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Technologie trifft Planungsgeschick – Kleinwohnungen als Trend der Zukunft

02.05.2019 | Platzsparend aber dennoch stylish – wenig Wohnraum stellt Planer vor Herausforderungen. Gut durchdacht müssen Wohnkonzepte sein, um möglichst viel auf möglichst wenig Raum unterzubringen.
 

Foto: pixabay.com
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Wohnraum wird immer teurer, gerade in großen Städten und das zwingt vor allem Architekten zum Durchdenken bis ins kleinste Detail. Denn hell und geräumig sollten auch kleine Wohnungen sein. Schließlich kosten gerade Singlewohnungen hochgerechnet auf den Quadratmeterpreis am meisten. Selbst wenn es sich dabei ums Eigenheim handelt.

Luft nach oben – auch bei der Einrichtung ist Planung gefragt

Galt es früher, jeden Quadratmeter Bodenfläche auszunutzen und mit Möbeln vollzustellen, ist man sich heute einig, dass möglichst viel an der Wand montiert werden muss. Dafür sind aber ausreichend Vorüberlegungen zu treffen und eine der ersten Fragen, die man sich dabei stellen sollte, ist: Was wird wirklich benötigt? Erbstücke und andere ausladende Möbelstücke werden an dieser Stelle einer genauen Prüfung unterzogen. So schön mitunter die Biedermeierkommode der Großtante ist; spätestens wenn es mit Müh und Not untergebracht wurde und man sich ärgert, weil eine Schranktür nicht mehr ganz aufgeht, hat sie in der neuen Wohnung nichts mehr verloren.

Foto: pixabay.com
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Kombüsenküche


Gerade kleine Küchen haben bei genauerer Betrachtung durchaus Vorteile: Durch den geringen Platz sind Utensilien, die jeden Tag benötigt werden, griffbereit in Wandregalen verstaut. Die Küchenmaschine (falls man sie unbedingt benötigt) darf dafür ins oberste Fach des Geschirrschrankes. Schränke reichen in kleinen Küchen ohnehin bis unter die Decke und darin hat einiges Platz.

Zwischendecken


Wer schläft, braucht keine hohen Räume. Zwischendecken sind aber nur bedingt eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, damit es nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – erdrückend wird. Diese Lösung eignet sich hervorragend für Altbauten mit einer großzügigen Raumhöhe. Auf diese Weise kann das Schlafzimmer ohne weiteres in eine Galerie verlegt werden. Unter das neue Bett passt dann wunderbar eine Lese- oder Fernsehecke. Gleichzeitig ergeben sich dadurch Raumteiler mit zusätzlicher Staufläche.

Hängemöbel


Auf den Trend zu kleinen Wohnungen reagiert auch die Möbelindustrie seit geraumer Zeit. Immer mehr Einrichtungsgegenstände sind als Hängemöbel erhältlich. Wer seinen Flatscreen mittels Wandhalterung von Vogels montiert, erzielt aber noch einen Effekt: Der Fernseher gliedert sich somit in die restliche Dekoration ein und die Wand erscheint als gut durchdachtes Gesamtkunstwerk. Wer dabei noch eine Holzwand integriert, versteckt auf diese Weise auch noch den gesamten Kabelsalat.

Spiegel und glänzende Flächen verleihen kleinen Räumen zusätzliche Weite. Statt einer Garderobe, die viel Platz benötigt, kann ein schlichter Spiegel mit einzelnen Haken für ein aufgelockertes Ambiente sorgen. Zusätzlich kann der Platz unter der Decke mit einem Wandregal wiederum Stauraum schaffen. Gegen Staub schützen Körbe und in unterschiedlichen Farben sorgen sie für ein Highlight.

Dekoration


Unordnung hat in kleinen Wohnungen nichts verloren. Genauso wenig wie eine Kaffeemühlensammlung oder andere Sammelleidenschaften Bei den Dekorationsgegenständen gilt das gleiche Prinzip wie bei der restlichen Einrichtung: Was überflüssig ist, bleibt draußen. Wohnexperten raten zu ausgesuchten Stücken, die farblich abgestimmt sind, Entweder als Kontrast oder in der gleichen Farbfamilie. Ein wilder Farbmix im Bohemianstil passt für kleine Wohnungen ohnehin nicht allzu gut und auch auf ausladende, in die Breite wachsende Zimmerpflanzen sollte man verzichten. Je heller die Farben, desto mehr streckt dass optisch die Räume – und Hängeorchideen sind nicht nur platzsparend, sondern auch ein Eyecatcher der für Gesprächsstoff sorgt.
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