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Gesunde Einrichtung: schlechte Einflüsse und Lösungen

09.11.2018 | Um einen gesunden Organismus zu bewahren, spielen viele Rädchen zusammen. Eines dieser Räder ist die Umgebung, in der wir uns bewegen. Dazu gehört der Wohnraum, in dem wir immerhin einen mal mehr mal weniger großen Teil des Tages verbringen. In Küche, Bad und Co. tummeln sich kleine Stolpersteine, die unserer Gesundheit alles andere als zuträglich sein können. Wir haben sie zusammengetragen und stellen Lösungsansätze vor.

Schadstoffe in Möbeln

In Holzwerkstoffen, Textilien und in Kunststoffgegenständen sowieso sind verschiedenste künstliche Stoffe gebunden. Diese (aber auch natürliche Stoffe) können schädliche Dämpfe emittieren, die zu Kopfschmerzen, Augenreizungen oder Abgeschlagenheit führen können. Kleber, Lackierungen, Lösungsmittel und Weichmacher enthalten sogenannte Aldehyde. Das wahrscheinlich bekannteste unter ihnen ist der Formaldehyd.

Diese schädlichen Emissionen sind allerdings gesetzlich begrenzt und dürfen eine gewisse Schwelle nicht überschreiten. Als Ursache für schwerwiegende Krankheiten, wie Krebs, sind Möbel also ausgeschlossen, was nicht bedeutet, dass andere Arten der Beeinträchtigung nicht von den Schadstoffen herrühren können.

Dagegen schafft Abhilfe, dass man beim Kauf von Möbeln nicht nur auf ihre Funktionalität und ihren Komfort, sondern auch auf die verwendeten Materialien achtet. Bewusst zu möglichst ausschließlich natürlichen Werkstoffen, wie Massivholz, Latex, Kork, Stein und ähnlichem zu greifen, ist übrigens nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der der Umwelt zuträglich.


Ergonomie

Im eigentlichen Sinn bezieht sich die Ergonomie erstmal auf den Menschen und seinen Arbeitsumwelt. Wie so oft wollen wir den Begriff allerdings auch hier zweckentfremden und ihn für die Anpassung von Gegenständen und Mobiliar an die menschliche Physik verwenden. Sehen wir uns also genauer an, wie man Bett, Bettzeug, Büro und Küche so gestaltet, dass man sich den Gang zum Physiotherapeuten sparen kann.


Im Schlafzimmer

Sind Sie schon einmal aufgestanden morgens und es taten Ihnen Teile ihrer Schulter- oder Rückenpartie weh? Dann sind Sie vermutlich falsch gelegen. Eine billige Matratze oder ein unpassendes Kissen führen dazu, dass man sich physiologisch so einiges ruinieren kann. Das muss gar nicht mal über Nacht kommen, sondern kann auch nach und nach zu hartnäckigen Verspannungen führen.

Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und sich gesundheitsfördernd zu betten, sollte man sich zunächst nach einer rückenfreundlichen Matratze umsehen. Worauf der Kopf zu liegen kommt, ist selbstverständlich für den Nacken besonders wichtig. Je nach präferierter Schlafposition sollte man das entsprechende Kissen auswählen. Somit sind Rückenschmerzen aufgrund ungünstiger Schlafpositionen passé.


Beim Kochen

In der Küche ist vor allem entscheidend, welche Höhe die Arbeitsflächen haben. Um diese auszumessen, stellt man sich gerade hin und hält die Arme im 90°-Winkel zischen Ober- und Unterarm an der Seite des Körpers. Anschließen streckt an sie aus, sodass die Position in etwa der Arbeitshaltung entspricht. Der Abstand zwischen Unterarm und Boden ist schließlich die ideale Höhe für die Unterschränke und somit Arbeitsplatten der Küche.

Oberschränke und Gerätschaften, wie Ofen, Spülmaschine und Kühlschrank und deren Positionierung sind ebenso entscheidend. Zudem kann man auf die Arbeitsrichtung achten, um die Küchenform ideal zu planen. Letztendlich ist natürlich auch das wahren von Sicherheit in der Küche der Gesundheit zuträglich, besonders, was das Wohl der jüngeren Mitbewohner angeht.


Im Büro

Viele richten sich zuhause ein eigenes Büro ein, um diverse organisatorische Dinge zu erledigen oder auch mal von zuhause aus arbeiten zu können. Mittlerweile ist Ergonomie am Büroarbeitsplatz ein großes Thema, da man doch mitunter viel Zeit dort verbringt und nicht unbedingt immer eine ideale Sitzposition einnimmt.

Da sind wir auch schon in medias res: Sitzposition. Warum muss man Büroarbeiten immer im Sitzen verrichten? Ein verstellbarer Tisch bzw. die Möglichkeit, die Tätigkeit einige Zentimeter höher zu verlegen, und ab und zu im Stehen zu arbeiten, bringt den Kreislauf in Schwung, steigert die Konzentration und beansprucht Muskeln, die im Sitzen vernachlässigt werden.


Raumklima, Luftfeuchtigkeit und Heizen

Trockene Haut und gereizte Schleimhäute, Kopfweh und Antriebslosigkeit: all das kann daher rühren, dass in Innenräumen ein ungünstiges Klima herrscht. Zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit, zu hohe oder niedrige Temperatur, zu wenig Sauerstoff in der Luft sind die Auslöser der Beschwerden. Zudem fördern zu hohe Temperaturen und Feuchtigkeit die Schadstoffemissionen aus Einrichtungsgegenständen, von denen im ersten Kapitel die Rede war.

Dagegen hilft richtiges Lüften und richtiges Heizen. So wird Luft von schädlichen Stoffen befreit, erfrischt und erneuert. Beim Heizen gilt es, die Luft nicht auszutrocknen und Schadstoffe, oder auch Allergene nicht einfach im Raum herumwirbeln zu lassen. Infrarotheizungen gelten deshalb als gesunde Heizsysteme, da sie nicht die Luft erwärmen und in Bewegung bringen, sondern Körper und Gegenstände des Raumes direkt durch Strahlungswärme erhitzen.


Elektrosmog

Diverse elektrische Geräte, die nieder- und hochfrequente Strahlung abgeben, wie Handys oder Radios, können einen hohen Einfluss auf den menschlichen Organismus haben. Das reicht von einem kribbeligen Gefühl auf der Haut bis hin zu einer erwärmenden Wirkung oder einem Einfluss auf Nerven und Muskelgewebe. Noch sind die genauen Wirkweisen und Risiken nicht ausreichend erforscht, allerdings empfiehlt sich, etwas Vorsicht walten zu lassen.

Elektrische Geräte sollten sich demnach besonders vom Schlafbereich fernhalten. Auch der berüchtigte Stand-By-Modus vieler Geräte saugt nicht nur Strom aus der Steckdose, sondern gibt auch elektromagnetische Strahlung ab. Über Nacht empfiehlt sich die Stromversorgung oder zumindest Funkeinrichtungen, wie das WLAN, auszuschalten.

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