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Graffitientfernung – wenn Straßenkunst zur Plage wird

22.02.2018 | Graffitis sind entgegen der weitverbreiteten Meinung keine Erfindung der Moderne. Bereits im alten Pompeji wurden Mauern mit Karikaturen, Schriften und Ritzungen versehen. Der Trend, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung im Jahr 1968. In den USA war es plötzlich angesagt, seinen Namen sowie die Nummer der Straße, die das Eigenheim beherbergte, mit Filzstift an die Wände zu schmieren. Das Graffiti aus den Sprühdosen gibt es sogar erst seit den 70er Jahren und in den 80ern entstand in New York die Graffiti-Art als eine anerkannte Kunstrichtung (Quelle: <a href="https://www.x-clean24.de/graffitientfernung/" target="_blank" title="Graffitientfernung">x clean24 – Graffitientfernung</a>. Das Repertoire beim Graffiti reicht von einfachen Buchstaben über Worte bis hin zu aufwendigen, meterhohen Bildern. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und es hat sich ein typischer dekorativer Schreibstil herauskristallisiert.

Graffiti polarisiert

 

Während es die einen als Kunst verstehen, sehen andere Graffiti als bloße Schmiererei. Zur letzteren Gruppe gehören vor allem Eigentümer, deren Hauswände, Mauern, Garagentore etc. besprayt wurden. Wird ein Graffiti ohne Einverständnis des Eigentümers an eine Brücke, einen Zug o.Ä. geschmiert, ist das gesetzeswidrig. Diese Sachbeschädigungen werden straf- und zivilrechtlich verfolgt. Der ermittelte Sprayer hat für den entstandenen Schaden aufzukommen. Und dieser beläuft sich gut und gerne auf mehrere Tausend Euro – je nach der beschmierten Fläche.

 

Graffiti ist nicht gleich Graffiti

 

Es muss grundlegend zwischen den Farbschmierereien von Jugendlichen, Fußballanhängern und ähnlichen Gruppen und dem professionellen Graffiti unterschieden werden. Es gibt bereits Anti-Graffiti-Vereine, die sich gegen die politisch oder sportlich motivierten Parolen von bestimmten Gruppen wehren. Ebenso gibt es aber auch diverse Gruppen, die das bildhafte Graffiti als positiv bewerten, da diese Bilder die graue Umwelt bereichern. So wurde im Jahr 1986 in München beispielsweise die EGU (Euro-Graffiti-Union) gegründet. Diese Gesellschaft für Straßenkunst und Jugendkultur hat es sich zum Ziel erklärt, junge Sprayer von der Straße zu holen und zu fördern. Hierzu richtet die EGU Wettbewerbe aus und führt Aktionen durch, bei denen jugendliche Sprayer ihr Talent vor einer Jury unter Beweis stellen können. Die Gestaltung von Fassaden, Giebelwänden und Co. ist in diesem Rahmen vollkommen legal.

 

Da gerade das Verbotene einen großen Stellenwert in der Graffiti-Szene einnimmt, ist das unerwünschte Besprühen von Garagen, Jalousien und anderen Objekten trotz diversen Aktionen und Wettbewerben noch immer ein großes Problem. In den folgenden Abschnitten gehen wir auf wichtige Punkte bezüglich der Graffitientfernung ein.

 

Graffitientfernung- Finger weg von Hausmitteln!

 

Die auf ein Objekt aufgetragenen Farben lassen sich leider nicht einfach mit einem Hausmittel entfernen. Ganz im Gegenteil: Wer das Problem falsch angeht, läuft Gefahr, die Farbe zu verschmieren, sodass die Oberfläche noch mehr verunreinigt wird. Aus diesem Grund arbeitet man in der professionellen Graffitientfernung mit bestimmten Verfahren, die jedem noch so aufwändigen Graffiti den Gar ausmachen. 

 

Die Entfernung mittels Druckreinigung

 

Ein Mittel zur Entfernung von Graffiti, das sich besonders bewährt hat, ist die Druckreinigung. Mit über 350 Bar wird Wasser auf die Fassade gestrahlt, sodass die Farbpartikel keine Chance haben, auf der Oberfläche zu verweilen. Die Schmierereien werden Strich für Strich abgetragen und der dabei entstehende Schmutz wird fachgerecht aufgefangen und entsorgt.

 

  • Gut zu wissen: Diese Art der Graffitientfernung erfordert oftmals, sprich: je nach Standort eine wasserrechtliche Genehmigung und zwar auch dann, wenn umweltverträgliche Mittel für die Fassadenreinigung genutzt werden.

 

Weitere Verfahren für die Graffitientfernung

 

Neben verschiedenen Druckreinigungsverfahren gibt es weitere Möglichkeiten, Graffiti zu entfernen. Die Wahl der Methode hängt sowohl von der Art der Farbe als auch vom Untergrund sowie von weiteren Faktoren ab. So gibt es beispielsweise auch spezielle Reiniger, die auf die Oberfläche aufgetragen werden. Wirkt dieses Mittel ein, löst sich die Farbschicht langsam auf, sodass sie anschließend mit einem saugfähigen Material entfernt werden kann.

Eine weitere Methode zur Graffitientfernung ist die Lasertechnik. Diese kommt vor allem bei einzelnen Schriftzügen zum Einsatz. Der große Vorteil des Laserverfahrens besteht in seiner Umweltfreundlichkeit und in der Tatsache, dass es die beschmierte Oberfläche nicht in Mitleidenschaft zieht. Durch den gepulsten Laser mit einer sehr hohen Lichtleistung platzt die Farbe in kleinste Teilchen auf.

 

Die entstehenden Kosten

 

Die Kosten für die Graffitientfernung hängen, wie bereits erwähnt, maßgeblich von der Größe der beschmierten Fläche ab. Bei größeren Graffitis berechnet sich der Preis nach Quadratmetern. Ebenso bestimmen die Beschaffenheit des Untergrunds und die Farbvielfalt des Graffitis, wie hoch die Kosten für die Entfernung sind. Hinzu kommen Kosten für die Anfahrt, die notwendigen Maschinen bzw. das Material und die fachgerechte Entsorgung. Bei kleinen Graffitis gibt es i.d.R. einen Festpreis.

 

Ein Zeichen gegen die Szene setzen

 

Wer sich ein Bild von den anfallenden Kosten für die Graffitientfernung machen möchte, sollte einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Nachdem der Auftrag vergeben wurde, schreitet das Unternehmen i.d.R. innerhalb von kürzester Zeit zur Tat. Ein Grund hierfür ist, dass sich frische Graffitis deutlich leichter entfernen lassen als Farbe, die bereits in das Mauerwerk eingezogen ist.

 

  • Gut zu wissen: Wer die Schmierereien rigoros und innerhalb von kürzester Zeit beseitigen lässt, setzt ein Zeichen gegenüber der Sprayer-Szene.

 

Die Fassade vor weiteren Graffitis schützen

 

Man sollte es keinesfalls bei der Entfernung des Graffitis belassen. Denn genauso wie es sich bei der rigorosen Entfernung um ein Zeichen gegen die Szene handeln kann, lockt die freigewordene Fläche möglicherweise andere Sprayer an. Deswegen sollte man einen Graffitischutz auf die Fassade auftragen lassen. Hierbei werden die entsprechenden Flächen versiegelt, was das Auftragen von Graffitis wesentlich erschwert.

 

Graffitis sind eine Straftat

 

Bei der Graffitientfernung werden nicht nur die Schmierereien, sondern vermutlich auch die eigentliche Fassadenfarbe entfernt. Somit benötigt der Leittragende nicht nur einen Fachbetrieb zur Beseitigung der Farbe, sondern auch einen, der die Fassadenfarbe wieder aufträgt.

 

  • Tipp: Wer Kosten sparen möchte, beauftragt ein Unternehmen, das beide Leistungen anbietet.

 

Die hohen Kosten, die mit der Graffitientfernung verbunden sind, stellen einen Grund für die Tatsache dar, dass es sich bei dem Besprühen von Objekten um eine Straftat handelt, die zur Anzeige gebracht werden kann und auch sollte. Es ist zwar ein schwieriges Unterfangen, den Sprayer ausfindig zu machen, doch die Behörden nehmen solche Anzeigen sehr ernst und die Ermittlungen werden in jedem Fall aufgenommen.


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