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Postbank-Prognose zur Entwicklung der Immobilienpreise bis 2030

21.10.2020 | Der diesjährige Bericht des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für den Postbank Wohnatlas 2020 zeichnet erneut einen deutlichen Aufwärtstrend der Kaufpreisentwicklung für Immobilien in Deutschland. Die Preise für Wohnimmobilien werden demnach weiterhin bis 2030 in vielen Städten und Regionen steigen. Deutlich sinkende Kaufpreise verzeichnen fast ausschließlich ländliche Regionen in den neuen Bundesländern.

Quelle: https://unsplash.com/

Preise für Wohneigentum steigen weiter an

Hauptgrund für die diese Tendenzen auf dem Immobilienmarkt ist der anhaltende Zuzug vom Land in die Städte der gesamten Republik. Die Experten rechnen nicht damit, dass sich diese Bewegung in den nächsten zehn Jahren maßgeblich verändern wird. Viel eher erwarten Sie, dass auch die an die großen Metropolen angrenzenden Landkreise durch deren steigende Beliebtheit einen Preisanstieg erfahren werden.

Diese Regionen und Städte sehen dem stärksten Preiswachstum entgegen

Die Preisentwicklung in den sieben größten Städten Deutschlands wird als durchweg steigend erwartet – was nicht weiter verwunderlich ist. Dabei steht München weiterhin unangefochten an der Spitze. 1,70 % reales Preiswachstum pro Jahr sagen die Experten für die bayerische Landeshauptstadt voraus. Auch abseits der Großstädte steigen die Immobilienpreise in Bayern. Sieben der zehn deutschen Städte und Kreise mit dem stärksten Preiswachstum pro Jahr werden demnach in Bayern liegen: dazu zählen neben dem Platzhirsch München (Stadt und Land) auch Rosenheim, Pfaffenhofen an der Ilm, Erding, Landsberg am Lech und Ebersberg.

Überraschender Spitzenreiter: Heilbronn

Die Baden-Württembergische Stadt Heilbronn zeigt nun schon seit einigen Jahren im Wohnatlas der Postbank auffällig starke Wachstumstendenzen. Mit 1,80 % pro Jahr ist das Preiswachstum hier sogar stärker als in München-Stadt. Verschiedene Hochschulen haben einen Standort in Heilbronn. Außerdem ist die Stadt attraktiv als Wohnort für die Mitarbeiter der Lidl-Zentrale in Neckarsulm, die laufend steigende Mitarbeiterzahlen verzeichnet. Mit einem Einbruch dieses Trends ist in den nächsten Jahren somit nicht zu rechnen. Wer also plant, in eine Immobilie zu investieren, ist mit dem Standort Heilbronn gut beraten. Immobilienmakler in Heilbronn berichten schon seit einiger Zeit von verstärktem Interesse an Investitionen in Wohneigentum.

Ist die Zukunft des privaten Wohneigentums in Gefahr?

Die Postbank gibt Entwarnung: Die stetige Wertsteigerung von Immobilien bedeutet nicht, dass Wohneigentum für Durchschnittsverdiener in Zukunft unbezahlbar wird. Der Traum vom Eigenheim ist also noch nicht geplatzt. In nur 6 % der deutschen Kreise und kreisfreien Städte müssen Kaufinteressierte damit rechnen, mehr als 30 % des Haushaltseinkommens für die Finanzierung aufbringen zu müssen. Dabei handelt es sich in erster Linie um die fünf größten deutschen Städte: In München sind es für Normalverdiener im Schnitt 49 % des Haushaltseinkommens, in Berlin 42,6 %, in Frankfurt 39,5 %, in Hamburg 37,7 % und in Stuttgart 31,7 %. Insgesamt 17 % des regional verfügbaren Einkommens in kreisfreien Städten und Kreisen wird durchschnittlich für die Finanzierung von Wohneigentum verwendet.

Langfristig ist Wohneigentum eine lohnende Investition. Zwar sind die monatlichen Kosten in den meisten Teilen Deutschlands etwas höher als bei einer Mietwohnung, Hauseigentümer zahlen jedoch durch die Finanzierung in die eigene Tasche. Beim Abzahlen Ihrer Immobilie bauen sie Vermögen auf. Steigende Immobilienpreise verstärken diesen Effekt noch. Viele Immobilienbesitzer sorgen mit dem Wohneigentum für das Alter vor, um später mietfrei wohnen zu können.

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