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Immobilien oder Aktien: Was ist die bessere Anlage?

09.03.20185 | Geld, das nur auf dem Konto liegt, vermehrt sich nicht. Es wird eher weniger: Natürliche Inflation und mickrige Zinssätze sorgen dafür, dass Sie sich damit in ein paar Jahren nicht mehr so viel kaufen können wie heute. Die Lösung? Investieren! Wer sein Geld schlau anlegt, kann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch auf sein Vermögen zählen. Doch was gilt als schlaue Anlage? Der Aktienhandel boomt und ist deshalb gerade für junge Anleger mit einem Hang zum Digitalen attraktiver denn je. Und dennoch wird immer gewarnt vor den hohen Risiken des Marktes. Die jüngsten Finanzkrisen verderben vielen gleich wieder den Appetit: Dann lieber das Geld brach liegen lassen, als es völlig zu verlieren.
Quelle: https://pixabay.com/de/chart-trading-kurse-forex-analyse-1905225/

Der Immobilienmarkt scheint vielen eine sicherere Option zu sein. Derart, wie die Mietpreise in letzter Zeit ansteigen, kann der Kauf einer Immobilie doch nur zu einem goldenen Näschen führen. Doch Vorsicht: Häufig muss man für den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zunächst einen Kredit aufnehmen und diesen dann abbezahlen, bevor die eigene Kasse klingelt. Steigt der Wert der Immobilie nicht wie erwartet an? Dann bleibt man selbst auf den Kosten sitzen. Beide Märkte haben also Chancen wie Risiken. Über die wichtigsten klären wir Sie in diesem Artikel auf.

 

Immobilien: Die Vorteile

 

Der Aktienmarkt ist ein virtueller Markt. Seine Geschehnisse sind zum größten Teil in das Internet ausgelagert und sind nicht greifbar. Viele hegen ein grundlegendes Misstrauen gegenüber solchen Geschäften. Punkt für den Immobilienmarkt: Er handelt mit handfesten Gebäuden, die Investoren sehen, anfassen und besuchen können. Es mag ihnen daher ein Gefühl größerer Sicherheit geben, in ein Haus zu investieren. Außerdem können sie selbst in das Schicksal ihrer Investition eingreifen: Sie können das Haus renovieren, Reparaturen vornehmen, es in Schuss halten. Somit haben sie Einfluss darauf, ob der Wert ihrer Anlage sich steigert.

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass Kredite für Immobilienkäufe in der Regel unproblematischer sind. Der Aktienmarkt wandelt sich im Gegensatz zum Immobilienmarkt schnell – Verluste können innerhalb von Sekunden eintreten. Der Grundsatz, nur das Geld einzusetzen, das man auch hat, gilt aber beim Immobilienkauf nicht. So können Sie auch eine Investition tätigen, wenn ihr eigenes Vermögen nicht vollständig dafür ausreicht.

 

Immobilien: Die Nachteile

 

Eine Wohnung oder ein Haus verursachen laufende Kosten, für die Sie als Besitzer verantwortlich sind – und zwar auch, wenn sie ihren Besitz noch nicht vermieten. Bei einer Investition in eine Immobilie müssen Sie deshalb überlegen, ob Sie es sich leisten können, zumindest für ein paar Monate draufzahlen zu können – wenn Sie mal nicht direkt einen Nachmieter finden. Sind die Mieter dann erst mal drin, hat man es mit ihnen auch nicht immer leicht: Sie bekommen es als erster zu hören, wenn das Klo verstopft ist oder es im Keller schimmelt. Ein Haus kann eine beständige Geldquelle sein – ein Selbstläufer ist es aber noch lange nicht.

 

Aktien: Die Vorteile

 

Die Investition in Aktien kann das lukrativste Geschäft der Welt sein – dies haben zahlreiche Studien belegt, die auch Risiken wie Börsencrashes mit einberechnet haben. Voraussetzung dafür ist eine gute Investitionsstrategie, die eher auf langfristige Gewinne abzielt und bei der auch Dividenden reinvestiert werden. Investoren, die nur auf das schnelle Geld aus sind und deshalb leichtsinnige Geschäfte eingehen, können immer noch ihr ganzes Geld verlieren, auch wenn der Aktienmarkt eigentlich eine gute Investition ist.

 

Ein weiterer Vorteil: Ein Anleger kann sein Geld in unterschiedliche Aktien investieren und damit die Erfolgschancen erhöhen. Um mehr als eine Immobilie zu kaufen, ist eine ganze Stange Geld nötig. Der Anleger setzt somit alles auf eine Kappe: Floppt seine Investition, kann er auch nicht auf andere Investitionen zurückfallen. Besonders im Forex-Trading ist dagegen ein Einstieg bereits ab 100 Euro möglich. Dies darf vor allem bei der Frage Forex vs. Aktien in Betracht gezogen werden und ist generell ein Vorteil gegenüber dem Immobiliengeschäft. Bereits admiralmarkets weisen in ihrem Blog auf diese Vorteile hin.

Zu guter Letzt geht es auf dem Aktienmarkt um Einiges schneller voran. Denken Sie doch nur daran, wie lange es manchmal dauert, ein Haus zu verkaufen. Solche Wartezeiten kennt der Aktienmarkt nicht: Hier können Sie innerhalb von Sekunden ihre Wertpapiere loswerden und mit dem Gewinn neue Aktien kaufen.

 

Aktien: Die Nachteile

 

Börsenstrategien sind oft kontraintuitiv: So kann es besonders lohnenswert sein, Aktien zu kaufen, wenn ein Markt in die Krise gerät, anstatt sie zu verkaufen. Auch unterliegt der Aktienkurs starken Schwankungen, die ihn innerhalb eines Tages von 80 auf 10 sinken lassen können und dann wieder hochkatapultieren. Um in diesem Geschäft keine Verluste zu machen, benötigt ein Anleger Nerven aus Stahl. Und er muss bedenken: Die Dividenden sind der eigentliche Knackpunkt. Werden Sie dazu verwendet, erneut Aktien der Firma zu kaufen, erhöht man selbst die Wahrscheinlichkeit, kontinuierlich damit Gewinn zu machen.

Sie sehen also: Beide Märkte haben Vor- und Nachteile. Welcher nun am besten zu Ihnen passt, können nur Sie selbst entscheiden!

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