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Immobilienverrentung: So wird Betongold im Alter flüssig

10.12.2019 | Ist eine Immobilie Teil der Altersvorsorge, können Rentner sie verkaufen, um ihr Auskommen zu sichern. Bei dem Verkauf an Investoren lässt sich neben einer Rente ein Wohnrecht zu Lebzeiten vereinbaren.

Foto: hschmider / pixabay.com
Foto: hschmider / pixabay.com


Immobilien als Teil der Altersvorsorge


In Zeiten niedriger Zinsen weisen Kundenberater der Banken und Sparkassen bereits seit Jahren auf die günstigen Baudarlehen hin. Die Folge dieser Entwicklung: Immer mehr Deutsche investieren in ein Eigenheim oder eine eigene Wohnung. Auch tecis, eine Marke von Swiss Life Deutschland, sieht die Immobilie als Kapitalanlage durchaus als Teil der privaten Altersvorsorge. Laut tecis ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg allerdings die Wertstabilität der betreffenden Immobilie.

Doch wie kann das eigene Haus im Alter dazu dienen, die Rente aufzubessern? Eine Möglichkeit ist die Immobilienverrentung. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn im Alter viel Vermögen in Form von Wohneigentum bei Renteneintritt aber nur wenig Liquidität vorhanden ist – zum Beispiel dann, wenn die Differenz zwischen dem letzten Gehalt und der monatlichen Rentenzahlung hoch und das Haushaltseinkommen dementsprechend schmal ist.

Abgesichertes Wohnrecht


Bei einer Immobilienverrentung verkaufen Senioren ihre Eigentumswohnung oder ihr Haus an einen Investor, meistens eine Kapitalgesellschaft oder eine kirchliche Institution. Gleichzeitig gewährt ihnen dieser neue Besitzer ein im Grundbuch abgesichertes und dokumentiertes unentgeltliches Wohnrecht. Es gibt drei Rentenarten, die bei diesem Wohnrecht infrage kommen:

  • eine Leibrente, also eine regelmäßige Zahlung bis zum Tod
  • eine Zeitrente, die nur für einen vorbestimmten Zeitraum gezahlt wird
  • der Nießbrauch – in diesem Fall bleibt der Verkäufer wirtschaftlicher Eigentümer: Er kann die Immobilie weiter nutzen, muss dafür aber weiterhin für Gemeindeabgaben und Grundsteuer aufkommen


Neben der monatlichen Rente ist der Investor je nach Vertrag für die Zahlung der Erwerbsnebenkosten sowie die Instandhaltung der Immobilie verantwortlich. Ein weiterer wichtiger Punkt für Senioren, die eine Immobilienverrentung in Erwägung ziehen: Sie sollten sich das Rentenguthaben aus dem Verkauf für den Fall eines Auszugs, zum Beispiel in ein Altersheim, weiterhin vertraglich zusichern lassen. Im Todesfall ist ein Restbetrag dann an die Erben auszuzahlen.

Laufzeit und Kalkulation des Investors


Die Höhe der auszuzahlenden Rente hängt von der Vertragslaufzeit ab: Je länger die Laufzeit, desto geringer die monatliche Rentenzahlung – und umgekehrt. Zur Errechnung eines statistisch wahrscheinlichen Todeszeitpunkts dienen Daten des Statistischen Bundesamts.

Vor dem Deal verschafft sich der Investor Klarheit über mehrere Faktoren, um die spätere Rentabilität der Immobile sicherzustellen:
  • Anforderungen ans Gebäude in Bezug auf Klimaziele
  • Erwerbsnebenkosten
  • Instandhaltungskosten
  • Marktpreis
  • Standort


Wichtig für verkaufswillige Senioren ist die nachweisbare Bonität des Käufers, denn bei einer Immobilienverrentung handelt es sich um eine langfristige Leistungs- und Zahlungsverpflichtung. In der Regel können nur besonders kapitalstarke Gesellschaften eine ausreichende Bonität garantieren.

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