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Investor oder Spekulant – Welcher Typ sind Sie?

20.03.2018 | Als Investmentprofi wird man häufig gefragt, ob man in diesem Job als Investor oder Spekulant tätig ist. Um herauszufinden welcher Typ man persönlich ist, lohnt sich deshalb erst einmal ein intensiver Blick auf die Unterschiede zwischen spekulieren und investieren. Beide Begriffe werden fälschlicherweise auch als Synonym verwendet, da sich auf den ersten Blick die Unterschiede nicht sofort bemerkbar machen.

Bei einer Investition handelt es sich um eine gewinnbringende Ausgabe wie z.B. dem Kauf einer Immobilie, Aktien, Gold oder auch darum, das Vermögen auf einer Bank einzuzahlen und von den Zinsen zu profitieren. Allerdings ist der Handel von Finanzprodukten an der Börse auch sehr risikoreich und eng mit der Spekulation verbunden. Bei Investitionen geht es also vorwiegend darum, durch möglichst sichere Methoden finanzielle Vorteile zu erhalten, wobei der investierte Wert möglichst nicht weniger Wert sein sollte als vorher.

 

Handelt es sich allerdings um eine Spekulation, dann kann es der Fall sein, dass man sein Geld hinterher überhaupt nicht mehr sieht, da Spekulationen mit einem höheren Risiko verbunden sind. Um im Handel erfolgreich zu sein, muss man also erst einmal wissen, welcher Typ man überhaupt ist, damit gewinnbringende Strategien gewählt werden können. Ansonsten gibt es natürlich auch die reinen Spielertypen, die in Online-Casinos wie diesem ihr Glück herausfordern, was allerdings mit Investieren dann nicht viel zu tun hat. Gerade bei Glücksspielen wird hauptsächlich auf ein ungewisses Ergebnis gesetzt, was auch nicht mit ernsthaftem Spekulieren vergleichbar ist, außer man ist ein jahrelang erfahrener Gamer, der bereits eine erprobte Erfolgsstrategie aufweisen kann.

 

Warum ist der Typ wichtig?

 

Das Temperament und auch der Charakter spielen in unserem Leben eine sehr wichtige Rolle, da sie den Ausschlag für Erfolg oder Misserfolg geben können. Ist man beispielsweise eher ein Spekulantentyp, dann kann es passieren, dass bei einer Fehlspekulation das ganze Vermögen in den Sand gesetzt wird. Ein Investortyp wird sich seine Investment-Strategien eher mehrmals überlegen und erst einmal alle Pro und mögliche Contra berücksichtigen, bevor überhaupt eine wichtige finanzielle Entscheidung getroffen wird. Allerdings kann es auch passieren, dass eine Person gleichzeitig ein Investorentyp ist, Spekulantentyp und dazu auch noch eine sehr ausgeprägte Spielernatur hat. Ist letzteres der Fall, dann ist es fraglich, ob man mit diesen Charakteren auch wirklich erfolgreich investieren kann, ohne dabei ein großes Risiko einzugehen. In der Regel haben diese Personen die typische Einstellung „ohne Risiko gibt es ja auch keine Gewinne“. Ansonsten kommt es natürlich auch darauf an, ob wichtige Entscheidungen aus dem Bauchgefühl heraus getätigt, aus dem Herzen getroffen werden oder ob erst einmal alles im Kopf analysiert werden muss, was bei Investitionen sehr wichtig ist.

Spekulanten lassen sich eher von ihren Gefühlen leiten. Sie basieren sich auf technische Analysen und ziehen im Vergleich zu Investoren eher kurzfristige Deals vor. Investoren arbeiten in der Regel langfristig und kaufen Immobilien, Anleihen oder sie sind im Investmentfonds tätig. Sie basieren ihre Entscheidungen vorwiegend auf bereits gemachte Erfahrungen, sichere Grundlagen, sowie auch auf Bewertungen. Ihre Persönlichkeit ist im Vergleich zu Gamern und Spekulanten eher konservativ oder moderat, da sie sich auch viel mehr mit dem Money Management beschäftigen, bodenständig sind und deshalb nur ein geringes Risiko eingehen möchten. Wer allerdings das Risiko liebt und es als eine große Herausforderung ansieht, ist eher dem Aktienhandel mit hohen Renditen zugeneigt oder auch den Glücksspielen.

 

Was ist die passende Erfolgsstrategie?

 

Ein garantiertes Erfolgsrezept gibt es leider auch nicht für Investoren, die im Vergleich zum Spekulantentyp eher vorsichtiger sind. Allerdings lässt sich eine gute Strategie viel besser herausfinden, wenn man seine Stärken und Schwächen besser kennt. Das Hauptaugenmerk sollte nicht unbedingt auf einer reinen Gewinnorientierung basieren, sondern es geht natürlich auch um die individuellen Rahmenbedingungen im Einklang mit sich selbst. Wer sich seinen Schwächen bewusst ist, kann auch an ihnen arbeiten, was z.B. sehr nützlich ist, wenn man aus dem Bauchgefühl unüberlegte Handlungen vornimmt oder wenn es bei einer Investition in eine Immobilie zu immer häufigeren Angstzuständen kommt, die Kontrolle über das Investment zu verlieren. In diesem Fall kann es durchaus passieren, dass die besten Chancen dann überhaupt nicht wahrgenommen werden können.   

 

Egal für welche Investition man sich letztendlich entscheidet, es ist auf jeden Fall ratsam, sich intensiv mit Informationen über die Anlageentscheidung zu beschäftigen. Das Geschäftsmodell muss genau analysiert, auf die Wettbewerbsvorteile geachtet und auch das Marktumfeld im Auge behalten werden. Im Prinzip sollte also auch bei einer Immobilieninvestition erst einmal eine genaue und gründliche Fundamentalanalyse vorgenommen werden und nicht nur beim Traden.

 

Da es für jeden Typ passende Finanzprodukte gibt, lassen sich daraus auch geeignete Strategien ableiten, die zum gewünschten Erfolg führen, wenn auf die individuellen Stärken und Schwächen geachtet wird. Auch kann man sich vor jeder Kauf- oder Verkaufsoption die wichtige Frage stellen, ob es sich dabei um eine Spekulation oder um eine interessante Anlage handelt. In der Regel wird bei der Antwort dann auch dementsprechend erfolgreich oder vorsichtig gehandelt, damit mögliche Verluste in Grenzen gehalten werden.  

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