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Ein ausgedrucktes Haus mit zwei Etagen in Belgien

28.07.2020 | Die Methoden, mit denen heutzutage ein Haus gebaut wird, sind bewährt und vielfach erprobt. Dennoch könnte es bald zu einem Wandel kommen. Denn immer mehr Unternehmen setzen den dreidimensionalen Druck ein, um Gebäude zu errichten.

Die Methoden, mit denen heutzutage ein Haus gebaut wird, sind bewährt und vielfach erprobt. Dennoch könnte es bald zu einem Wandel kommen. Denn immer mehr Unternehmen setzen den dreidimensionalen Druck ein, um Gebäude zu errichten.


Eine Maschine baut Mauern

So wurde beispielsweise erst im Juli 2020 ein Haus im belgischen Westerlo gebaut, wobei der 3D Druck zum Einsatz kam. Das Besondere an dem Gebäude ist, dass es zwei Stockwerke hat – im Gegensatz zu den meisten gedruckten Häusern, die es bislang weltweit gibt. Die gesamte Fläche, die das Bauwerk aufweist, beträgt 90 Quadratmeter. Um das Haus zu bauen, entwickelte die Firma Kamp C eine überdimensionale Maschine, die in der Lage ist, Beton zu verteilen. Das tut sie außerdem so, dass sie eine Mauer errichten kann.

Schichtweise Beton

Somit bedient sich die Maschine von Kamp C der Prinzipien, die dem 3D Druck zugrunde liegen. Schicht um Schicht entsteht die gewünschte Struktur, und sobald das flüssige Material getrocknet und damit ausgehärtet ist, ist das Objekt fertig. Der Hausbau in Westerlo hat zwei Wochen in Anspruch genommen. Allerdings sind die Zuständigen bei Kamp C der Meinung, dass sich der Prozess auf zwei Tage reduzieren lässt. Die viel schnelleren Bauarbeiten sind nur einer der Vorzüge, die der 3D Druck der Baubranche bringt. Auch der sparsamere Umgang mit Material ist nicht zu verachten. Die Maschine setzt nur so viel Beton ein, wie sie tatsächlich benötigt. Eine Überproduktion ist ebenso ausgeschlossen wie das Anfallen von Reststoffen. Für die Bauherren ist es letztlich auch nicht uninteressant, dass dreidimensional gedruckte Gebäude deutlich weniger Geld kosten als solche, die auf konventionelle Weise errichtet wurden.

Kein Wohn-, aber ein Niedrigenergiehaus

Das Haus in Westerlo ist jedoch nicht dafür gedacht, als Wohngebäude genutzt zu werden. Vielmehr entstand es, um die neuartige Methode zu demonstrieren. Doch statt nun abgerissen zu werden, hat Kamp C andere Pläne mit dem Bauwerk, das sich auf dem Firmengelände befindet. So soll es möglichst energiesparend werden. Dazu wird es mit einer Fußboden- und einer Deckenheizung, einer Wärmepumpe und einem begrünten Dach ausgestattet.

Zahlreiche Fertigungsarten – nicht nur 3D Druck

Wer Projekte plant, bei denen der 3D Druck mit Kunststoff oder Metall zum Einsatz kommen soll, der kann sich an einen spezialisierten 3D-Druck-Dienstleister wenden. Diese bieten meistens auch weitere Fertigungsmethoden an, darunter Spritzguss, CNC Fräsen und Blechbearbeitung. Die erfahrenen Mitarbeiter der Dienstleister sind üblicherweise auch bei der Einschätzung behilflich, welches Verfahren am praktikabelsten und am günstigsten ist.

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