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Off-Market Immobiliengeschäfte am Beispiel House & Home Hamburg

23.09.2020 | Wer heutzutage ein Immobiliengeschäft in Betracht zieht, der denkt meist sofort an diverse Internetplattformen, auf denen es einfach und schnell möglich ist, die Immobilie vorzustellen und so zu verkaufen.

Beim Off-Market Verkauf einer Immobilie bleiben die Akteure im Verborgenen. Das minimiert die Konkurrenzsituation und kann sogar den Preis verbessern. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
Beim Off-Market Verkauf einer Immobilie bleiben die Akteure im Verborgenen. Das minimiert die Konkurrenzsituation und kann sogar den Preis verbessern. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)


Bezeichnet wird diese Art von Angebot und Verkauf als Online-Immobilienmarkt („On-Market“), der hauptsächlich von Privatpersonen aber auch von Gewerbetreibenden genutzt wird. Letztere sowie Investoren, die ganze Immobilienportfolios kaufen oder verkaufen möchten, müssen nicht zwingend im Internet klicken, um ihre Wunsch-Immobilie ausfindig zu machen oder zum Verkauf anzubieten. Die Alternative zum Online-Immobilienmarkt ist der Off-Market. Was hier passiert, verrät dieser Ratgeber am Beispiel von Off Market Immobilien Hamburg.

Welche Vorteile bieten Off-Market Immobilien?

Off-Market Immobilien gibt es nicht am Markt. Das heißt auch, dass die Konkurrenzsituation ebenso eine andere ist wie der Preis. Off-Market Immobilien werden unter anderem im Bekanntenkreis oder unter Nachbarn angeboten, direkt von Hausverwaltungen, aber in der Mehrheit von Steuerberatern, Anwälten, Bestattungsunternehmern, Maklern oder Banken. Auch Hausmeister und Handwerker haben oft Kenntnis darüber, welche Immobilien gerade zur Verfügung stehen – ohne, dass sie offiziell und online gelistet sind.

Im Off-Market passiert vieles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Immobilien werden angeboten, verhandelt und verkauft – wer sich dahinter verbirgt, bleibt ebenso im Geheimen wie bei einem Schattenspiel die Akteure. Foto: pixabay.com © Merio (CC0 Public Domain)
Im Off-Market passiert vieles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Immobilien werden angeboten, verhandelt und verkauft – wer sich dahinter verbirgt, bleibt ebenso im Geheimen wie bei einem Schattenspiel die Akteure. Foto: pixabay.com © Merio (CC0 Public Domain)


Was nötig ist, um Off-Market Immobilien anzubieten, ist ein gutes Netzwerk. In Aufbau und Pflege dessen hat House & Home viel Zeit investiert, um heute Gewerbeimmobilien einzeln oder komplette Portfolios in der D-A-CH-Region anbieten zu können. Die Vorteile für die Kunden liegen dabei auf der Hand: Sie erhalten Immobilien, auf die nur wenig andere Zugriff haben. Das exklusive Angebot spart Zeit – und zwar beiden Akteuren. Die Suchenden müssen sich nicht um eine große Auswahl und um zahlreiche, zeitraubende Besichtigungen kümmern und auch die Anbieter müssen nicht für eine große Auswahl an Interessenten zeitliche Kapazitäten freischaufeln. Zudem lassen sich Bieter-Runden, die Zeit und Geld gleichermaßen kosten, im Off-Market vermeiden.

Besichtigung, Transfer und Abwicklung verlaufen ebenso offline wie Angebot und Verkauf – allerdings nur mit wenigen, ausgewählten Interessenten. Nach diesem Prinzip wurde aus House & Home ein Partner für exklusive Immobiliengeschäfte – unter den ganz speziellen Off-Market Spielregeln.

Zum Vergleich: So tickt der On-Market

Den On-Market nur auf Online-Tätigkeiten zu beschränken und den Off-Market als das Angebot zu verstehen, bei dem Immobilien den Eigentümer wechseln, die nicht offiziell ausgeschrieben sind, wäre deutlich zu einseitig. Denn auch hinter dem On-Market verbirgt sich weit mehr als nur die Online-Anzeige.

Der On-Market ist zeit- und kostenintensiv. Bis es zum Verkauf kommt, gibt es oft mehrere Besichtigungen und Bieterrunden. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
Der On-Market ist zeit- und kostenintensiv. Bis es zum Verkauf kommt, gibt es oft mehrere Besichtigungen und Bieterrunden. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)


On-Market umfasst die Annonce in der Tageszeitung ebenso wie das Inserat auf Immonet, Immowelt und wie die anderen Online-Immobilien-Portale noch heißen. Der Vorteil von On-Market ist die Masse, die mit dem Angebot angesprochen wird. Diese Masse sorgt in gewisser Hinsicht auch für eine Vermittlungssicherheit, denn unter allen Internetnutzern wird sicherlich der geeignete Käufer zu finden sein. Diese große Menge an Menschen, bedeutet aber auch: Die Konkurrenz ist groß und die Preise können durch die erhöhte Nachfrage auch deutlich in die Höhe steigen. Zudem ist der On-Market eher weniger dazu geeignet, spezielle Gewerbeimmobilien oder gar Portfolios zu vermitteln.

Von Hamburg aus in die D-A-CH-Region

Der Sitz des Off-Market Unternehmens in diesem Beispiel, der House & Home Real Estate GmbH, befindet sich in Hamburg. Immobilien, die via Off-Market angekauft oder verkauft werden, sind hingegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verstreut. Einen großen Pool an Immobilien gibt es bei House & Home nicht. Stattdessen erfolgen im Auftrag einzelner Kunden eine Marktpreisermittlung, ggf. die Klärung der Gutachter- und Kostenfrage sowie die Aufnahme der individuellen Wünsche an die Immobilien und das zu investierende Budget. Ein Blick auf die bis dato erfolgreich vermittelten Gewerbeimmobilien von House & Home zeigt, wie vielseitig das Unternehmen im fast schon heimlich anmutenden Off-Markt aktiv ist. Vermittelt werden sowohl Geschäfts- als auch Wohnhäuser, Bürokomplexe, Einzelhandelsimmobilien, Pflegeeinrichtungen, Hotels, Logistikbetriebe, Fabriken sowie Baugrundstücke und Villen.

Wie verbreitet ist das Thema Off-Market eigentlich?

Eine Studie, die sich auf Erhebungen aus dem Jahr 2017 bezieht, zeigt, dass allein in 2017 40 Milliarden Euro an Immobilienwert den Eigentümer gewechselt haben sollen – ohne dass die dazugehörigen Immobilien oder Käufer jemals offiziell publik gemacht wurden. Zum Vergleich: Von Maklern gemeldet wurde ein Immobilienwert von 70 Milliarden Euro. Damit belief sich der komplette Immobilienmarkt im Jahr 2017 auf 110 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von über 36 Prozent. Ein ähnlich hoher Prozentsatz sei anzuführen bei der direkten Ansprache ausgewählter Investoren, sprich beim Rückgriff auf das Off-Market Netzwerk.

Zu bedenken bleibt mit Blick auf diese Zahlen, dass die Dunkelziffer der Off-Market Aktivitäten deutlich höher ausfallen könnte, denn gerade im Off-Market gibt es Ausschlussklauseln, die dafür sorgen, dass offline und im Stillschweigen getätigte Immobiliengeschäfte in keiner Statistik auftauchen. Maklerhäuser weisen diese Annahme zwar zurück. Belastbare Zahlen, die diese Annahme widerlegen oder bestätigen, gibt es aktuell allerdings nicht.

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