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Sicheres Wohnen: Tipps für mehr Sicherheit im Alltag

05.05.2020 | Einbruchdiebstahl kommt in Deutschland leider sehr häufig vor. Immer öfter geschehen die sogenannten Sekunden-Einbrüche, bei welchen Diebe in kürzester Zeit wertvolle Dinge aus Häusern und Wohnungen entwenden. Wer einmal so etwas in seinen eigenen vier Wänden erlebt hat, weiß, dass das unangenehme Gefühl des Eindringens in die Privatsphäre nur schwer bewältigt werden kann. Damit Einbrecher keine Chance bekommen, empfiehlt sich die Nutzung verschiedener moderner Sicherheitstechniken.

Tipps für mehr Sicherheit im Alltag. Foto: pixabay.com
Tipps für mehr Sicherheit im Alltag. Foto: pixabay.com


In welchen Bereichen ist Absicherung besonders wichtig?

Die Anzahl an Wohnungseinbrüchen sank in den Jahren 2018 und 2019, was sich auch auf die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen zurückführen lässt. Das Augenvermerk liegt insbesondere auf den

  • Schlössern,
  • Türen,
  • Fenstern und
  • Rollläden.


Schlösser: Sie stellen einen Schwachpunkt in vielen Häusern dar, wobei die Auswahl an Schlössern groß ist. Generell sollte die DIN-Bezeichnung beachtet werden. Beispielsweise die DIN-Norm 18251 ist der Klasse vier bzw. fünf zugeordnet. Das bedeutet, die Schließanlagen verfügen über einbruchhemmende Eigenschaften. Bestenfalls lässt man sich von Fachleuten beraten, die gleichzeitig auch den Einbau vornehmen können. Was einigen Menschen dabei nicht bekannt ist: Viele Schlüsseldienste helfen nicht nur, wenn man sich ausgesperrt hat. So hält der Schlüsseldienst Karlsruhe beispielsweise auch individuelle Lösungen im Bereich der Sicherheitstechnik bereit.

Türen: Das A und O einer Haustür stellen ein Spion und ein Sperrbügel dar, sodass sie sich nur einen Spalt breit öffnen lässt. Oftmals werden Türen aufgehebelt. Aus diesem Grund ist ein mechanisch stabiler Rahmen von Vorteil. Er sollte außerdem fest mit dem Mauerwerk verbunden sein. Höheren Einbruchschutz bieten weiterhin Vollholztüren mit einer Stärke von mindestens 40 Millimetern und massive Türblätter.

Fenster: Am häufigsten dringen Einbrecher durch die Fenster ein. Besonders häufig wird die Sicherheit bei Terrassen- und Balkonfenstern vernachlässigt, was Dieben durchaus bekannt ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Schutz an dieser Stelle zu erhöhen. Zum einen sind absperrbare Zusatzsicherungen erhältlich, darunter Aufbruchssperren. Zum anderen helfen zusätzliche Rollgitter oder Gittertüren. Vor allem für den Keller empfehlen sich fest eingebaute Gitter. In vielen Fällen ist es möglich, die Fenster im Nachhinein mit abschließbaren Griffen auszustatten. Da häufig auch die Scheiben eingeschlagen werden, sollte man ausschließlich Sicherheitsglas bei einem Neubau verwenden. Ältere Fenster lassen sich mit Splitterschutzfolien nachrüsten.

Rollläden: Rollläden lassen in Bezug auf die Sicherheit oft zu wünschen übrig. In erster Linie werden sie als Sichtschutz installiert. Zwar kursiert das Gerücht, dass sie auf Einbrecher abschreckend wirken, was jedoch nicht bestätigt werden kann. Auch Dieben ist bewusst, wie leicht sie sich hochschieben lassen. Bestenfalls besorgt man sich auch hier einbruchhemmende Produkte der Widerstandsklasse 2. Auch der Einbau von Zusatzsicherungen kann hilfreich sein.

Zusätzlicher Schutz

Die Installation einer Alarmanlage lohnt sich für jeden Hausbesitzer. Sie schreckt allein durch ihren Anblick Einbrecher ab. Wird sie übersehen, ergreifen Diebe in der Regel spätestens bei der Alarmauslösung die Flucht. Die Anlagen werden immer kleiner, technisch ausgereifter und sind mittlerweile auch mit kleinem Budget erhältlich. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Alarmanlagen, die sich ins Netzwerk integrieren lassen. Dadurch besteht die Möglichkeit, jederzeit vom Smartphone oder einem anderen Endgerät sein Haus zu überwachen. Darüber hinaus kann aus der Ferne das Ein- oder Abschalten erfolgen.

Sinnvolle Verhaltensweisen zum Abschrecken von Einbrechern

Das Muster vieler Einbrecher hat sich geändert. Früher wurden Immobilien meist in der Nacht aufgesucht. Mittlerweile passiert nahezu jeder zweite Einbruch tagsüber. Vor allem, wenn die Besitzer am Arbeitsplatz sind oder Einkäufe erledigen, wird die Gelegenheit genutzt. Gleiches gilt für eine längere Abwesenheit, zum Beispiel der Urlaub. Unabhängig davon, ob man nur für eine kurze Zeit, mehrere Stunden oder Tage das Haus verlässt, empfehlen sich folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Grundsätzlich sollten ausnahmslos alle Fenster fest verschlossen sein. Auch die Kippstellung stellt ein Risiko dar.
  2. Die Tür ist nicht nur zuzuziehen, sondern abzuschließen.
  3. Ist man länger unterwegs, bittet man am besten Nachbarn, den Briefkasten in kurzen Zeitabständen zu leeren.
  4. Vorteilhaft ist, während einer Reise jemanden zu beauftragen, die Rollläden morgens hoch- und abends herunterzuziehen. Eine Alternative sind Zeitschaltuhren, die automatisch für die Erledigung sorgen. Sie lassen sich auch einsetzen, um beispielsweise eine Lichtquelle in den Abendstunden ein- und auszuschalten, sodass das Haus jederzeit bewohnt aussieht.


Sicherheitsmaßnahmen bereits beim Neubau beachten

Wer sich ein neues Haus errichten lässt, sollte bereits von Anfang an einen guten Einbruchschutz einplanen. Die Mehrkosten, die unter anderem durch den Einbau von einbruchhemmenden Türen und Fenstern entstehen, betragen etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Wer später nachrüsten muss, kann hingegen mit deutlich höheren Ausgaben rechnen.

Eine integrierte Alarmanlage kostet zwar zusätzliches Geld, jedoch rechnet sie sich in jedem Fall, wenn man sich für ein Modell entscheidet, dass auch gleich auf Gas und Rauch reagiert.

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