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Die Entwicklung von Solaranlagen auf Dächern in Deutschland

27.08.2019 | Regenerative Energien sind zwar bereits in Deutschland etabliert, gewinnen aber aufgrund der Diskussion um den Klimawandel immer mehr an Bedeutung. Tatsächlich war Deutschland Ausgangspunkt für die Entwicklung des weltweiten Photovoltaikmarktes. 1990 startete das 1.000 Dächer-Programm vom Bund und diente somit weltweit als Inspiration. In Deutschland gab es dann jedoch zunächst einen Stopp, während sich Japan zum weltweit größten Photovoltaikmarkt entwickelte. Ab 1999 kam es dann in Deutschland aufgrund des 100.000-Dächer-Programms und aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu einem dynamischen Marktwachstum.

In den letzten Jahren nahm die Anzahl der auf Dächern installierten Solaranlagen zu. Das kann fast jeder für sich selbst bestätigen, indem er einmal mit offenen Augen durch die Straßen geht. Gerade Ein- oder Zweifamilienhäuser werden dachseitig von Paneelen geziert. Solarenergie ist praktisch, denn nicht nur lässt sich ein guter Teil des eigenen Stromverbrauchs mit dem eigenproduzierten Strom decken, auch kommt die Einspeisevergütung noch ins Spiel. Dennoch sollten Interessenten vorab einige Punkte beachten.

Eine Solaranlage auf dem Dach hat grundsätzlich viele Vorteile, bringt aber Kosten mit sich. Lohnt sich das Ganze? Foto: pixabay.com
Eine Solaranlage auf dem Dach hat grundsätzlich viele Vorteile, bringt aber Kosten mit sich. Lohnt sich das Ganze? Foto: pixabay.com


Was sagen die Marktdaten in Sachen Photovoltaik?


Der Markt für Solaranlagen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. So konnte im Jahr 2018 ein Zubau von 2,81 GW verzeichnet werden, nachdem dieser Wert 2017 noch bei 1,66 GW lag. Insgesamt wurden dadurch 46 TWh Strom erzeugt, was ca. 8,7% des Netto-Stromverbrauchs in Deutschland entspricht. Die Zahl der PV-Anlagen summierte sich insgesamt auf 1,6 Millionen. Beachtliche Zahlen, die sich nach Ansicht des Fraunhofer-Instituts jedoch noch deutlich steigern müssten, um irgendwann die Energiewende deutlicher vorantreiben zu können.

Lohnt sich eine Solaranlage?


Aus umwelttechnischen Gründen ist eine eigene Solaranlage stets ein Gewinn. Darüber hinaus lässt sich auch noch eine große finanzielle Ersparnis erreichen, wenn die Anlage genug Energie erzeugt. Vor einer Entscheidung sollte deshalb immer der gewünschte Standort überprüft werden:

  • Dach – Die heutigen Solaranlagen können von nahezu jedem Dachtyp getragen werden. Trotzdem spielen Neigung und Ausrichtung des Daches eine wichtige Rolle. Umso weiter die Ausrichtung von der südlichen Richtung abweicht, desto mehr verkleinert sich die Leistung. Eine Ausrichtung nach Ost und West ist durchaus rentabel, nicht aber eine Ausrichtung nach Norden. Soll nur eine Dachhälfte genutzt werden, dann wird Westen oder Süden empfohlen.
  • Bedeckung - letztendlich kann eine Solaranlage auf allen Dachbedeckungen installiert werden. Allerdings sollte jedes Dach zuvor kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden, bevor es zu einer Installation kommt. Reparaturen werden nach der Installation nur deutlich teurer.
  • Sonnenlicht – Im Optimalfall kann die Anlage ungehindert mit Sonnenlicht bestrahlt werden. Kommt es hingegen zu Verschattungen durch Bäume oder andere Gebäude, mindert dies zwar den Ertrag, jedoch kann sich die Anlage trotzdem noch lohnen. Es existieren zudem Maßnahmen, um den Verlust durch Verschattungen teilweise auszugleichen.
  • Rechtliches - eine Solaranlage kann an verschiedenen Stellen installiert werden, doch entscheidet der Ort über die letztendliche Vergütung. Zudem ist es tatsächlich so, dass auch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht jedes Haus dazu berechtigt ist, mit einer Solaranlage bestückt zu werden. Jedes Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht, fällt darunter. Eigentümer müssen einen Antrag stellen, dieser wird tatsächlich per Einzelfallentscheidung entschieden. Auch Häuser, die der allgemeinen Optik eines Gebiets dienen, können unter ein Verbot fallen. Das kann auf historische Altstadtbauten zutreffen, aber auch auf ein Haus, welches das Bild eines Seekurorts mitprägt. Auch hier gilt: Unbedingt eine Genehmigung einholen.


Kosten und Förderungen: Genaue Planung hilft


Für die Installation einer Solaranlage gibt es durchaus die Möglichkeit, Fördermittel zu erhalten. Trotzdem ist es notwendig, die Anschaffungskosten den Förderungen gegenüberzustellen und zu errechnen, wann die Anschaffungskosten neutralisiert werden. Einige Faktoren im Überblick:

  • Kosten – sie sind äußerst variabel. Aktuell schwanken die Kosten zwischen knapp 5.000 Euro und 14.000 Euro, wobei sich die Kosten nach dem Quadratmeterpreis des zu bestückenden Daches richten. Größe trumpft hier durchaus auf: Je mehr Quadratmeter bedeckt werden, desto geringer sind die Kosten pro Quadratmeter.
  • Förderungen – es gibt günstige Darlehen der KfW-Bank, die sich oft auch mit anderen Krediten verknüpfen lassen. Manchmal kann es im Endeffekt günstiger sein, gleichzeitig die Dämmung zu modernisieren, da so eine höhere Förderung möglich ist. Aber auch abseits der KfW-Bank gibt es Fördermittel. Manche Bundesländer oder Kommunen haben eigene Förderprogramme für Solaranlagen, auch die EU bietet mitunter Fördermittel an. In der Regel ist eine Kombination der einzelnen Programme möglich.
  • Einspeisevergütung – aktuell beträgt die Einspeisevergütung je Kilowattstunde zwischen 7,24 und 10,48 Cent. Diese wird ab Inbetriebnahme der Anlage über 20 Jahre garantiert.


Wer wissen möchte, wann er die Kosten für die eigene Solaranlage wieder rausgeholt hat, benötigt dafür nur wenige Daten. Neben den Kosten für die Installation und den Betrieb der Anlage sind die Stromersparnis pro Jahr und die Gewinne durch die Einspeisevergütung zu ermitteln. Eine Gegenüberstellung zeigt schnell, wie groß die Ersparnis am Ende ausfällt.

Solaranlage mieten: Günstige Alternative?


Mit jedem Eigentum geht Verantwortung einher. Das trifft auch auf Solaranlagen zu, denn Eigentümer müssen sie versichern, warten lassen, gegebenenfalls reparieren. Die Kosten hierfür müssen natürlich auf die Kreditraten aufgerechnet werden, während sie von der Vergütung abgehen. Aber muss das so sein? Nein, denn es ist heute möglich, eine Solaranlage zu mieten. Die Vorteile:

  • Feste Zahlung – über die gesamte Mietdauer bleibt die monatliche Miete gleich. Sie beinhaltet alle wichtigen Kosten.
  • Komplettpaket - das Mieten schließt die Schritte ab der Planung bis hin zur Betriebsführung mit ein. Der Vermieter übernimmt die Instandhaltung.
  • Regional - der Marktführer der Mietanlagen, DZ-4, arbeitet mit renommierten regionalen Partnern zusammen. Interessenten unterstützen somit auch die Wirtschaft vor Ort. Diese Zusammenarbeit gewährleistet zudem eine schnelle Reaktion, sollte mal etwas nicht stimmen.
  • Speicher - dieser ist bei DZ-4 optional in die Miete inkludierbar. Bis zu 2/3 des jährlichen Strombedarfs können so gedeckt werden.
  • Kosten - es gibt verschiedene Modelle und Anbieter. Die Preise variieren da je nach Preispolitik der Anbieter sowie den inkludierten Serviceleistungen.


Dezentrale Stromversorgung und Vermietung von Solaranlagen


Die Miete einer Solaranlage ist gerade für die Haushalte ideal, die nicht wieder einen Kredit aufnehmen möchten, aber dennoch nicht auf eine Solaranlage verzichten wollen. Als erster dezentraler Stromversorger Deutschland ist das Unternehmen DZ-4 zudem Marktführer im Bereich der Vermietung von Solaranlagen für Hausdächer. Insgesamt bauen über 2.000 Kunden bereits auf dieses Modell und haben ihre Energiewende mit einem Rundum-Sorglos-Paket und ganz ohne Eigeninvestition gestartet.

Solaranlage kaufen oder mieten? Mittlerweile gibt es Optionen. Foto: pixabay.com
Solaranlage kaufen oder mieten? Mittlerweile gibt es Optionen. Foto: pixabay.com


Fazit – Solaranlagen können sich lohnen


Sofern die Rahmenbedingungen stimmen, ist die Solaranlage stets eine gute Wahl. Sie hilft grundsätzlich beim Sparen, denn selbst produzierter Strom ist deutlich günstiger als der Bezug des örtlichen Stromanbieters. Überschüssiger Strom kann zudem zum Festpreis eingespeist werden und ergibt einen zusätzlichen kleinen Gewinn als Bonus. Und mit der Mietmöglichkeit dürfte für viele Eigenheimbesitzer auch die Finanzierungsfrage geklärt sein.
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