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Vermögensschadenhaftpflichtversicherung - Wer braucht sie und warum?

31.05.2019 | Haben Sie schon einmal etwas von der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gehört? Spätestens dann, wenn Sie zu den besonders gefährdeten Berufsgruppen gehören, sollten Sie diese Versicherung abschließen. Generell ist das natürlich nur sinnvoll, wenn Sie als Freiberufler oder als Unternehmen selbstständig tätig sind, doch auch für Immobilienmakler ist solch eine Versicherung empfehlenswert. Für Angestellte ergibt der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung hingegen keinen Sinn.

Foto: Pixabay.com
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Haben Sie schon einmal etwas von der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gehört? Spätestens dann, wenn Sie zu den besonders gefährdeten Berufsgruppen gehören, sollten Sie diese Versicherung abschließen. Generell ist das natürlich nur sinnvoll, wenn Sie als Freiberufler oder als Unternehmen selbstständig tätig sind, doch auch für Immobilienmakler ist solch eine Versicherung empfehlenswert. Für Angestellte ergibt der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung hingegen keinen Sinn.

Darum geht es bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung


Mit dieser Versicherung können Sie Ihr eigenes Unternehmen gegen etwaige Forderungen Dritter absichern. Hierbei geht es in erster Linie um Schadensersatzforderungen, die einen Vermögensschaden bei einem Ihrer Kunden abdecken sollen. Im Falle eines Anspruches prüfen die Mitarbeiter der Versicherungsgesellschaft, ob die Forderungen tatsächlich berechtigt sind. Kommen diese zu einem positiven Ergebnis, übernimmt die Versicherung den Schaden zumeist in voller Höhe.

Der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung stellt sich aber nicht nur dann als hilfreich heraus, wenn Ihr Kunde mit seinen Ansprüchen im Recht ist. Stellt sich bei einer Prüfung durch die Experten heraus, dass die Forderungen nicht berechtigt sind, vertreten manche Versicherer Sie sogar vor Gericht. Kommt es zu einer Klage, so ist es wichtig, dass der entsprechende Tarif auch einen passiven Rechtsschutz bietet.

Diese Branchen sind betroffen


Generell ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für all jene Menschen gedacht, die selbstständig Dienstleistungen oder Produkte verkaufen. Wenn die verkauften Leistungen oder Dienste einen Schaden für den Kunden bedeuten, dann werden Sie als Unternehmer haftbar. Das gilt sowohl für die Branche IT, als auch Blogger, Journalisten und sogar für Heilnebenberufe. Auch Unternehmensberater können von diesem Risiko in besonderem Maße betroffen sein. Sofern Sie als Hausverwalter oder im stetig wachsenden Bereich Marketing & Media tätig sind, ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ebenfalls eine gute Investition.

Wer in der Immobilienbranche arbeitet, sollte ebenfalls an die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung denken. Denn es können immer mal kleine Fehler unterlaufen, die möglicherweise zu schwerwiegenden finanziellen Folgen führen können. Dies kann beispielsweise eine nicht korrekte Auskunft über den Verkehrswert eines Objektes, die Mehrfachvermittlung einer Immobilie oder auch die Vermittlung eines falschen Grundstücks.

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Diese Schäden sind versichert


Natürlich richten sich die Details an dieser Stelle nach dem individuellen Vertrag, welchen Sie mit dem Versicherer abschließen. Hier kommt es je nach Tarif und Unternehmen zu kleinen Abweichungen, die Sie den Vertragsunterlagen am besten bereits im Voraus entnehmen können. In der Regel werden unter anderem Vermögensschäden Dritter abgedeckt, die durch eine von Ihnen verpasste Frist entstanden sind. Auch fehlerhafte Dienstleistungen können sich verhängnisvoll auf beide Seiten auswirken. Können Ihnen entsprechende schwerwiegende Fehler nachgewiesen werden, so springt die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Sie ein.

Auch bei Verletzungen des Urheberrechts kann ein Kunde Ansprüche gegen Sie oder gegen Ihr Unternehmen geltend machen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Sie versehentlich Texte oder Bilder für Werbekampagnen verwenden, an welchen Sie nicht die entsprechende Rechte haben. Auch dann, wenn Sie Ihrem Kunden in der Rolle des Beraters einen falschen Rat erteilen, kann derjenige Ansprüche gegen Sie stellen. Hat der Kunde wegen der fehlerhaften Entscheidung durch Ihr Zutun einen finanziellen Schaden erlitten, so müssen Sie für diesen Schaden haften.

Falls Sie einmal in die Situation kommen, dass Sie eine geforderte Leistung nicht fristgerecht erbringen können, darf der Kunde ebenfalls Schadensersatzansprüche gegen Sie geltend machen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Sie selbst oder ein Mitarbeiter plötzlich erkrankt oder anderweitig ausfällt und Fristen nicht eingehalten werden können. Das andere Unternehmen wird in diesem Fall eine Erstattung der Kosten fordern.

Da die Tätigkeiten eines Immobilienmaklers recht umfangreich sind, sollte die Versicherung ebenfalls ein großes Leistungspaket enthalten. Neben den oben genannten Risiken sollten aber auch Aspekte wie Schlüsselverlust, Hackerangriffe oder Schäden nach Terminversäumnissen mit abgesichert werden. Zudem sollte sich ein Immobilienmakler vor Vertragsabschluss darüber Gedanken machen, ob der Versicherungsschutz nur in Deutschland gültig sein soll oder ebenfalls über die Landesgrenzen hinaus, ob ein rückwirkender Schutz gewünscht ist und ob ggf. Mitarbeiter mitzuversichern sind.

Diese Schäden werden nicht abgedeckt


Neben Personenschäden sind auch Sachschäden bei einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht mitversichert. Für derlei Schäden benötigen Sie eine sogenannte Betriebshaftpflichtversicherung. Manche Versicherer bieten eine Kombination aus diesen beiden Versicherungen an. Haben Sie beide Versicherungen abgeschlossen, so sind Sie in finanzieller Hinsicht auf der sicheren Seite, wenn Kunden, Partner oder Mitarbeiter Ansprüche geltend machen möchten. Das ist wichtig für die Zukunft Ihres Unternehmens.
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