« zurück zur Liste

Jugend und Wohneigentum: Mehr als die Hälfte der 20- bis 29-Jährigen wollen eine eigene Immobilie

13.01.2022 | Nachhaltig und umweltfreundlich leben und wohnen, am besten im eigenen Haus mit Garten: Das wünscht sich die Mehrheit der Millennials und der Generation Z, wie eine aktuelle Studie zeigt. Know-how für den Weg zum eigenen Heim gibt es im Internet.

Geeignete Office-Räumlichkeiten finden - Foto: pixabay.com - 5238834, Tumisu
Geeignete Office-Räumlichkeiten finden - Foto: pixabay.com - 5238834, Tumisu


Nachhaltig ins Eigenheim

Eigentlich wird der jungen Generation nachgesagt, dass sie als Digital Natives im Internet zu Hause sind. Dennoch: Im richtigen Leben herrscht der Wunsch nach einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung vor. Das bringt eine repräsentative Forsa-Studie mit dem Titel „Zukunft Wohnen“ an den Tag, die vom Direktversicherer CosmosDirekt in Auftrag gegeben wurde.

In der Umfrage geben 63 Prozent der befragten 20- bis 29-Jährigen an, dass sie sich eine eigene Immobilie wünschen. Passend zum Zeitgeist liegt dabei klimagerechtes Wohnen hoch im Kurs: 71 Prozent der jungen Umfrageteilnehmer bevorzugen eine umweltfreundliche Energieversorgung, gepaart mit einer guten Wärmedämmung.

Dieser Trend setzt sich auch beim Wunsch nach einem eigenen Garten fort: Von ihm träumen 47 Prozent der Befragten. 44 Prozent möchten immerhin noch einen eigenen Balkon oder eine Terrasse, und 43 Prozent wollen ein Zuhause, dass dem Klimawandel standhält. 34 Prozent der jungen Deutschen wollen raus aus den Metropolen: Sie träumen von einem Heim im Grünen, außerhalb der Städte.

Befragt wurden 1.003 Frauen und Männer zwischen 20 und 50 Jahren in Deutschland. Die Befragungszeitraum fand im Juli 2021 statt.

Immobilien-Know-how aus dem Netz

Der Wunsch der jungen Generation nach Wohneigentum bleibt für viele abstrakt, denn der Weg zur eigenen Immobilie wird von vielen als zu kompliziert und risikoreich empfunden. Dabei gibt es viele Informationsquellen, die online darüber aufklären, wie junge Interessenten zu ihrer Immobilie kommen.

Ein gutes Beispiel ist ein Hörbeitrag des Podcasts „tecis – Finanzberatung deiner Generation“. Hier erklärt der tecis-Berater Robin Ganser im Interview die nötigen Grundlagen für den Erwerb einer Immobilie zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage.

Ein Thema ist dabei der Start: Ganser empfiehlt, so früh wie möglich nach dem Motto „mehr einnehmen als ausgeben“ mit dem Ansparen von Eigenkapital zu beginnen. Erstrebenswert ist eine Summe von 20.000 bis 25.000 Euro.

Danach müssen sich potenzielle Immobilienkäufer die grundsätzliche Frage stellen, ob sie bereit sind, einen Kredit für einen Immobilienkauf aufnehmen. Ist diese Frage bejaht, muss für die Bank als Kreditgeber die persönliche Bonität dokumentiert werden. Zur Dokumentation gehören unter anderem ein sauberer Schufa-Eintrag sowie die letzte Steuererklärung.

Auch zur Auswahl einer Traum-Immobilie zur Eigennutzung hat der Experte des Finanzberatungsunternehmens tecis einige Tipps parat: So ist die Lage für eine mittel- bis langfristige Wertsteigerung der Immobilie entscheidend. Das sollten Käufer im Hinterkopf haben, wenn sie sich auf die Suche nach einem Objekt in einem urbanen Szeneviertel oder auf dem Lande machen. Auch die Verkehrsanbindung spielt hier eine wichtige Rolle.

Die generelle Frage, ob sich ein Immobilienerwerb bei derzeit hohen Preisen noch lohnt, bejaht der Immobilienexperte von tecis klar. Grund sind die niedrigen Zinsen. Sie machen die monatlichen Raten fürs Haus günstiger.

Immobilien als Kapitalanlage

Bei einem Haus oder einer Wohnung als Anlageobjekt wir die Rendite in erster Linie über Mieteinnahmen erwirtschaftet. Laut Ganser stellt sich zuerst die Frage, ob ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie erworben werden soll. Beides hat Vor- und Nachteile, so der tecis-Berater.

Bei einem Neubau winken zahlreiche Förderungen, von denen der Bauherr profitieren kann. Ein Nachteil ist die Ungewissheit, wann beispielsweise die einzelnen Wohnungen eines Mehrfamilienhauses zu vermieten sind – etwa durch Verzögerungen während des Baus.

Eine Bestandsimmobilie hat den Vorteil, dass fast alle Ausgaben und Einnahmen im Vorfeld berechenbar sind. Anderseits gibt es unregelmäßig anfallende Renovierungskosten, etwa nach dem Auszug eines langjährigen Mieters.

Nichtsdestotrotz kann der Besitzer einer Bestandsimmobilie vieles steuerlich geltend machen. Zudem können die Mieteinnahmen in Zukunft helfen, weitere Immobilienkäufe zu finanzieren.

468865/1601
« zurück zur Liste