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Smarten Wasserhähnen gehört die Zukunft

30.10.2019 | Nicht nur Heizungen, Lüftungen und Jalousien werden heute per App über das Smartphone gesteuert. Das Konzept des Smart Home greift zunehmend auf Bad- und Küchenarmaturen über. Eine Entwicklung, die auch dem Klima zugutekommt. Schließlich ermöglichen die smarten Wasserhähne nicht nur einen ressourcenschonenden Wasserverbrauch, sondern machen in der Küche sogar Wasserflaschen und Wasserkocher überflüssig. Wir stellen nachhaltige Armaturen für Küche und Bad vor.

Foto: Jacek Dylag / Unsplash
Foto: Jacek Dylag / Unsplash


Auf Knopfdruck - sprudelndes oder kochendes Wasser aus dem Wasserhahn


Gefiltertes, sprudelndes, wohltemperiertes Wasser direkt aus dem Hahn: Ein Traum für alle, die es satthaben, Wasserkisten zu schleppen, denen das herkömmliche Leitungswasser aber einfach nicht schmeckt. Hersteller von Armaturen und Sanitärprodukten wie Grohe oder Blanco haben das erkannt. Sie bieten innovative Wassersysteme an, die dabei helfen, bewusster mit der Ressource Wasser umzugehen und Plastikmüll zu reduzieren. Wie funktioniert das genau?

Nehmen wir als Beispiel das Grohe Blue Home Produkt, eines der ersten smarten Wassersysteme auf dem Markt. Das Einsteigerpaket besteht aus einer Einhand-Küchenarmatur mit Kühlereinheit, Filter und CO2-Flasche für gekühltes und sprudelndes Wasser. Gesteuert wird das Wassersystem zu Hause per Smartphone-App. Sie zeigt nicht nur an, wann der Filter oder die CO2-Flasche ausgetauscht werden muss, sondern übernimmt auch gleich die Online-Nachbestellung bei Grohe. Zudem kann die App den Wasserverbrauch tracken und als Fernbedienung des Wasserhahns dienen.

Wer sich statt für gesprudeltes für kochend heißes Wasser aus der Leitung interessiert, wird bei den führenden Herstellern ebenfalls fündig. Hierfür werden Armaturen in Kombination mit Filtersets und Wasserboilern aus umweltfreundlichem Titan angeboten. Diese Boiler nehmen zwar noch viel Platz im Spültisch-Unterschrank in Anspruch, liefern dafür aber 100°C heißes Wasser auf Knopfdruck, was Wasserkocher überflüssig macht und Wartezeiten beim Kochen auf ein Minimum reduziert.

Effizient und multifunktional - so lassen sich die smarten Küchenarmaturen der Zukunft am besten beschreiben. Wozu durch die Nutzung verschiedener Geräte unnötig Strom verbrauchen, wenn man auch eine 3-in-1-Armatur haben kann? Wozu mehr Wasser als nötig zapfen, wenn es Küchenarmaturen wie die Blanco Evol-S gibt, die über eine integrierte Messbecherfunktion verfügen? Kein Wunder, dass das Geschäft mit den Wassersystemen boomt und Grohe jüngst vermeldete, dieses große Potenzial mit einem eigens dafür neu gegründeten Geschäftsbereich zukünftig noch mehr ausschöpfen zu wollen.

Intelligente Badarmaturen - ressourcensparende Technik im Bad

Nicht nur in der Küche geht der Trend hin zu mehr Effizienz. Auch im Badezimmer können Nutzer dank smarter Armaturen mittlerweile genau bestimmen, wie viel Wasser aus dem Hahn fließt und welche Temperatur es haben soll. Schließlich schont jedes Grad weniger heißes Wasser nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima. Und so sind auch in Privathaushalten immer öfter Infrarot-Sensoren im Waschbecken verbaut, dank denen das Wasser nur auf Handzeig fließt.

Neben der nachhaltigen Sensor-Technik und Eco-Elementen wie dem elektronischen Durchflussbegrenzer gibt es natürlich auch smarte Badarmaturensysteme, die das Dusch- und Badeerlebnis bereichern sollen. Mit einem Fingertipp können zum Beispiel Smart Tools aktiviert werden, die Temperatur, Licht- und Soundverhältnisse unter der Dusche verändern. Oder es wird per Knopfdruck die Badewanne gefüllt. Diese Tools sind einfach zu handhaben, erfordern jedoch präzise Voreinstellungen. So trägt die smarte Technik zu einer Individualisierung des Badezimmers ebenso bei wie zu einer effizienten, dem Bedarf exakt angepassten Wassernutzung.
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