« zurück zur Liste

Moderne Software vereinfacht Immobilienverwaltung

Die Immobilienbranche ist mitten im technologischen Wandel, von dem Eigentümer und Vermieter in vielerlei Hinsicht profitieren. Die moderne Immobilienverwaltung zeigt, wie das möglich ist.


Immobilienbranche – bedeutungsvoll, aber rückständig?


Die Immobilienbranche ist – mit Blick auf die Beschäftigungszahl und Wertschöpfung für Investoren und Eigentümer – einer der größten Wirtschaftszweige in Deutschland. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) meldet, dass über 817.000 Unternehmen und drei Millionen Erwerbstätige in der Immobilienbranche tätig sind. Das sind rund 25 % aller Unternehmen in Deutschland und 10 % der Erwerbstätigen. Mit einer Bruttowertschöpfung von 500 Milliarden Euro erzielte die Branche im Jahr 2015 rund 18 % der Gesamtwertschöpfung.

Darüber hinaus zeigt sich der deutsche Immobilienmarkt – trotz der aktuellen Preisentwicklung – besonders stabil, und damit attraktiv für Investoren und private Eigentümer. Selbst in Krisenjahren um 2008 herum hat sich in Deutschland keine „Immobilienblase“ gebildet. Das lag insbesondere an der Immobilienfinanzierung, die in Deutschland auf Festzinsen und einer hohen Eigenkapitalquote aufbaut. Wenngleich Geldinstitute Vollfinanzierungen anbieten, finanzieren die Deutschen ihren Traum vom Eigenheim mit bis zu einem Viertel Eigenkapital.

Aufgrund ihrer hohen Bedeutung für die Gesamtwirtschaft und die Gesellschaft ist es wichtig, dass die Immobilienbranche den Anschluss an die Digitalisierung nicht verpasst. Zwar schreitet die Transformation bereits voran, laut der ZIA ist Deutschland – unter anderem im Vergleich zu Skandinavien, Australien und den USA – aber mindestens drei Jahre im digitalen Rückstand.

Die digitale Immobilienbranche: Ein Blick in die Zukunft


Die Digitalisierung ist einer der zentralen Trends der „Real Estate 2020“-Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC), der die Immobilienbranche nachhaltig verändern und die Industrie vorantreiben wird. Wie in vielen Wirtschaftssektoren sind auch in der Immobilienbranche die Endkunden die treibende Kraft hinter der Digitalisierung. Es ist ihr Wunsch nach einfacheren, schnelleren Kommunikations- und Verhandlungsprozessen, der die Branche in eine neue Ära überführt. Schluss mit Mietverträgen und Selbstauskünften, die händisch unterzeichnet und per Fax verschickt werden müssen. Schluss mit endlos vielen Aktenordnern, in denen sich Papiere und Dokumente sammeln, bei denen es nicht nur an Übersichtlichkeit mangelt, sondern gleichfalls auch an ökologischer Verantwortung. Darüber hinaus könnten digitale Lösungen die Vernetzung und den effizienten Austausch zwischen verschiedenen Beteiligten wie Vermietern, Verwaltern und Dienstleistern verbessern.

Insbesondere im Bereich des Mietwohnungsmarkts zeigt sich, wie hilfreich und notwendig moderne Lösungen sind. Rund 61 % des Marktes sind in der Hand privater Eigentümer, nur 39 % werden von gewerblichen Anbietern gehalten. Vor allem aber die privaten Vermieter haben viel Aufwand mit der Verwaltung der Mieteinheiten. Nur schwer sind Hausverwaltungen zu finden, die eine oder wenige Mietwohnungen betreuen. In der Regel verwalten sie eine höhere Anzahl von Wohnungen. Und wenn der private Eigentümer eine Hausverwaltung gefunden hat, die sich um verschiedene Belange der Vermietung kümmert, sind die Kosten vergleichsweise hoch. Denn Hausverwaltungen rechnen pro Einheit ab und die Preise sinken mit der steigenden Anzahl von Wohneinheiten.

Um Kosten zu sparen, setzen viele Vermieter daher auf die Verwaltung in Eigenregie. Sie arbeiten mit „Papier und Stift“, nutzen Excel-Tabellen als Übersicht für Mieteinnahmen und Zahlungsausgänge und legen Dokumente und Unterlagen in Aktenordnern ab.

Moderne Software erleichtert Immobilienverwaltung


Eine Möglichkeit der modernen Immobilienverwaltung sind die sogenannten PropTechs, die sich mehr und mehr in der Immobilienbranche etablieren und die digitale Transformation vorantreiben. Es sind Softwarelösungen, mit denen sich verschiedene Aufgaben der Immobilienverwaltung einfach, zeitsparend und ortsunabhängig realisieren. Und davon profitieren nicht nur private Eigentümer, sondern auch größere Hausverwaltungen.

Ob eine Mietwohnung oder mehrere Mietshäuser mit vielen Einheiten: Mit Hilfe einer Immobilienverwaltungssoftware lassen sich Aufgaben – wie die Kontrolle von Mieteingängen oder die Nebenkostenabrechnung – unkompliziert umsetzen. Ein Blick in den Account gibt direkt Aufschluss über Zahlungsrückstände, über den Leerstand oder über die Rendite des Mietobjekts. Letztere haben viele (private) Vermieter nicht im Blick und vergessen, dass es sich bei der Vermietung von Immobilien auch um eine Investition handelt.

Orts- und zeitunabhängig Immobilien, Mieter und Dokumente verwalten


Über eine Verwaltungssoftware steht Vermietern gleichzeitig die gesamte „Dokumentation“ für jeden Mieter jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung. In der Regel wird für eine Immobilienverwaltungssoftware lediglich ein Computer oder ein Smartphone mit Internetverbindung benötigt. Über einen Account – es gibt kostenlose und zahlungspflichtige – können die Daten der Mieter, die Mieteingänge oder -rückstände, Mietverträge, Briefwechsel, Abrechnungen und vieles mehr eingesehen, angelegt und verwaltet werden. So können von unterwegs beispielsweise Rechnungen an Handwerker beglichen und für die Betriebskostenabrechnung abgespeichert werden.

Alle relevanten Informationen lassen sich in einer Software bündeln, was nicht nur das Zeitmanagement der Verwaltung effizienter gestaltet (aufgrund der orts- und damit zeitunabhängigen Nutzung), sondern auch den Aufwand insgesamt reduziert. Die Softwarelösungen bieten teilweise die Möglichkeit, mit wenigen Klicks eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen, die darüber hinaus auch noch alle formalen Anforderungen erfüllt und somit rechtssicher ist. Auch hier kann der Vermieter viel Zeit und Mühe sparen und muss kein Geld für eine Hausverwaltung ausgeben. Im Vergleich zur Arbeit mit Papier und Excel lässt sich zudem das Fehlerrisiko minimieren, dass bei Nebenkostenabrechnungen recht hoch ist. Fehlende Kostenposten, falsche Mieterangaben, fehlerhafte Berechnungen. Immobilienverwaltungssoftware listen die Betriebskostenarten auf, diese müssen ausgefüllt, den Mietern zugeordnet und passend umgelegt werden. Alles Weitere berechnen die Systeme automatisch und generieren am Ende eine versandfertige Abrechnung inklusive Name, Anschrift und Wohnung des Mieters und Vermieters.

468865
« zurück zur Liste