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Techniktrend Wärmepumpentrockner für eine energieeffiziente Waschküche

29.09.2020 | Jahrelang war die Waschküche mit einem hohen Energieverbrauch belastet. Das lag hauptsächlich an den Trocknermodellen, die sich mit ihrem hohen Verbrauch unliebsam auf der Stromrechnung bemerkbar machten. Bei ständig steigenden Strompreisen wurde daher der Einsatz von Wäschetrocknern in vielen Haushalten abgelehnt.

Foto: stevepb - pixabay.com
Foto: stevepb - pixabay.com


Heute besteht das Problem des hohen Stromverbrauchs jedoch nur noch bei Modellen mit veralteter Technologie. Moderne Wärmepumpentrockner zeichnen sich durch eine ausgezeichnete Energieeffizienz aus. Sie bieten eine ausgezeichnete Erleichterung für den Haushalt und besitzen viele attraktive Features, mit denen die Wäsche schonend getrocknet werden kann.

Welche Technik steht hinter dem Wärmepumpentrockner?

Energiesparen ist heute wichtiger, denn je. Ein geringer Stromkonsum bringt für den Haushalt nicht nur einen finanziellen Vorteil, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei. Darum haben Hersteller von Haushaltsgeräten viel Entwicklungsarbeit investiert, um Geräte zu erzeugen, deren Energieverbrauch deutlich geringer ist, als in der Vergangenheit.

Eine Möglichkeit wurde darin gesehen, einmal erzeugte Wärmeenergie wiederzuverwenden, anstatt abzuleiten und neue Wärme zu erzeugen. Nach diesem Prinzip arbeitet der Wärmepumpentrockner, der als Weiterentwicklung des Kondenstrockners verstanden werden kann.

Entwicklung der Wärmepumpentechnologie

Die Idee der Wärmepumpe ist durchaus nicht neu. Bereits seit dem 18. Jahrhundert gibt es Ansätze zur Entwicklung von Wärmepumpen, deren Einsatz zunächst zum Kühlen von Räumen gedacht war. Brennstoffkrisen und Energieknappheit sorgten im vergangenen Jahrhundert dafür, dass Wärmepumpen in die Heiztechnik einzogen und schon bald zu einer ausgezeichneten Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen wurden.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sorgten steigende Energiepreise für einen Bedarf an Wäschetrocknern mit geringem Stromverbrauch. Unternehmen wie Bosch und Siemens ware Pioniere bei der Entwicklungsarbeit und brachten bald Wärmepumpentrockner auf den Markt, die nur einen Bruchteil der Energie verbrauchten, die man bis dahin von Wäschetrocknern gewöhnt war. Diese neue Trocknertechnologie wurde auf der Bauweise des Kondenstrockners entwickelt, so dass man einen Wärmepumpentrockner als neue Entwicklungsstufe des Kondenstrockners betrachten kann.

Funktionsweise des Wärmepumpentrockners

Nachdem der Wärmepumpentrockner in Betrieb gesetzt wird, erzeugt eine Heizspirale heiße Luft. Diese wird in die Trommel mit der nassen Wäsche geleitet, wo sie den Wäschestücken die Feuchtigkeit entzieht. Alle Wäschetrockner folgen diesem Prinzip, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, als kalte Luft.

Ist die Warmluft mit Feuchtigkeit gesättigt, so wird sie aus der Trommel zu einem Kondensator geleitet. Im Kondensator wird die heiße Luft aus der Trommel nun abgekühlt. Dabei bildet sich Kondenswasser. Dieser Prozess ist dem normalen Kondenstrockner ebenso zu Eigen, wie dem Wärmepumpentrockner.

Der Unterschied besteht beim Wärmepumpentrockner besteht nun darin, dass dieser über einen zweiten Kreislauf verfügt, der mit Kühlmittel gefüllt ist. Im Kondensator wird die warme Luft aus der Trommel abgekühlt, während das Kühlmittel diese Wärme speichert. Die gespeicherte Wärme wird nun dazu genutzt, kalte Luft erneut zu erwärmen, so dass ie in die Trommel geleitet werden kann.

Dieser Rhythmus von Abkühlen und Aufheizen in der Wärmepumpe wiederholt sich, bis die Wäsche getrocknet ist. Da die Wärme immer wieder gespeichert werden kann, braucht kaum neue Wärmeenergie erzeugt werden, wodurch der Stromkonsum wesentlich sinkt.

Feuchtigkeit und Wärme in Räumen vermeiden

Der niedrige Stromverbrauch ist nicht der einzige Vorteil des Wärmepumpentrockners. Normale Kondenstrockner geben die Luft in den Raum ab. Selbst wenn die Feuchtigkeit durch den Kondensator entzogen wird, so gelangt dennoch warme Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Raum. Wärmepumpentrockner hingegen nehmen keinerlei Einfluss auf das Raumklima und können daher auch überall im Haus aufgestellt werden.

So effizient sind moderne Wärmepumpentrockner

Für die moderne, energieeffiziente Waschküche ist der Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie inzwischen zum Standard geworden. Neben den ausgezeichneten Energiewerten überzeugen die Geräte heute auch durch andere positive Eigenschaften, die zu einem wäscheschonenden, effizienten Trocknen beitragen.

Wiesen die ersten Wärmepumpentrockner noch lange Trockenzeiten auf, so trocknen die neuen Modelle fast ebenso schnell, wie andere Trockner. Darüber hinaus werden Geräte mit einer großen Programmauswahl angeboten, bei denen Spezialprogramme das schonende Trocknen von empfindlichen Materialien wie Wolle, Seide oder Outdoor Kleidung aus Funktionsmaterialien ermöglichen.

Die Trockenleistung der Wärmepumpentrockner unterscheidet sich nicht von der eines herkömmlichen Trockners mit anderer Technologie. Sensorgesteuertes Trocknen ist auch bei Wärmepumpentrocknern heute selbstverständlich. Sensoren in der Trommel messen bei diesem System die verbleibende Restfeuchtigkeit und beenden das Trockenprogramm dann, wenn die gewünschte Restfeuchte erreicht ist.

Passende Modelle für jede Waschküche

Wärmepumpentrockner gibt es in vielen Ausführungen, so dass man für jede Waschküche genau das richtige Modell finden kann. Die Trockner sind in Weiß, ebenso wie Edelstahloptik erhältlich. Wer eine Waschküche oder einen Wäscheraum schön einrichten möchte, sollte Waschmaschine und Trockner mit der gleichen Optik wählen.

Wärmepumpentrockner sind auch in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedliche Fassungsvermögen erhältlich. Nach Möglichkeit sollte man Waschmaschine und Trockner in der gleichen Größe wählen. Das wirkt nicht nur harmonischer, sondern ist auch sinnvoller. Wenn Waschmaschine und Trockner die gleiche Kapazität haben, kann man die gesamte Waschmaschinenladung auch im Trockner trocknen.

Für den Familienhaushalt eignen sich Wärmepumpentrockner mit einer Kapazität von 8 kg am besten. Für einen kleineren Haushalt kann man jedoch auch Geräte mit einem kleineren Fassungsvermögen finden, die in einer kompakten Bauweise gestaltet sind. So ist es möglich, einen Wärmepumpentrockner auch auf begrenztem Raum unterzubringen.

Das sollte man beim Kauf eines Wärmepumpentrockners beachten

Wenn man einen neuen Wärmepumpentrockner kauft, lohnt es sich, in ein Markengerät zu investieren. Diese Zeichnen sich meistens durch den Einsatz der neuesten Technologie und hochwertiger Bauteile aus. Billigangebote unbekannter Marken wirken auf Grund des oft deutlich günstigeren Preises oft attraktiv. In der Regel haben sie jedoch nicht den gleichen Leistungsumfang und auch nicht die Langlebigkeit, die Trockner von bekannten Marken auszeichnet.

Es lohnt sich auch, die Energieeffizienz zu vergleichen. Zwar sind alle Wärmepumpentrockner sehr sparsam im Energieverbrauch, doch gibt es auch hier Unterschiede. Man sollte ein Modell wählen, das in die Energieeffizienzklasse A+++ eingestuft ist. Ein solches Gerät erweist sich langfristig als besonders sparsam im Unterhalt. So amortisieren sich Mehrkosten bei der Anschaffung schnell.

Es gibt einige Ausstattungsmerkmale, mit denen man den Energiekonsum noch weiter beschränken kann. Dazu gehört beispielsweise ein Eco Programm bei dem Trockner. Ein solches Programm läuft auf sehr niedriger Temperaturstufe und verbraucht daher noch weniger Strom als die anderen Programme. Gleichzeitig sind die Niedrigtemperauren auch sehr schonend für die Wäsche.

Die Trockenoption "Bügeltrocken" ist ebenfalls günstig, um Energie zu sparen. Die Wäsche behält noch einen Grad von Restfeuchte und der Trockenvorgang ist kürzer. Außerdem lässt sich die leicht feuchte Wäsche auch leichter bügeln. Viele modern Trockner sind außerdem auch mit kurzen Zeitprogrammen ausgerüstet, die sich gut eignen, wenn nur eine geringe Wäschemenge getrocknet werden soll.

Fazit

Ein Wärmepumpentrockner gehört heute zur Ausstattung einer modernen Waschküche. Energiesparen hat sich im Haushalt zu einem wichtigen Thema entwickelt. Steigende Strompreise machen es ebenso wichtig, den Stromverbrauch zu begrenzen, wie ein steigendes Umweltbewusstsein.

Wärmepumpentrockner verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie, die von Geräten mit anderen Technologien verbraucht werden. Während ein guter Kondenstrockner im Jahr durchschnittlich 600 kWh und mehr verbraucht, liegen die Werte von guten Wärmepumpentrockner unter 150 kWh. So lässt sich leicht errechnen, dass die Mehrkosten, die man bei der Anschaffung eines Trockner mit der aktuellen Wärmepumpentechnologie auf sich nimmt. Durch die geringen Unterhaltskosten schnell wieder eingespielt sind.

Eine energiesparende Waschküche macht daher in jedem Haus Sinn, zumal diese technisch ausgefeilten Trockner auch noch viele andere Vorteile mit sich bringen. Sie sind so konzipiert, dass die Wäsche beim Trocknen optimal geschont wird, so dass sie länger so schön wie neu bleibt.

Quellen:
https://www.trocknerland.com/waermepumpentrockner/
https://heizung.de/waermepumpe/wissen/die-waermepumpe-und-ihre-geschichte-von-der-kaelte-zur-waerme/

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