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Niedrigzinsphase und steigende Immobilienpreise

13.06.2018 | Wer heute eine Immobilie erwerben will, hat einerseits gute Chancen auf günstige Kredite, denn die Niedrigzinsphase hält weiter an, andererseits aber steigen aber die Immobilienpreise unaufhörlich nach oben. Somit gilt es nicht unnötig lange zu überlegen, ob sich der Hauskauf lohnt, denn je länger man wartet, desto mehr Geld muss investiert werden. Wer sich frühzeitig für den Hauskauf entscheidet, kann von zukünftig steigenden Immobilienpreisen profitieren. Dennoch sollte die Kreditaufnahme selbstverständlich gründlich durchdacht sein.
Foto: pixabay.com


Immobilienpreise: Tendenz steigend


Zwar gibt es durchaus regionale Unterschiede bei den Immobilienpreisen, dennoch geht der Trend allgemein nach oben. Insbesondere in Großstädten sind sowohl die Kaufpreise als auch die Mieten in den letzten Jahren stark gestiegen. In den kommenden Jahren werden sie voraussichtlich weiter steigen, ein Ende ist vorerst nicht abzusehen. Ein Grund für diese Entwicklung ist das seit langer Zeit niedrige Zinsniveau, was zu einer erhöhten Nachfrage sowohl für Bestandsimmobilien als auch Bauland sorgt. Auch die zahlreichen staatlichen Förderungen sind mitverantwortlich für diese erhöhte Nachfrage.

Hausfinanzierung ganz ohne Eigenkapital


Angesichts dieser Lage ist es für viele eine Option, den Hauskauf gänzlich ohne Eigenkapital zu finanzieren, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Bei dieser Variante der Immobilienfinanzierung werden 100% oder sogar mehr kreditfinanziert. Durch diese Variante der Immobilienfinanzierung kann man sich schnell von steigenden Mieten trennen und dieses Geld in privates Eigentum investieren. Wenn kein Eigenkapital vorhanden ist, kann man also dennoch das Projekt Immobilienfinanzierung angehen. Pauschal kann man nicht sagen, ob eine solche Finanzierung vorteilhaft oder mit Nachteilen behaftet ist, vielmehr müssen jeweils die individuellen Umstände berücksichtigt werden. Wie bei jedem Kredit, sollte die Planung gewissenhaft durchgeführt werden und alle Optionen abgewägt werden. Unter Umständen ist eine solche Finanzierung jedoch durchaus eine Möglichkeit, schnell in die eigenen vier Wände zu ziehen.

Pro und Contra


Ein solches Vorhaben hat natürlich Vor- und Nachteile. Der Hauptgrund für eine Kreditaufnahme für eine eigene Immobilie ist der Wegfall der Miete. Eine Doppelbelastung durch Kreditzahlungen und Ansparen von Eigenkapital entsteht bei der Hausfinanzierung ohne Eigenkapital nicht. Somit kann man direkt vom Eigentum profitieren und schafft sich gleichzeitig eine solide Altersvorsorge. Da die Finanzierung sofort beginnen kann, ist es möglich, auch kurzfristig auf Grundstücke bzw. Immobilien zuzugreifen. Nachteilig wirkt sich eine Finanzierung ohne Eigenkapital auf die Gesamtkosten des Kredits aus. O ist mit einer höheren Zinsbelastung sowie mit einer höheren Kreditrate bzw. einer längeren Laufzeit zu rechnen.

+ Kein Eigenkapital notwendig
+ Die Finanzierung kann sofort beginnen
- Höhere Zinsen als bei Finanzierung mit Eigenkapital
- Höhere Kreditrate / längere Laufzeit


Foto: pixabay.com


Allgemein sollte man eine solche Finanzierung nur angehen, wenn sichergestellt ist, dass die Kreditraten auch tatsächlich langfristig getilgt werden können. Unbedingt sollte man bei der Finanzierung ohne Eigenkapital beachten, eine möglichst lange Zinsbindung für eine Kalkulationssicherheit zu schaffen und das Risiko einer Änderung der Zinsen zu minimieren. Unter folgendem Link kann man sich weiterführend zum Thema Haus kaufen informieren.

Staatliche Förderung nutzen


Auch und gerade bei einer Finanzierung ohne Eigenkapital sollte man nicht auf staatliche Förderungen verzichten. Insbesondere Familien haben gute Aussichten auf attraktive Bezuschussungen. Es gibt eine ganze Reihe von Zulagen, Zinszuschüssen oder auch Steuervorteilen, die man unter Umständen in Anspruch nehmen kann.

  • Familienförderung
  • Mit dem Baukindergeld will der Staat es jungen Familien ermöglichen sich ein Eigenheim leisten zu können. Dabei werden bis zu 1200 Euro pro Kind über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren vergeben. Wie viel Zuschüsse möglich sind, hängt neben der Anzahl der Kinder auch vom jeweiligen Einkommen der Familie ab. Gerade einkommensschwache Familien können hier profitieren.


  • KFW
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet besonders zinsgünstige Kredite im Rahmen des Wohneigentumprogramms an. Weiterhin gibt es hier Zinsvergünstigungen und Zuschüsse für das Bauen von energiesparenden Häusern. Genaue Informationen erhält man auf der KFW-Homepage: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/


  • Förderungen der einzelnen Bundesländer
  • Viele Förderprogramme werden auch von einzelnen Bundesländern gegeben. Hier unterscheiden sich die Angebote je nach Region. Beispielsweise gibt es vergünstigte Kredite, Erbbau Angebote oder auch Förderungen für nachhaltiges Bauen. Es lohnt sich in jedem Fall, sich im jeweiligen Bundesland nach möglichen Förderungen zu erkundigen.


Ob eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital tatsächlich Sinn macht, hängt wie bereits erwähnt immer von den individuellen Umständen ab. Aufgrund der wohl zukünftig weiter steigenden Immobilienpreise ist es jedoch durchaus eine Option jetzt zuzuschlagen, insbesondere dann, wenn der Hauskauf innerhalb der nächsten Jahre ohnehin angegangen werden sollte. Somit kann man zukünftig auch von den steigenden Immobilienpreisen profitieren.
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