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Haus finanzieren - mit diesem Tipps sparen Sie bares Geld

14.08.2020 | Den Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden zu lassen, geht mitunter nur über die richtige Finanzierung. Doch insbesondere hier machen Interessierte häufig Fehler, die sich über viele Jahre hinweg negativ auswirken können.

Dank einiger wertvoller Tipps lässt sich bei der Immobilienfinanzierung bares Geld sparen. Die eigenen Kreditkosten dabei so gering wie möglich zu halten, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Kreditkosten reduzieren

Ein eigenes, schönes Haus im Grünen zu besitzen, macht viele Menschen glücklich. Wie eine vom Sinus-Institut vorgestellte Studie berichtet, ist für 23 Prozent der Befragten ein schönes Zuhause der Schlüssel zum Glück. Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, benötigen geneigte Immobilienkäufer oftmals finanzielle Unterstützung in Form von Krediten. Ein Fehler, den sie hierbei häufig begeben, ist, ihr eigenes Budget zu überschätzen. Zinsen und anfallende Nebenkosten werden oftmals auf die leichte Schulter genommen. Die Grunderwerbssteuer sowie die Kosten für Notar und Grundbucheintrag können bis zu 15 Prozent des Gesamtkaufpreises ausmachen.

Wer aber glaubt, dass ein Kredit für eine Hausfinanzierung unbezahlbar wäre, der irrt. Denn es gibt Mittel und Wege, um die anfallenden Kreditkosten dauerhaft zu senken. Der wohl wichtigste Tipp besteht darin, mögliche Kreditanbieter vorab online miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise erfahren Kaufinteressierte mit wenigen Klicks, welche Anbieter den individuell besten Kredit offerieren. Um sich einen guten Gesamtüberblick zu verschaffen, hilft ein unabhängiger Online-Kreditvergleich bei Smava. Der Vergleich schlüsselt neben den Gesamtkosten auch den effektiven Jahreszins auf. Gleichzeitig stellt der übersichtliche Vergleich persönliche Angebote zusammen, die teilweise exklusiven Sonderkonditionen unterliegen.

Hat sich ein Interessent für einen Kredit entschieden, gibt es weitere Aspekte zu beachten. So bieten einige Banken ihren Kunden die Option einer Restschuldversicherung an. Diese Absicherung, die laut Bundeszentrale für politische Bildung im Notfall bei ausstehenden Verbindlichkeiten greift, ist jedoch nicht immer sinnvoll. Lediglich bei größeren Krediten ab 20.000 Euro lohnt sich die Versicherung im Vergleich zur Darlehenshöhe. Bei kleinen Krediten macht diese Absicherung keinen Sinn, da ihre Raten die Gesamtkosten unnötig verteuern.

Auch die Raten- und Kredithöhe gilt es, clever festzulegen. Die Raten bestimmen, welchen monatlichen Betrag Kreditnehmer an den Geber zahlen. Hierbei ist der goldene Mittelweg zwischen zu hohen und zu niedrigen Raten zu wählen. Verbraucher sollten sich keinesfalls finanziell soweit übernehmen, dass sie ihre Lebenshaltungskosten nicht mehr ausreichend decken können. Umgekehrt sollten die monatlichen Raten auch nicht zu gering ausfallen. Denn dann verlängert sich die Laufzeit, was folglich eine höhere Zinsbelastung nach sich zieht. Bei vorhandenem Sparguthaben oder ausreichend Eigenkapital ist es zudem ratsam, die Kredithöhe niedriger als ursprünglich geplant anzusetzen.

Staatliche Fördergelder beantragen

Es lohnt sich in jedem Fall, sich nach Zuschüssen vom Staat umzuschauen. Sofern es um Anleihen mit einem langen Rückzahlungszeitraum geht, zahlen sich die Hilfen besonders aus. Familien etwa sollten nachfragen, ob sie öffentliche Fördergelder erhalten können. Seit 2018 fördert das Bundesministerium für Bau und Heimat mit dem Baukindergeld Familien sowie Alleinerziehende mit Kindern. Förderberechtigt sind alle, die mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt haben. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen darf mit einem Kind nicht mehr als 90.000 Euro im Jahr betragen.

Auch Neubauten, die zwischen Anfang 2018 und Ende 2020 eine Genehmigung erhalten, sind förderfähig. Selbst ein nachträglicher Antrag ist maximal drei Monate nach dem Einzug möglich. Die genaue Höhe des Baukindergeldes hängt von individuellen Gegebenheiten ab. Förderfähige erhalten pro Kind bis zu 12.000 Euro. Grundsätzlich ist das Baukindergeld eine gute Sache, sollte aber bei der Finanzierung nicht überbewertet werden. Grundsätzlich ist es besser, die Gesamtkosten zunächst ohne das Baukindergeld zu kalkulieren.

Null-Prozent-Finanzierungen sind mit Vorsicht zu genießen. Hier sollte unbedingt auf das Kleingedruckte geachtet werden. Oftmals unterliegen diese Kredite spezifischen Laufzeiten oder bringen Zusatzkosten mit sich. - Foto: unsplash.com © Flo Pappert (CC0 Creative Commons)
Null-Prozent-Finanzierungen sind mit Vorsicht zu genießen. Hier sollte unbedingt auf das Kleingedruckte geachtet werden. Oftmals unterliegen diese Kredite spezifischen Laufzeiten oder bringen Zusatzkosten mit sich. - Foto: unsplash.com © Flo Pappert (CC0 Creative Commons)


Monatlich Geld zurücklegen

Ein simpler Tipp vor dem Hauskauf besteht darin, rigide zu sparen. Um sich das Eigenheim dauerhaft leisten zu können, ist es ratsam, über Jahre hinweg Geld zurückzulegen. Altersabhängig betrachtet lohnt sich ein Hauskauf vor dem 35. Lebensjahr. Anschließend bleiben viele Jahre Zeit, um etwaige Kredite zurückzuzahlen. Im Alter lässt es sich dann sorgenfrei im eigenen Zuhause wohnen, anstatt Restschulden abzuzahlen.

Wer ein Haus kaufen möchte, sollte also idealerweise neben einem guten Immobilienkredit ausreichend Eigenkapital mitbringen. Abhängig vom Wohnort kommen Käufer mitunter bereits mit weniger als 50.000 Euro Eigenkapital aus. Für Häuser in ländlichen Gegenden reichen mitunter zwischen fünf und zehn Prozent Eigenkapital aus. Aufs Einkommen gerechnet, können monatliche Rücklagen zwischen 20 und 50 Euro schon einiges bewirken. Anders sieht die Sache in teuren Städten wie beispielsweise München aus. Dort sollen die Quadratmeterpreise in den kommenden Jahren weiter steigen. Es ist anzunehmen, dass ein 100 m²-Appartement bis zu 950.000 Euro kosten kann. Wer das finanzieren möchte, muss monatlich viel sparen. Mehr als 1.000 Euro Ersparnis wären rund 12 Jahre lang anzulegen, um schlussendlich ein Eigenkapital von 20 Prozent zu erreichen.

Makler-Provision sparen

Makler nehmen Interessenten zwar viel Arbeit ab, lassen sich dies aber auch bezahlen. Abhängig vom jeweiligen Bundesland erhalten Makler bis zu 8 Prozent Provision. In manchen Bundesländern müssen Käufer die Provision komplett aus eigener Tasche zahlen. Bares Geld lässt sich also sparen, indem geneigte Immobilienkäufer selbst aktiv werden. Es gilt, lohnenswerte Objekte eigenständig zu suchen. Nicht vergessen sollten Interessierte aber, den Wert der Traumimmobilie von einem Experten schätzen zu lassen. Hierbei entstehen Kosten, die zwischen 500 und 1.000 Euro liegen. Diese Investition zahlt sich dennoch aus, da etwaige Mängel am Objekt rechtzeitig erkannt werden.

Es ist sinnvoll, Kredite den Baufortschritten entsprechend anzupassen, um Zwischenfinanzierungen zu vermeiden. - Foto: pixabay.com © mohamed_hassan (CC0 Creative Commons)
Es ist sinnvoll, Kredite den Baufortschritten entsprechend anzupassen, um Zwischenfinanzierungen zu vermeiden. - Foto: pixabay.com © mohamed_hassan (CC0 Creative Commons)


Beim Hausbau Einsparpotenzial nutzen

Wer einen Neubau plant, profitiert von diversen Einsparmöglichkeiten. Grundsätzlich wirkt es sich finanziell positiv aus, möglichst viel in Eigenleistung zu bauen. Wer zudem auf zusätzliche Extras wie einen Erker oder eine Fußbodenheizung verzichtet, verringert die Kosten zusätzlich. Mitunter kann auch ein einfaches Design zusätzliche Kosten vermeiden. Je simpler und zeitloser ein Haus gebaut ist, desto niedriger fallen die Baukosten insgesamt aus.

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