Farbtöne nicht identisch sind.

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