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Die Bautrends 2018: Wie sehen die Häuser der Zukunft aus?

07.12.2017 | Moderne Eigenheime sind ökologisch, energieeffizient und flexibel. In den vergangenen Jahren haben sich die Häuser in Deutschland extrem entwickelt. Welche Bauweisen, Baulösungen und Bautechnologien werden im kommenden Jahr im Trend sein? Und über welche Ausstattung verfügen die Häuser der Zukunft? Wir werfen einen Blick auf die Bautrends 2018.


Foto: Expect Best / pexels.com

 

 

Eigenheime mit intelligenten Fassaden


Längst reicht es nicht mehr, wenn eine Fassade nur über eine Grundfunktionalität gegen Witterungseinflüsse wie UV-Strahlung, Regen und Sturm verfügt. Die Anforderungen an moderne Fassaden steigen permanent. Im kommenden Jahr werden Bauunternehmen verstärkt auf recycelbare und nachhaltige Fassaden zurückgreifen. Auch Photovoltaik-Elemente in Fassaden, die in der Lage sind, Energie zu erzeugen, werden schon bald keine Seltenheit mehr sein.

 

 

 

 

Das Smart Home wird immer ausgefeilter


Schon seit diesem Jahr kommen ständig neue Produkte rund um das Thema Smart Home auf den Markt – und daran wird sich auch 2018 nichts ändern. Die Generation, die derzeit Häuser bauen lässt, nutzt die digitalen Dienste umfassend und ist daher in der Lage, das Smart Home maßgeblich zu prägen. Vernetzte Häuser werden in Zukunft in der Lage sein, die Mobilitätsprofile der Bewohner mit den Rahmenbedingungen wie dem Stromverbrauch, dem Wetter und der Sonneneinstrahlung und dem Energiebedarf der Immobilien abzustimmen. Auf diese Weise sind komplexe Optimierungen möglich, von denen Eigenheimbesitzer noch vor ein paar Jahren nur träumen konnten.

 

 

 

 

KfW-Effizienzhäuser 40 Plus: Der neue Standard setzt sich durch


Eine wichtige Rolle spielt zudem der neue Standard KfW 40 Plus im Energie-Bereich, der bereits von einigen Baufirmen angeboten wird. Beispielsweise forscht der Massivhaus-Anbieter Viebrockhaus ständig nach aktuellen Trends und Entwicklungen, weshalb das Unternehmen auch in Bereichen wie Smart Home und Energieeffizienz stets auf dem aktuellen Stand ist. Häuser, die diesem Standard entsprechen, dürfen nur 40 Prozent der Energie eines standardisierten Referenzhauses verbrauchen. Zudem müssen sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

 

 

 

 

  • Stationäres Batteriespeichersystem als Stromspeicher
  • Stromerzeugende Anlage, die durch erneuerbare Energie betrieben wird
  • Stromverbrauch und Stromerzeugung sind über ein Benutzerinterface visualisierbar
  • Vorhandensein einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

 


Ein solches Effizienzhaus 40 Plus wird von der KfW mit neuen Förderhöchstbeträgen von bis zu 100.000 Euro gefördert. Dabei sind Kreditlaufzeiten von bis zu 30 Jahren bei einer Zinsbindung von bis zu 20 Jahren möglich.

 

 

 

 

 

Nachhaltiges und gesundes Bauen ist angesagt

 


Aber nicht nur die energieeffiziente Bauweise ist auf dem Vormarsch, auch das nachhaltige und gesunde Bauen wird immer wichtiger. Viele Bauherren werden sich im Jahr 2018 für Materialien entscheiden, deren Produktion nur wenig graue Energie erzeugt, die wenig bis keine Emissionen freisetzen und die bei einem späteren Rückbau nicht als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnet Bauprodukte aus, die diesen Voraussetzungen entsprechen und informiert auf ihrer Website regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich.

 

 

 

 

 

Die Bedeutung des digitalen Bauens nimmt zu


Auch die Bedeutung des digitalen Bauens wird im Jahr 2018 weiter zunehmen. Dank digitaler Fertigungs- und Planungsprozesse, wie wir sie schon aus dem Maschinen- und Automobilbau kennen, können auch Kleinstmengen von lediglich einem Stück seriell hergestellt werden. Dementsprechend lassen sich maßgeschneiderte Bauelemente umsetzen. Sowohl Planer als auch Bauherren genießen mehr Sicherheit, wenn die Fertigung computergestützt umgesetzt wird. Die Digitalisierung wird im kommenden Jahr vor allem den Entwurf, die Baustellenlogistik, den Gebäudebetrieb und das Recycling umfassen.

 

 

 

 

Der Bungalow-Baustil bleibt im Trend


In puncto Baustile hat auch im nächsten Jahr der Bungalow weiter die Nase vorn. Er kombiniert ein großzügiges, modernes Wohngefühl mit dem altersgerechten Wohnen, weil auf Treppen verzichtet wird. Schon seit einigen Jahren liegen Bungalows, die zuletzt in den 60er- und 70er-Jahren angesagt waren, in Deutschland wieder voll im Trend, woran sich auch 2018 nichts ändern wird.

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