« zurück zur Liste

Dinge, die man beim Errichten von Mauern unbedingt beachten sollte

27.08.2018 | Eine Abgrenzung für sein Grundstück möchte man in irgendeiner Form eigentlich immer haben. Schließlich sollten alle Personen - und vor allem Fremde - wissen, wo das private Grundstück anfängt und dass man dieses nicht so einfach ungefragt betreten kann. Als Abgrenzung können natürlich viele Dinge dienen. Manche errichten dafür einen Holz-, Metall- oder Kunststoffzaun. Andere mögen es lieber natürlicher und schaffen sich deshalb eine Hecke an. Viele Menschen mögen aber dafür eine feste Mauer. Diese ist gegenüber allen anderen Optionen wesentlich stabiler, meistens auch blickdichter und bietet in der Regel auch deutlich mehr Sicherheit.
Foto: pixabay.com


Dabei muss eine Mauer nicht schmucklos, massiv und trist daher kommen. Mauern lassen sich aus unterschiedlichen Mauersteinen errichten, sodass die Optik schon den persönlichen Wünschen angepasst werden kann. Natürlich ist auch die Höhe einer Mauer prinzipiell frei wählbar. Eine besondere Herausforderung und vielleicht auch ein besonderer Spaß wird es sein, eine Mauer selber zu errichten. Für manchen Heimwerker mag dies sogar zu den Grundfertigkeiten dazugehören. Denn es kann schon recht günstig und hilfreich sein, wenn man durch die Arbeiten im Haus und im Garten diese errungenen Erfahrungen und das Wissen für den Bau der Mauer mit nutzen kann. Doch man sollte dabei auf alle Fälle nicht vergessen, dass Wände zu mauern mehr bedeutet, als Ziegel nur einfach aufeinanderzulegen und sie mit etwas Mörtel miteinander zu verbinden. Es gibt da durchaus einiges zu beachten, was oft leider vergessen wird und dann dazu führt, dass die Wand oder die Mauer nur über eine geringe Haltbarkeit verfügt. Hier soll nachfolgend einiges aufgezählt werden, was dafür sorgen kann, dass der Mauerbau auch ein richtiger Erfolg wird.

Das Material sowie Maurerwerkzeug


Zum Bau einer Mauer benötigt man schon ein paar wichtige Dinge. Zunächst natürlich die Mauersteine. Ohne diese wird es wohl überhaupt keine Mauer geben. Aber natürlich benötigt man auch unbedingt andere grundlegenden Maurerwerkzeuge und Materialien. Diese sind Mörtelsand, Zement, Kalkhydrat, Bitumenpappe und Kleber-Fertigprodukte. Dazu kommen noch Hilfsmittel, um das Errichten der Mauer zu beschleunigen und zu erleichtern. Das wiederum sind Dinge wie Bleistifte, ein Zollstock, ein Senklot, eine Richtschnur, die Wasserwaage, eine Maurerkelle, ein Maurerhammer, ein Mörteleimer oder mehrere Mörteleimer und Mörtelmischer mit einem Rührquirl und eine Schubkarre sowie ein oder mehrere Kübel. Auch Stuckateur Werkzeug darf nicht fehlen! Eine gute Ausstattung für Maurerarbeiten kann man online finden. Hier gelangt man zum Anbieter dafür. Wenn man dann alle notwendigen Dinge beschafft hat, ist man bestens für die darauffolgenden Arbeitsschritte vorbereitet.

Die Grundlage


Damit in die Mauer keine Feuchtigkeit eindringen kann, wird unter der ersten Steinreihe eine Sperrschicht eingearbeitet. Diese besteht aus einer Schicht Zementmörtel, in der ein Streifen Bitumenpappe eingelegt wird. Möglichst gleichmäßig sollten die Mörtelfugen gezogen und vollflächig gefüllt werden.

Erste Steinreihe


Die unterste Ziegelreihe sollte mit großer Sorgfalt errichtet werden. Sie ist wichtig für alles Folgende. Man sollte ein dickes Mörtelbett auftragen, auf dem die Ziegel dann ausgerichtet werden. Bei diesem schwierigen Arbeitsschritt sollte man sich Zeit nehmen und äußerst sorgfältig arbeiten. Der Zollstock und die Wasserwaage, eine Richtschnur sowie der Maurerhammer sind dabei nützliche Hilfsmittel.

Das Vormauern der Mauerenden


Wenn die Grundreihe fertig ist, kann das Mauerende aufgebaut werden. Die Mauerenden sollten dann treppenförmig aufgebaut werden. Auch hier helfen die Wasserwaage und ein Senklot beim Ausrichten. Die Flucht kann eingehalten werden und das sorgt für ein sauberes Ergebnis. Die Richtschnur ist hierfür das optimale Hilfsmittel und auch die Wasserwaage sollte dabei regelmäßig eingesetzt werden.

Richtschnur spannen


Im Anschluss kann jetzt die Mauer weiter schichtweise in die Höhe gebaut werden. Die Richtschnur sollte dabei bei jeder neuen Ziegelreihe neu ausgerichtet und auf die Höhe der neuen Schicht gespannt werden. Dabei kann man sich immer an den vorausgehenden Reihen orientieren. Falls die Mauerlänge variabel ist (zum Beispiel bei einer Gartenmauer), kann man mit einem Vielfachen der Steinlänge plus einem Zentimeter für die Fuge planen. Wenn ein Ziegelstein beispielsweise 25 cm lang ist, dann sollte die Mauerlänge aus Gründen der Einfachheit ein Vielfaches von 26 cm groß sein.

Der Abschluss


Wenn dann die Mauer endlich nun die gewünschte Höhe erreicht hat, hat man es sogar fast schon geschafft. Wer gut und sauber gearbeitet hat, der sollte dann vor einer geraden und rechtwinkligen Wand/Mauer stehen. Man könnte dann nun noch die unschönen Mörtelreste auf den Ziegeln abwischen und das Werk als vollbracht bezeichnen.

Hinweis zur Statik



Man sollte hinsichtlich der Statik wissen, dass es bestimmte Vorgaben gibt, die eingehalten werden müssen. Diese betreffen die Art der Ziegel nach ihren Festigkeitsklassen, die Art der Vermauerung und die Art des verwendeten Mörtels. Nur so kann man sicherstellen, dass die Mauer auch entsprechend tragfähig ist. Die entsprechenden Vorschriften für einzelne Mauerwerke und wie man die Statik einer einzelnen Mauer richtig berechnet, kann man in der DIN 1053, der Mauerwerks-DIN finden.

468865
« zurück zur Liste