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Diese Nebenkosten sollten Bauherren nicht vergessen

13.07.2020 | Ein Hausbau ist immer eine große Sache, schließlich geht es um sehr viel Geld. Was einige unerfahrene Bauherren allerdings häufig unterschätzen, sind die sogenannten Baunebenkosten. Diese summieren sich auf, sodass der Hausbau wesentlich teurer wird, als es anfänglich gedacht war. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorab mit den einzelnen Posten zu beschäftigen und diese mit einzukalkulieren.

Foto: pixabay.com
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Häufig vergessen: die Nebenkosten für das Grundstück

Selbst dann, wenn Sie sich für ein schlüsselfertiges Baumeister-Haus entscheiden, werden Kosten für das Grundstück anfallen. Hier ist nicht die Rede vom Kaufpreis als solchem, sondern Sie müssen auch die Provision des Maklers zahlen. Diese geht - ganz ähnlich wie beim Kauf einer fertigen Immobilie - zu Lasten des Käufers und ist nicht zu unterschätzen. Erschwerend kommt hinzu, dass auf die Provision Mehrwertsteuer anfällt, was bei diesen Summen alles andere als nicht der Rede wert ist.

Auch die Grunderwerbsteuer muss vom Bauherrn bzw. Käufer gezahlt werden. Wie hoch diese ist, hängt vom einzelnen Bundesland ab und wird im zugehörigen Gesetz geregelt. Sofern Sie in Sachsen bauen, dürfen Sie sich freuen: Hier liegt die Steuer bei nur rund 3,5 Prozent; in anderen Bundesländern kann das deutlich mehr sein.

Auch der Notar muss bezahlt werden. Der Eintrag in das Grundbuch kostet rund anderthalb bis zwei Prozent des Kaufpreises. In diesem Fall gilt: Je teurer das Grundstück, desto höher wird die Gebühr für den Makler. Erst dann, wenn der Eintrag in das Grundbuch vorgenommen wurde, gehört das Grundstück offiziell Ihnen.

Weitere Nebenkosten für Bauherren

In der Regel müssen Sie eine Vermessung des Grundstücks vornehmen lassen. Diese brauchen Sie, bevor es überhaupt mit dem Bau des Hauses losgehen kann. Die Vermessung ist deshalb notwendig, weil die Größe exakt im Antrag für die Baugenehmigung angeben werden muss. Daran wird ermessen, ob genügend Abstand zum Nachbarhaus oder zu angrenzenden Plätzen sowie Wegen gehalten wird. Nach dem erfolgreichen Bau wird erneut gemessen. Auch dafür fallen Kosten an, weil die Vermessung von einem Fachmann durchgeführt werden muss. Unter dem Strich kommen - je nach Bundesland, Region und Größe des Grundstückes - zwischen 2000 und 3000 Euro an Mehrkosten auf Sie zu.

Auch die Baugenehmigung werden Sie unbedingt brauchen, wenn Sie in Deutschland Besitzer eines eigens gebauten Hauses werden wollen. Die Baugenehmigung kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Handelt es sich zum Beispiel um ein mittelgroßes Einfamilienhaus, kann sich die Summe auf 800 bis 1000 Euro belaufen. Das hängt im Einzelnen von den festgelegten Gebühren in der jeweiligen Gemeinde oder Stadt ab.

Baustelle vorbereiten - teuer und langwierig

Was viele Bauherren vergessen: Auch die Vorbereitung der Baustelle kostet viel Geld sowie Zeit. Wenn auf dem Grundstück noch ein Gebäude steht, muss dieses zuerst abgerissen werden. Dafür entstehen nicht nur Kosten durch die Arbeiten selbst, sondern auch, weil die Baustelle sich im Laufe der Abrisses und Baus verändert. Denken sollten Sie auf jeden Fall daran, dass jede Menge Schutt anfallen wird, der irgendwie gelagert und danach abtransportiert werden muss. Das kann teuer werden.

Falls es sich nicht um einen leeren Bauplatz handelt, der gut gepflegt wurde, müssen Sie auch die Pflanzen und eventuell alten Schutt beseitigen lassen. Dafür brauchen Sie Helfer und entsprechendes Gerät. Der Zugang zum Bauplatz muss so gestaltet werden, dass Sie und die Bauarbeiter gut an alles herankommen. Sie sind dafür verantwortlich, Schotter ausstreuen zu lassen und den Weg zu finanzieren. Das kann insgesamt bis zu 1000 Euro kosten.

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