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Immobilienfinanzierung – alles wird immer teurer

01.10.2019 | In Deutschland ist es schwerer denn je, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Für viele ist es schon eine Herausforderung, die monatlichen Kosten für die Miete aufzubringen. Laut Experten wird es auch im kommenden Jahr in diesem Kontext keine Trendwende geben. Zum einen ist die Wirtschaft 2019 weniger stark gewachsen, zum anderen können die Bauzinsen, die seit Jahren niedrig waren und den starken Motor der Immobilienwirtschaft in Schwung gehalten haben, eigentlich nur noch nach oben gehen. Dennoch gibt es einige, die lieber auf die Traumwohnung oder das Traumhaus setzen, als „ewig“ Miete zu zahlen.
 

Die Zahlen lesen sich dabei stockend. So werden für eine Kaltmiete einer Fünf-Zimmer-Wohnung in Berlin-Kreuzberg 1.800 Euro fällig. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit gerade einmal 50 Quadratmetern in München kostet 450.000 Euro und der Bungalow am Ammersee fast eine Million. Dabei scheint es für Vermieter und Verkäufer in vielen der deutschen Gemeinden und Städten keine Grenze zu geben. Die Frage, die sich stellt, ist, wie lange das noch so gehen kann? Denn die Lösung kann nicht sein, sein Glück im Online-Casino zu versuchen. Auch wenn es im Glücksspiel schon einige spektakuläre Gewinne gab – die Finanzierung seiner Traumunterkunft sollte man gewissenhafter entgegentreten. Das Spiel in einem Online Casino darf dann gerne nebenher betrieben werden. Dennoch ist das Kaufen einer Immobilie oder das Mieten heute für viele unbezahlbar geworden.

Besonders hoch sind die Preise pro Quadratmeter in den sieben Metropolen hierzulande. In München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Köln und Düsseldorf zogen die Preise auch im letzten Jahr ordentlich an. So zeigte sich alleine Ende Sommer und Anfang Herbst 2018, ein Anstieg von 12 Prozent beim Kaufpreis einer Eigentumswohnung innerhalb der vergangenen 12 Monate. Knapp die Hälfte waren es bei den Mietpreisen. Dabei ist und bleibt die teuerste Stadt in der Bundesrepublik, München. Sowohl in den Quadratmeterpreisen für die Miete als auch beim Kaufpreis liegt die bayerische Landeshauptstadt deutlich vor den anderen. In der Monatsmiete liegt Berlin hinter Frankfurt und Stuttgart auf Rang 4. Beim Kaufpreis kommen nach München Rosenheim und Stuttgart.

Dabei gehen die Experten davon aus, dass es in den Top-7-Städten zwar weiterhin zu einer Preissteigerung kommt, diese jedoch geringer ausfallen wird, als bisher. Denn immer noch werde zu wenig gebaut. Daraus resultiert, dass es für Durchschnittsverdiener zu wenig Wohnraum gibt, der noch bezahlbar ist. Diese Aussage wurde Anfang des Jahres ebenfalls von Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft, kurz IW, unterstrichen. Die Mietpreisbremse macht daran kaum etwas. Denn wer eine Wohnung haben will, nutzt diese nicht. Zwar kann mit einigen Tipps für einen stressfreien Umzug gesorgt werden, dennoch ändert das nichts an dem aufgerufenen Preis.

Eine Prognose in diesem Kontext ist schwer. Denn auch die Kaufpreise für Immobilien werden im nächsten Jahr steigen. In Städten wie München und Stuttgart nicht so stark wie bisher, dafür umso mehr in Berlin. Ob sich dieser Trend in den nächsten zwei bis fünf Jahren umkehrt, wird skeptisch betrachtet. Es könnte zwar zu einer Art „Rückschlag“ kommen, da die Immobilienpreise steigen, die Mieten jedoch nicht im gleichen Ausmaß nachziehen. Ob dies allerdings wirklich eintritt, darf zumindest bezweifelt werden.

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