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Nachhaltig und zeitlos: Bauen und Einrichten mit Holz

15.03.2019 | Der Holzbau boomt. Aus dem nachwachsenden Rohstoff entstehen nicht mehr nur traditionelle Fachwerk- oder Blockhäuser, sondern auch moderne Einfamilienhäuser, mehrstöckige Gebäude und sogar Hochhäuser. Häufig kommen dabei Massivholzelemente zum Einsatz, die einerseits als tragende Konstruktion dienen, sich andererseits aber auch als Gestaltungselemente eignen: Holzwände oder -decken verbreiten ein behagliches Flair. Bauen und Einrichten mit Holz hat aber noch viele weitere Vorteile.
 

Bildrechte: Flickr Plot 4.1: The Timber House Tom P CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Bildrechte: Flickr Plot 4.1: The Timber House Tom P CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten


Ein Massivholzbau kann innerhalb kürzester Zeit errichtet werden. Die Wand-, Dach- und Deckenelemente, die häufig aus Brettsperrholz bestehen, werden vom jeweiligen Hersteller vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und vor Ort zusammengesetzt. Bei einem Einfamilienhaus steht der wetterfeste Rohbau innerhalb von etwa drei Tagen. Da die Holzelemente je nach Hersteller und System in verschiedenen Ausführungen gefertigt werden, lassen sich individuelle Entwürfe umsetzen. Außerdem ist es bei einem Holzhaus sehr einfach, nachträglich Änderungen vorzunehmen, beispielsweise, wenn zusätzliche Fenster oder Türen eingebaut werden sollen.

Nicht immer sieht man einem Haus an, dass seine tragende Konstruktion aus Holz besteht, denn mitunter verschwinden die Massivholzelemente unter Putz oder Klinker. Dafür sind sie allerdings fast zu schade: Schließlich wirkt Holz nicht nur zeitlos, sondern strahlt auch Wärme und Behaglichkeit aus. Wer ein Massivholzhaus plant, sollte deshalb in Erwägung ziehen, Holzwände oder -decken (teilweise) sichtbar zu lassen. Die perfekte Ergänzung zu den ebenso cool wie gemütlich wirkenden Wänden oder Zimmerdecken aus Holz sind Möbel aus Massivholz, die es in ganz unterschiedlichen Ausführungen gibt. Ob man den rustikalen, verspielten Landhausstil oder skandinavisches Design mit klaren Linien bevorzugt – zu den schlichten Massivholzelementen des Hauses passt so gut wie jeder Wohnstil.

Auch was den Wohnkomfort angeht, punkten Massivholzhäuser. So funktioniert beispielsweise ihr Wärmeschutz besonders gut: Bei niedrigen Außentemperaturen sinkt die Temperatur innerhalb des Hauses nur langsam, sodass weniger Heizenergie benötigt wird, um es wohlig warm zu halten. Umgekehrt bleibt es bei großer Hitze im Haus länger kühl. Auch sind die massiven Holzelemente nicht anfällig für Schimmel, denn sie können Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und wieder abgeben – besonders im Hinblick auf allergikergerechtes Bauen ist dies ein entscheidender Vorteil. Nicht zuletzt bieten Massivholzhäuser einen guten Schallschutz gegen Lärm von außen sowie innerhalb des Hauses.

Und noch etwas spricht für das Bauen mit Holz: Es ist gut fürs Klima. Denn: Bäume speichern Kohlenstoffdioxid (CO2). Wird ein Baum gefällt und sein Holz als Baumaterial genutzt, so bleibt das klimaschädliche CO2 darin gespeichert. Am Ende seiner Nutzungsdauer, die viele Jahrhunderte betragen kann, kann Holz als Brennstoff verwertet werden oder es verrottet – erst dann wird der gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt. „Bauen mit Holz ist deshalb aktiver Klimaschutz“, meint Architekt Florian Lichtblau im Interview mit Holzbau Deutschland, dem Bund Deutscher Zimmermeister. Im Gegensatz dazu wird beispielsweise bei der Herstellung von Stahlbeton eine Menge CO2 ausgestoßen. Kein Wunder also, dass Holz als der Baustoff der Zukunft schlechthin gilt.
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