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Geothermie bei großen Bauprojekten – wie Sie die Erdwärme für Ihre Gebäude nutzen können

23.12.2019 | Die Geothermie, auch Erdwärme genannt, wird besonders gerne beim Bau großer Projekte eingesetzt. Auf diese Weisekönnen natürliche Ressourcen genutzt und Kosten eingespart werden. Mit der Geothermie gehen viele Vorzüge einher, die in diesem Artikel anhand eines konkreten Beispiels näher erläutert werden sollen.

Was ist die Geothermie? – eine Definition

Der Begriff „Geothermie“ stammt aus dem Griechischen und lässt sich von den Wörtern „geō“ (Erde) und „thermós“ (warm) ableiten, weshalb im Deutschen auch von der Erdwärme gesprochen wird.

 

Bei der Geothermie handelt es sich um Wärmeenergie, welche sich unter der festen Erdoberfläche befindet. Umso näher man hierbei dem Erdinneren kommt, desto höhere Temperaturen lassen sich vorfinden.

 

In der Praxis wird zwischen der oberflächennahen und der tiefen Geothermie unterschieden:

 

  • Oberflächennahe Geothermie: Bei dieser Form wird die Erdwärme aus bis zu 400 Metern Tiefe gewonnen. Da die Temperaturen hier noch vergleichsweise niedrig sind, werden unter anderem Wärmepumpen benötigen.

 

  • Tiefe Geothermie:Mit dieser Methode ist es möglich, Erdwärme aus mehreren Kilometern Tiefe zu gewinnen. Das hat den Vorteil, dass hiermit größere Anlagen betrieben werden können, die zudem mehr Leistung erbringen.

 

Die Geothermie gilt für den Menschen als unerschöpflich, da siedenweltweiten Energiebedarf für mehrere Millionen Jahre decken könnte. Aus diesem Grund wird die Erdwärme auch in der Industrie eingesetzt, um zum Beispiel Strom zu erzeugen oder um hiermit zu heizen. Außerdem ist es mittels Wärmetauscher möglich, Kälte direkt für eine Kühlung bei heißen Temperaturen zu nutzen.

 

Die Erdwärme beim Bau großer Projekte

Mit der Geothermie können unterschiedliche Großprojekte realisiert werden. Gerade beim Bau von Industrieanlagen, Hochhäusern, Einkaufszentren und Bauvorhaben in ähnlicher Größenordnung wird die Erdwärme gerne genutzt. Sie wird dabei vor allem zum direkten und indirekten Heizen verwendet, aber auch um hiermit Strom herzustellen.

 

Um die Erdwärme für den Bau nutzen zu können, sind verschiedene Systeme, Anlagen und Pumpensteuerungen nötig. Wie dies am Beispiel eines Einkaufszentrums aussehen könnte, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

 

Geothermie am Beispiel eines Einkaufszentrums

Bei diesem Bauprojekt wird eine Pumpensteuerung für das innovative Heiz- und Kühlsystem unter Nutzung von Geothermie eingesetzt. Hierzu werden acht Förderbrunnen bzw. Saugbrunnen über das gesamte Gelände verteilt und zwei Schluckbrunnen installiert. Die Saug- und Schluckbrunnen werden bei der Geothermieimmer benötigt. Hiermit kann das Grundwasser ganzjährig gewonnen werden, da es eine gleichbleibende Temperatur von rund acht bis zehn Grad Celsius hat.

 

Der Vorteil einer solchen Anlage ist, dass die Förderleistung durch die Auswertung der einzelnen Brunnen-Pegelstände dynamisch angepasst werden kann. Außerdem werden die Betriebsstunden gesteuert, was zu einer gleichmäßigen Auslastung der Brunnen führt.

 

Bei diesem Beispiel wird die modernste Technik zur Gewinnung der Erdwärme eingesetzt, was sich unter anderem durch die Visualisierung via Touch-Display, die Verbindung über Glasfaser sowie die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten zeigt. So gibt es eine zentrale Hauptsteuerung und einen dezentralen Leistungsteil vor Ort.

 

Darüber hinaus sind die Pumpen frequenzgesteuert und die Pegelstände werden automatisch im Logbuch erfasst. Störungsmeldungen erfolgen per SMS und der Programmzugriff ist auch über VPN möglich. Dank des Wärmetauschers kann sowohl eine Kühlung im Sommer als auch eine Erwärmung im Winter erfolgen.

 

Vorteile der Erdwärme – warum es sich für Sie lohnt

Die Geothermie hat viele Vorteile für die Unternehmen und kann dem gesamten Bauvorhaben zugutekommen. Im Folgenden sehen Sie die wichtigsten Gründe, die für den Einsatz von Erdwärme sprechen:

 

  • Mit der Nutzung von Erdwärme schonen Sie die Umwelt, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Ausstoß von Kohlendioxid hierbei vergleichsweise gering ist.

 

  • Da die Geothermie als nahezu unerschöpflich gilt, setzen Sie hiermit auf eine zuverlässige Quelle, welche praktisch immer verfügbar ist – und zwar ganz gleich bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit.

 

  • Finanziell gesehen lohnt sich die Geothermie ebenfalls, da Sie sich auf ein stabiles Preisniveau verlassen können.

 

 

Fazit: Die Geothermie als unerschöpfliche Quelle mit zahlreichen Einsatzmöglichkeiten

Vor allem für große Bauprojekte kann sich der Einsatz von Geothermie bezahlt machen. Mit speziellen Pumpensteuerungen ist es möglich, die Erdwärme zu fördern und diese für die Erzeugung von Strom, das Heizen oder auch das Kühlen in Ihrem Gebäude einzusetzen. Damit sind Sie unabhängiger von anderen Rohstoffen und setzen auf eine zuverlässige, fast unerschöpfliche Quelle, die Sie rund um die Uhr nutzen können. Dank gezielter Förderprogramme und aufgrund eines stabilen Preises lohnt sich die Geothermie auch mit Hinblick auf die Kosten.

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