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Effizientes Heizen mit Wärmepumpen

09.03.2018 | Alternative Energien werden zunehmend wichtiger für die Versorgung der Gesellschaft. Immobilienbesitzer und Bauherren können heute schon eine große Auswahl von entsprechender Technik installieren und nutzen. Dabei können sie auch von attraktiven Förderprogrammen profitieren. Für das Heizen ist insbesondere der Einsatz von Wärmepumpen interessant.
Foto: pixabay.com


Neubauten setzen vermehrt auf Wärmepumpen


Fernwärme, Mini-BHKW, Solarthermie, Holzpellets - heute hat man diverse Möglichkeiten umweltbewusst und effizient zu heizen. Vor allem bei Neubauten werden zudem immer öfter Wärmepumpen genutzt. Mit einer solchen Wärmepumpe ist es möglich, Umweltenergie aus Erdreich, Luft oder Grundwasser anzuzapfen und diese für das Heizen der eigenen vier Wände zu nutzen. Dabei kann man generell zwischen verschiedenen Arten unterscheiden:

  • Erdwärmepumpen
  • Entsprechende Erdwärmepumpen entziehen dem Erdreich Wärme und führen diese dem Heizungssystem zu. Sie bieten das ganze Jahr über relativ konstante Temperaturen. Je tiefer die Energie gewonnen wird, desto effizienter kann eine entsprechende Anlage arbeiten. Hierfür muss ausreichend Fläche zur Verfügung stehen.


  • Luftwärmepumpen
  • Die Luftwärmepumpen entziehen der Umgebungsluft Wärme und führen diese dem Heizungssystem zu. Aufwendige Erdarbeiten fallen hier nicht an. An kalten Tagen ist eine Luftwärmepumpe naturgegeben weniger effizient.

Weiterhin gibt es noch die Art Wasserwärmepumpe, welche jedoch nicht so weit verbreitet ist und daher hier keine weitere Erwähnung findet.

Funktionsprinzip


Das Funktionsprinzip von Erdwärmepumpen und Luftwärmepumpen ist gleich. Sie entziehen ihrer jeweiligen Wärmequelle Restwärme und erwärmen mit dieser das Wasser des Heizsystems oder auch das Wasser des Brauchwassers. Generell kann man sich das Prinzip wie einen umgekehrten Kühlschrank vorstellen. Da das Funktionsprinzip sehr ausgereift ist, funktioniert es unter den unterschiedlichsten Umweltbedingungen.

Welche Vorteile hat diese Technik?


Wärmepumpen haben unter den richtigen Voraussetzungen eine reihe von Vorteilen gegenüber anderen Heizsystemen:

  • Frei verfügbare Erdwärme ist nahezu überall verfügbar und absolut kostenlos.
  • Der Energievorrat für Wärmepumpen ist nahezu unerschöpflich.
  • Mit Wärmepumpen lässt sich eine Unabhängigkeit von anderen Energieträgern erreichen, insbesondere fossile Energieträger können eingespart werden.
  • Die anfallenden Betriebskosten sind sehr gering, zudem sind Wärmepumpen betriebssicher und besonders wartungsarm.
  • Dank Wärmepumpen ist ein besonders geringer Co² Ausstoß verbunden.
  • Wärmepumpen können mit weiteren regenerativen Energien gekoppelt werden.
  • Neben dem Heizen können Wärmepumpen auch zum kühlen verwendet werden.
  • Nahezu alle Gebäude lassen sich mit einer Wärmepumpe ausstatten.
  • Wärmepumpen weisen eine sehr hohe Lebensdauer auf.
  • Entsprechende Systeme können staatlich gefördert werden.

Welche Nachteile hat der Einsatz einer Wärmepumpe?


Auch über mögliche Nachteile sollte man sich bewusst sein.

  • Unter Umständen sind die Genehmigungsverfahren sehr aufwendig.
  • Eine ausführliche Planung ist in jedem Fall erforderlich.
  • Es muss ausreichend Fläche für eine entsprechende Anlage zur Verfügung stehen.
  • Die Investitionskosten sind vergleichsweise hoch.
  • Eine gute Wärmeisolierung ist notwendig.
  • An sehr kalten Tagen muss man unter Umständen zusätzlich heizen.

Die hohen Anschaffungskosten gehören sicherlich für viele zu den Hauptnachteilen. Wenn man bedenkt, dass sich eine solche Anlage nach einigen Jahren amortisiert, tritt dieser Nachteil jedoch in den Hintergrund.

Wo machen Wärmepumpen Sinn und wo nicht?


Ob der Einsatz einer Wärmepumpe sinnvoll ist oder nicht, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab. Nur eine genaue Prüfung der Gegebenheiten vor Ort ermöglicht eine Aussage über Machbarkeit, Dimensionierung und Einsparpotenzial. Ausreichend Fläche für das System ist ebenso eine Bedingung wie eine möglichst effiziente Dämmung der Fassade um eine Wärmepumpe so effizient wie möglich zu betreiben. In Altbauten machen Wärmepumpen nur dann Sinn, wenn das Gebäude über eine entsprechende Dämmung verfügt, andernfalls wird unverhältnismäßig viel Strom zum Heizen benötigt. In jedem Fall sollte man jedoch auch Systeme namhafter Hersteller mit entsprechendem Gütesiegel setzen. Mit führend in Europa sind beispielsweise Wärmepumpen von STIEBEL ELTRON.

Tipps:
  • Es lohnt sich Fußbodenheizungen im Zuge einer Wärmepumpeninstallation zu verbauen, auf diese Weise kann eine Wärmepumpe am effizientesten arbeiten.
  • Wer eine Wärmepumpe nutzt, sollte sich zudem nach einem Anbieter von speziellem Wärmepumpenstrom erkundigen. Mit diesem speziellen Tarif lassen sich zusätzliche Kosten einsparen.

Staatliche Förderungen in Anspruch nehmen


Bestimmte Wärmepumpen werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)im Rahmen der Heizungsoptimierung gefördert . Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Wärmepumpen sind also besonders effiziente Heizungsarten, welche in der Lage sind Gebäude preiswert und effizient mit Wärme zu versorgen. Somit kann man einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz liefern und die Energiewende mit vorantreiben. Mit Wärmepumpen setzt man auf eine sehr ausgereifte Möglichkeit, kostenfrei Energie aus der Umwelt zu beziehen. Eine umfassende Prüfung stellt sicher, dass die Voraussetzungen erfüllt werden, welche für einen effizienten Betrieb einer entsprechenden Wärmepumpe notwendig sind. Die genauen Preise für eine Wärmepumpenanlage sowie das genaue Einsparpotenzial durch die Verwendung eines solchen Systems können immer nur unter genauer Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten ermittelt werden.

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