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So finden Sie den Wert Ihrer Immobilie heraus

25.03.2019 | Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchte, der sollte den aktuellen Wert am Markt so genau wie möglich kennen. Um diesen Wert zu ermitteln, gibt es verschiedene Methoden, die allesamt zu einem recht exakten Ergebnis führen können, sofern sie korrekt ausgeführt werden. Hierbei sollte zum einen der Grundstückswert errechnet werden, außerdem der Wert des Gebäudes und drittens der Wohnungswert. Anhand dieser drei wichtigen Größen ergibt sich der Wert, zu welchem die Immobilie verkauft werden kann.

Foto: pixabay.com - nattanan23
Foto: pixabay.com - nattanan23


Der Wert des zugehörigen Grundstücks


Die Lage ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Entscheidungsfindung im Rahmen des Verkaufs einer Immobilie. Das liegt vor allem daran, dass an einem Haus oder an einer Wohnung theoretisch so gut wie jedes Detail ausgetauscht werden kann - sogar der Grundriss lässt sich komplett modellieren. Die Lage bleibt jedoch immer gleich und auf das direkte Umfeld des Hauses haben Eigentümer in der Regel so gut wie keinen Einfluss. Aus diesem Grund können zwei Objekte, die sehr nah beieinander liegen, durchaus unterschiedlichen Wert haben.

Um Immobilien nicht unter Wert verkaufen zu müssen, sollten sich Eigentümer daher nicht unbedingt an den zum Verkauf stehenden Wohnungen in direkter Nähe orientieren. Liegt die betreffende Immobilie nur wenige hundert Meter weiter links oder rechts, so kann dort zum Beispiel ein ganz anderer Lärmpegel aufgrund von Bahnschienen oder einer Straße vorherrschen. Generell werten ein freier Blick und ein ausreichend großer Abstand zu Kindergärten, Schulen, Bahnschienen und stark befahrenen Straßen eine Immobilie auf.

Den Gebäudewert herausfinden


Neben der Lage ist natürlich vor allem das Gebäude selbst wichtig, um den richtigen Preis zu finden. Wird nur eine einzelne Wohnung verkauft, so zählen nicht nur die paar betroffenen Quadratmeter, sondern das komplette Gebäude. Schließlich kann die Wohnung nicht einfach umgesiedelt werden, wenn am Haus Schäden entstehen oder ähnliches. Zudem muss bei älteren Gebäuden erheblich mehr Energie zum Heizen aufgebracht werden; auch das macht den Wert geringer. Sowohl Käufer als auch Verkäufer sollten zur Bewertung des Gebäudes vor allem die Ausführungen der Fenster, die Wärmedämmung am Dach und an den Außenwänden und das Baujahr berücksichtigen. Auch die Art der Heizung spielt eine erhebliche Rolle. Ist diese bereits beim Kauf veraltet, so werden in naher Zukunft horrende Kosten auf die Eigentümer zukommen.

Der Wohnungswert


Je weniger Komfort in einer Wohnung vorherrscht, desto geringer ist der Wert. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Bäder und die verfügbare Heizungsart. Auch der Bodenbelag kann theoretisch schnell und einfach ausgewechselt werden - trotzdem sollte der Effekt auf den Preis nicht unterschätzt werden. Parkett sowie Dielenböden werten die Immobilie ungemein auf und Käufer sind bereit dazu, mehr auszugeben. Auch die Größe des Kellers, ein vorhandener Kamin und ein Aufzug lassen die Preise in die Höhe schnellen. Ist all das nicht vorhanden, kommt es zu erheblichen Abzügen.

Mit der Daumen-Formel den Wert am Markt schätzen


Mit der sogenannten Daumen-Formel können auch Laien verhältnismäßig einfach herausfinden, was eine Immobilie ungefähr wert ist. Hierzu wird die Jahresmiete minus der Kosten für die Bewirtschaftung mit einem Faktor von 18,5 multipliziert. Allerdings sollten Sie sich vorab informieren, welche Faktoren an Ihrem konkreten Wohnort tatsächlich verwendet werden. Je nach Gegend kann es sich um Faktoren zwischen 18 und 22 handeln. Der Wert schwankt entsprechend erheblich, je nachdem, ob sich die Immobilie auf dem Land oder in der Stadt befindet. Ein Sachverständiger hilft weiter, sofern der Preis noch gezielter ermittelt werden soll.
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