« zurück zur Liste

Ein Zuhause fürs Gefährt. Wissenswertes rund um die Garage

24.02.2018 | Wer sich ein Eigenheim neu erbaut, der lässt sich seinen wahrgewordenen Wohntraum zimmern. Ganz häufig wird gerade in der ersten Bau- und Finanzierungsphase auf die Garage verzichtet, nicht selten aus Kostengründen. Wer sich in Geduld übt, der kann nach dem Bau des Hauses in aller Ruhe den Bau der Garage initiieren. Möglichkeiten gibt es dafür genug.
Für die Bewohner dieses Hauses gibt es genügend Parkfläche. Neben der Doppelgarage in der Mitte gibt es noch zusätzlich eine Einzelgarage. Bild: pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain)


Garagenvarianten von A bis Z


Welche Garagenart neben dem Eigenheim platznehmen darf, ist eine Entscheidung mit Blick auf den vorhandenen Platz, die Nutzung bzw. den Platzbedarf, die Optik und das Budget, das für den Bau der Garage vorhanden ist. Welche Optionen es gibt und für wen sie geeignet sind, verrät die folgende Aufstellung. Details zur Fertiggarage sind hier dokumentiert.

Einzelgarage solo oder in Reihe


Die Einzelgarage ist die Single-Variante für ein Gefährt. Je nachdem, ob die Einzelgarage Normmaßen entspricht oder, ob sie Überbreite, Überlänge oder Überhöhe hat, variiert die Optik natürlich deutlich. Auch sind Abweichungen von der Norm häufig genehmigungspflichtig. Hochgaragen sind dann eine gute Empfehlung, wenn sich ein Kleinbus im Besitz des Garagenbauers befindet. Auch ist es möglich, eine Dachbox auf einem regulären Pkw in der Garage zu montieren. Überbreite Garagen sind besonders autofreundlich, da sie Kratzer und Dellen an den Türen meist verhindern können. Wer einen Caravan fährt und zusätzlich noch Fahrräder in der Garage platzieren möchte, setzt auf die extralange Variante.

Grundsätzlich wird auf einem vergleichsweise engen Grundstück heute meist eine Einzelgarage platziert. In aller Regel gibt die Stellplatzsatzung der Kommune vor, wie viele Stellplätze vorhanden sein müssen, so dass neben der Garage häufig noch ein weiterer Parkplatz ausgewiesen werden muss. Wer in einer Reihenhaussiedlung ein Haus erwirbt, der wird meist nicht direkt am Haus eine Garage haben, außer es handelt sich um ein Eckgrundstück. Wer in der Reihe wohnt, platziert auch die Fahrzeuge in Reihe, sprich: in Reihengaragen.

Doppelgarage: hoch, breit oder Side-by-Side


Das Pendant zur Einzelgarage ist die Doppelgarage, die sich einer großen Beliebtheit erfreut. Sie bietet Platz für zwei Gefährte. Äußerlich gibt es unzählig viele Varianten, um zwei Fahrzeugen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Der Klassiker ist die Doppelgarage, die sich mit einem großen Tor schließen lässt. Der Vorteil – im Gegensatz zu zwei nebeneinander platzierten Einzelgaragen – liegt darin, dass die trennende Mauer bei der Doppelgarage als Platzgewinn nutzbar ist.

Wer ein Grundstück in Hanglage hat, kann die Möglichkeit ausloten, eine Doppelstockgarage an den Hang zu setzen. Diese bietet – übereinander gebaut – Platz für zwei Fahrzeuge, die von zwei Seiten die Garage befahren können. Ohne Hanglage und mit vergleichsweise kleinen Fahrzeugen kann die Stapelgarage eine Alternative darstellen. Darin gibt es mehrere Parkebenen. Allerdings erfordert dieses Modell auch einiges an Organisationsgeschick, um die Fahrzeuge darin auch so zu parken, dass jeder Fahrer jederzeit ungehindert wegfahren kann.

Eine besondere Form der Doppelgarage ist eigentlich eine kleine Schummelei. Neben eine gemauerte Garage rückt direkt ein Carport. Dieses Duo wird als Duogarage bezeichnet, da es überdachten Parkraum für zwei Fahrzeuge bietet, auch wenn es sich streng genommen nicht um zwei Garagenparkplätze handelt.

Hierbei handelt es sich um eine Doppelgarage mit zwei Toren. Der Vorteil ist, dass nicht immer die ganze Garage geöffnet werden muss. Der Nachteil ist der Platzverlust, falls in der Mitte eine Mauer die Garage durchzieht. Bild: pixabay.com © theredbeardagency (CC0 Public Domain)


So erfolgt der Zugang: Garagentore gibt es in verschiedenen Arten


Besteht Klarheit darüber, welche Garagenform es werden soll, folgt die Entscheidung darüber, welches Tor die Garage verschließen soll. Grundsätzlich wird dabei in vier Bauvarianten unterschieden:

  • Deckensektionaltore öffnen sich nach oben und sind gerade deswegen besonders beliebt, weil sie sehr platzsparend sind. Vor einem Deckensektionaltor kann direkt geparkt werden, ohne Abstand zu halten.
  • Rolltore verorten viele gedanklich in der Industrie oder an Produktionsstätten. In der Praxis taugt das Rolltor vor allem für Garagen mit Spezialanforderungen. So kann das Rolltor auch dann platziert werden, wenn der Sturz recht niedrig ist. Zudem bietet es den Vorteil, dass die Decke der Garage freibleibt und ggf. und je nach Höhe als zusätzlicher Stauraum dienen kann.
  • Schwingtore sind der Klassiker mit einem großen Manko. Der Stellplatz vor der Garage ist zu einem großen Teil verschenkt. Weil das Schwingtor nach vorne ausschwenkt, kann nicht unmittelbar vor der Garage geparkt werden.
  • Seitensektionaltore sind ähnlich in der Bauweise, nur sind die Sektionen nicht nach oben zu schieben, sondern eben zur Seite. Der Vorteil: Der Zugang ist auch dann möglich, wenn nur ein Teil der Garage geöffnet wird. So kann das Seitensektionaltor an einer Seite geöffnet werden, um beispielsweise einen Roller oder ein Fahrrad hervorzuholen.


Für den Komfort: Torantriebe


Natürlich gibt es die Möglichkeit, die Tore manuell zu bedienen, zu öffnen und zu schließen. Besonders komfortabel ist das jedoch nicht. Deswegen setzen die meisten auf Torantriebe, die zur jeweiligen Torvariante passen. Garagentorantriebe werden passend zur Größe und zum Gewicht des Tores ausgewählt. Zudem gibt es zwei Besonderheiten, die auch für eine komfortable Zufahrt zum Grundstück sorgen können: Sogenannte Schiebetorantriebe werden verbaut, wenn das Tor – beispielsweise am Grundstückeingang – zur Seite verschoben werden soll. Drehtorantriebe kommen dann zum Einsatz, wenn sich das Tor zum Grundstück öffnen und schließen soll wie eine Tür. Technische Details und Bilder gibt es hier.

Wer auf eine Zufahrt wie diese setzten möchte, muss auf Komfort nicht verzichten. Schiebetor- und Drehtorantriebe können diese Hofeinfahrten öffnen und schließen. Bild: pixabay.com © 2182694 (CC0 Public Domain)
« zurück zur Liste