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Die Flächenheizung und Kühlung – zur Verbesserung des Raumklimas!

02.03.2020 | Wärme ist eine ursprüngliche Energieart, welche aufgrund einer exothermen Reaktion der Änderung des inneren Zustands eines Systems entspricht. Das Gegenteil von Wärme, die Kälte, ist somit mit unserem eigenen Körperbefinden zu erklären, welches unter Standardbedingungen, also bei einem Atmosphärendruck von 1,013 Bar eine Temperatur über 273,15 K ≙ 0 °C bedeutet. Entsprechend dieser Temperaturskala wird alles, was den 0 Punkt dieses Referenzpunktes unterschreitet als Kälte bezeichnet und alles was diesen Punkt überschreitet mit Wärme oder milden Temperaturen in Verbindung gebracht. Dass unsere eigene Wärmeempfindung dabei komplett andere Temperaturen vorzugsweise als angenehm empfindet, ist dem Umstand unserer eigenen Körpertemperatur sowie unseren Vorlieben zu verdanken. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Ergebnisse einer Befragung aus, die sich mit diesem Thema auseinandersetzte. Hier wurde festgestellt, dass es nicht nur regionale Unterschiede hinsichtlich der Kälte- und Wärmeempfindung zwischen Personen gibt, sondern ebenfalls das Alter eine beträchtliche Rolle spielt.

Die Flächenheizung als eine technische Gebäudeausrüstung ist bei den Heizsystemen als ein moderner Sonderfall zu betrachten, was ebenfalls für die Flächenkühlung als ein Kühlsystem gilt. Die Frage ist demnach: Wie funktionieren Heiz- und Kühldecken?

Quelle: https://unsplash.com/photos/gREquCUXQLI

Was ist eine Flächenheizung beziehungsweise Flächenkühlung? Der Aufbau und die Funktionsweise von Heiz- und Kühldecken!

 

Bei der Flächenheizung beziehungsweise Flächenkühlung handelt es sich um ein Heiz- oder Kühlsystem, welches seine Energie an die umliegenden Bauteile eines Wohngebäudes abgibt. Die wohl bekannteste Flächenheizung ist somit die Fußbodenheizung, welche in verschiedenen Ausführungsformen sowohl elektrisch als auch über einen Gas- oder Öl betriebenen Heizkreislauf mit Wärme versorgt werden kann. Fußbodenheizungen gibt es ebenfalls als Kühlsysteme. Neben dem Fußboden können Flächenheizungen/-kühlungen ebenfalls in der Wand, der Decke oder an spezifischen Bauteilen verankert werden, sodass diese dementsprechend für eine Betonkernaktivierung genutzt werden können. Dieser fachspezifische Begriff umschreibt in der Klimatechnik ein System, welches die Gebäudemasse zur Temperaturregulierung nutzt.

 

Dementsprechend werden im Rohbau bereits Kunststoffrohre oder Kapillarrohrmatten integriert, welche die Wand als Speichermedium für die Wärme oder Kälte verwenden. In diesem Zusammenhang überschreiten die Heiztemperaturen keine Temperaturen über 28 °C sowie unterschreiten die Kaltwassertemperaturen in der Regel keine 18 °C. Durch die flächendeckende Art der Heizung oder Kühlung können zudem Temperaturdifferenzen niedrig gehalten werden.

 

Die Ausstattung einer Wohnung mit einer Flächenheizung!

 

Die Ausstattung einer heutigen Wohnung oder eines ganzen Gebäudes verlangt durch den zunehmenden Klimawandel eine energieeffiziente Bauweise und Technik. Neben der Verwendung neuer Technologien sowie der Verarbeitung moderner Materialzusammensetzungen im Rohbau werden neue öffentliche Gebäude hinsichtlich ihrer Energieeffizienz mit Kompetenzfeld Markierungen versehen. Da eine Flächenheizung aufgrund ihres Aufbaus im Gegensatz zu den Heizkörpern einer Zentralheizung eine weitaus größere Übertragungsfläche bietet, reichen bereits die geringen Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe oder Solarzelle, um das System betreiben zu können. Hinsichtlich der Energieeffizienz ist es somit das Nonplusultra im Anlagenbau.

 

Neben energetischen Sanierungen im Bausektor bieten thermische Bauteilaktivierungen und Flächenheizungen einen Wärmebereich innerhalb eines Gebäudes, das dem einer Klimaanlage gleicht, zumal Ausführungen wie Heiz- und Kühlsegel genau zu diesem Zweck konzipiert wurden. Zumal der Strahlungsanteil dieser Deckenheizungen mit 92 Prozent dem einer Wandheizung mit 69 Prozent und einer Fußbodenheizung zwischen 50 und 70 Prozent bei Weitem überwiegt. Hier gehen, wie bei einer normalen Heizung viele Energieressourcen aufgrund von Konvektionen innerhalb der Raumluft verloren. Die Flächenheizung führt somit zu einer gleichmäßigeren Wärmeverteilung.

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