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Karriere: 3 erfolgversprechende Weiterbildungen für Immobilienmakler im Überblick

11.12.2020 | Für Immobilienmakler gibt es die Fortbildungspflicht, die in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) geregelt ist. Hier sind innerhalb von drei Jahren mindestens 20 Weiterbildungsstunden nachzuweisen. Doch viele Immobilienmakler bilden sich auch gerne weiter, weil sie sich spezialisieren wollen oder höhere Ziele anstreben.

3 erfolgversprechende Weiterbildungen für Immobilienmakler im Überblick. Foto: pixabay.com
3 erfolgversprechende Weiterbildungen für Immobilienmakler im Überblick. Foto: pixabay.com


Wissen schafft Vertrauen und hilft in Beratungen

Handel oder Mietung von Immobilien sind eine heikle Angelegenheit. Deshalb hat der Gesetzgeber hier auch besonders viele Vorschriften und Regelungen zum Schutz von Eigentümern, Mietern und Käufern geschaffen. Allein hier gibt es regelmäßig Änderungen, die Inhalt von Maklerfortbildungen sind. Über dieses Basiswissen hinaus, gibt es jedoch so viele Aspekte, über die Interessenten für Immobilien Informationen haben möchte, dass die Weiterbildungsangebote im Immobilienbereich sehr vielfältig und spannend machen. Denn Antworten geben zu können, schafft Vertrauen zum Kunden, sorgt für Kundenzufriedenheit und sichert ein aktives Empfehlungsmarketing. Daher orientieren sich erfolgreiche Makler auch auf Themenbereiche abseits von Handel, Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien, wie beispielsweise Themen der Energiepolitik, Finanzierungsmöglichkeiten und steuerliche Aspekte, die Käufern nutzen.

Außerdem ist es hilfreich, wenn Makler sich mit den modernen Technologien auseinander setzen und in der Lage sind, virtuelle Wohnungsbesichtigungen anzubieten, Exposés und Webseiten selbst zu erstellen und Grundlagen der Bildbearbeitung haben, jedenfalls wenn sie keinen großen Konzern oder Mitarbeiterstab haben, die solche Aufgaben übernehmen. Auch Sprachkurse sind ggf. für Makler von Bedeutung, wenn sie im Ausland arbeiten möchten oder internationale Kunden im Inland betreuen.

Drei Weiterbildungen mit Erfolgsgarantie

Um fachlich für die Arbeit als Immobilienmakler gerüstet zu sein, ist die Ausbildung oder Umschulung zum Immobilienkaufmann eine gute Basis. Die Regelung über die Industrie- und Handelskammern wird von den Menschen geschätzt und ein IHK-Abschluss als seriöser Nachweis über die Kompetenz gewertet. Wer bereits eine Weile im Beruf steht und dies glaubwürdig nachweisen kann, darf die Prüfung auch ohne vorangegangenen Kurs ablegen, wenn er sich das zutraut. Hierfür muss er die Zulassung zur Externenprüfung bei der IHK beantragen.

Liegt der Abschluss vor oder wurden bereits Berufserfahrung gesammelt, so sind Weiterbildungen in den Bereichen Sachbearbeitung, Wohnungsverwaltung, Mietrecht etc. erforderlich, um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Auch Soft Skills wie die Kommunikation mit Mietern, Eigentümern, Behörden oder Bauträgern werden in diesem Bereich angeboten.

Der Immobilienökonom ist ein weiterführendes Studium und dem Betriebswirt gleichgestellt. Um diese Weiterbildung machen zu dürfen, muss in der Regel die Fachhochschulreife, ein branchenbezogenes Studium oder eine relevante kaufmännische Berufsausbildung nachgewiesen werden.

Die Qualifizierung zum Immobilienökonom wird inzwischen berufsbegleitend und teilweise auch als Fernstudium angeboten, so dass während der Zeit weiter gearbeitet werden kann.

Für viele Weiterbildungen gibt es Förderungen, die auch bei knappen finanziellen Mitteln, zu Bildungen und Zertifikaten verhelfen.

Verwandte Themengebiete

Wer bei Immobilien über den Gartenzaun des Eigenheims schaut und sich auf die Immobilienwirtschaft der Zukunft orientiert, der ist schnell mit den Themen Digitalisierung, Tourismusimmobilien, Bau, Denkmalschutz und Energieeffizienz in Berührung. Auch hierauf reagiert der Seminarmarkt und bietet Kurse an, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Bezugsbranchen erleichtern.

Gerade die Digitalisierung spielt auch in der Immobilienbranche eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt kommt die kontaktlose Schlüsselübergabe auch in Pandemiezeiten jedem Vermieter und das nicht nur in Kurzzeitvermietungen oder der Tourismusbranche, zugute. Mit Smart-Home Anwendungen wird eine optimale Sicherheit gewährleistet. Das leidige Thema der verlorenen Schlüssel wird über digitale Schließeinrichtungen bald der Vergangenheit angehören und bei komplexen Anlagen mit Schließsystemen die Kosten deutlich minimieren.

Bausicherheit, Brandschutz und Gewerbeimmobilien sind ebenfalls Lerninhalte, die viele Interessenten finden. Bei der Arbeit in kommunalen Wohnungsverwaltungen spielen auch sozialrechtliche Vorschriften eine Rolle, die ebenfalls in Weiterbildungsmaßnahmen vermittelt werden.

Gewohnt wird immer

Ein Dach über dem Kopf ist ein Grundrecht für jeden Menschen. Daher kann pauschal gesagt werden: Gewohnt wird immer. Wir wissen, dass aktuell der Wohnraum nicht ausreicht, viele in der aktuellen Wohnsituation unzufrieden sind, aber keine passendere und bezahlbare Wohnung finden. Der Traum vom eigenen Haus ist eine Anlage, die der Mensch seit Urzeiten in sich trägt.

Gewerbeimmobilien werden immer gebaut. Inzwischen werden nicht mehr nur die Vorteile der Globalisierung gesehen, sondern auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz mehr in den Firmenphilosophien berücksichtigt. Gewerbegebietserschließungen und –Bewirtschaftungen sind also ebenfalls ein Arbeitsbereich für Immobilienmakler.

Sich fortzubilden sichert einem Immobilienmakler seinen Bestand am Markt. Ob er dabei schon vor dem Kauf eines Grundstückes aktiv wird, einen Bau begleitet oder bei der Suche nach Investoren hilft, wird von den persönlichen Interessen bestimmt, aber natürlich auch von der Kompetenz, des Maklers. Die kommunale Wohnungswirtschaft ist schon lange an ihre Grenzen gestoßen und sucht kompetente Berater und Mitarbeiter. Wer keine eigene Agentur eröffnen möchte, kann auch in Festanstellung arbeiten.

Folglich sichert ein guter Bildungsstand auch die eigene Existenz und den Beruf.

Seminare abseits des Beruflichen

Wer krank ist, kann nicht arbeiten. Daher ist es auch sinnvoll, seinen Beruf nicht nur auf den Säulen des fachlichen Wissens zu bauen, sondern auch für sich selbst zu sorgen und seine Gesundheit zu fördern, zu schützen und zu erhalten. Dabei helfen Seminare zu den Themen Zeitmanagement, Umgang mit Stress, Arbeitsorganisation, Entspannungstechniken, aber auch Kurse, die Freizeitinteressen wie Kochen, Sport oder Kreativitätstechniken vermitteln.

Ein Makler wird mit verschiedenen Schicksalen konfrontiert. Nicht jeder verkauft ein Haus oder Grundstück mit Freude. Techniken zu kennen, die ein Abgrenzen erleichtern und die professionelle Distanz stärken, beugt Stress vor und erhöht die Lebensqualität.

Der Beruf des Immobilienmaklers verlangt zeitliche Flexibilität, Geschick im Umgang mit Menschen und ist mit großen organisatorischen und psychischen Belastungen verbunden. Entwicklungen am Finanz- und Arbeitsmarkt beeinflussen die Arbeit des Maklers ebenso wie aktuell die Pandemie. Starke Nerven sind nicht nur ein Geschenk der Natur, sondern können mittels Mentaltechniken trainiert werden. Auch hier gibt es Kurse, die sich an erfolgsorientierte Menschen, Spitzensportler aber auch an Menschen mit Berufen im Rettungs- und Katastrophendienst richten.

Fazit: Wissen gibt Sicherheit und schafft Vorteile. Daher ist es für einen Immobilienmakler wichtig, sich über die verpflichtenden Fortbildungsstunden hinaus weiterzubilden. Lebenslanges Lernen wird in allen beruflichen Bereichen gefordert und macht vor dem Immobiliensektor nicht Halt. Erfolg ist jedoch nicht nur eine Frage des Wissens, sondern auch der Persönlichkeit und der eigenen Gesundheit. Entsprechend können die Fort- und Weiterbildungen sich abwechslungsreich organisieren lassen, damit es am Ende nicht heißt: Aus Fehlern lernt man.

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