« zurück zur Liste

Der Einfluss der Akustik beim Immobilienkauf

31.05.2019 | Wer sich heute für den Erwerb einer Wohnung interessiert, blickt auf eine lange Liste unterschiedlicher Aspekte, die es zu beachten gilt. Die allgemeinen Ansprüche an ein Objekt sind in einer Zeit hoher Kaufpreise nicht kleiner geworden. Doch eher selten vergewissern sich Interessenten bezüglich der zu erwartenden Akustik. Um welchen wichtigen Aspekt es sich dabei jedoch handelt, zeigt der Blick auf die folgenden Punkte.

Einfluss auf unser Wohlbefinden


Inzwischen liegen wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die eine Einordnung der Situation möglich machen. Demnach kann eine schlechte Raumakustik auf Dauer zu Beschwerden wie Müdigkeit und dem Verlust der Konzentration führen. Besonders deutlich tritt das Phänomen in einfachen Situationen des Alltags, wie zum Beispiel einer ausgelassenen Unterhaltung bei leiser Hintergrundmusik auf. Ist der Raum schlecht abgestimmt, so führt dies schnell dazu, dass sich die Gesprächspartner nur undeutlich verstehen und Teile des Gesprächs imaginieren müssen.

Entscheidend für die Einschätzung der Raumakustik ist zunächst die Unterscheidung zwischen Luft- und Kontaktschall. Unter dem Begriff Luftschall werden Geräusche wie Straßenlärm, laute Musik oder sich unterhaltende Menschen zusammengefasst. Der Kontakt mit Böden oder Wänden, der im Alltag für Geräusche sorgt, wird wiederum als Kontaktschall verbucht. Wer sich bei der Suche nach der perfekten Immobilie um die Reduzierung des Nachhalls bemüht, reduziert die unangenehmen Reflexionen des Schalls an den Wänden.

Auch im Nachhinein ist es möglich, diese Bedingungen in den eigenen vier Wänden positiv zu beeinflussen. Der Einsatz von Akustikplatten, wie beispielsweise von Trikustik, spielt eine große Rolle, um des Problems Herr zu werden. Darüber hinaus integrieren sich die akustischen Wandlösungen auf ansehnliche Weise in den Raum und sorgen dadurch für die ersehnte Atmosphäre.

Der Einfluss der Einrichtung


Doch nicht nur die Architektur eines Raums hat letztlich einen Einfluss darauf, wie wir seine Akustik wahrnehmen. Darüber hinaus handelt es sich um eine Frage der persönlichen Einrichtung. Bereits die Wahl des Bodens kann die Reflexion des Schalls in entscheidender Weise beeinflussen. Ein Steinboden sorgt für einen starken Nachhall, während ein darüber gelegter Teppich dazu in der Lage ist, diesen zu reduzieren.

Ein größeres Volumen an Möbeln und der Einsatz verschiedener Stoffe, wie zum Beispiel Vorhänge und Tischdecken, können ebenfalls zur Lösung des Problems beitragen. In vielen Fällen ist es schon auf diesem Wege möglich, eine eindeutige Besserung der Situation zu erreichen und positiv auf die Akustik einzuwirken.

Isolierung nach außen


Einen direkten Einfluss auf den Wert eines Objekts hat derweil seine akustische Isolierung. Einerseits ist hier der Wert der Lage nicht zu unterschätzen. Wer möglichst weit entfernt von stark befahrenen Straßen kaufen kann, sichert sich auf diese Weise einen wertvollen Vorteil. Zu einer Gefahr für den zu erzielenden Preis werden derweil Straßenbahnen, laute Güterzüge oder gar Flugzeuge, die mit ihrem Lärm die eigenen vier Wände erreichen. Gefragt ist in diesem Fall die ruhige und doch zentrale Lage, die beide Ansprüche in sich vereint und dadurch den Gewohnheiten der Bewohner klar entgegenkommt.

Doch eine ungünstige Lage in dieser Kategorie muss noch nicht das ständige Ausgesetztsein bedeuten. Darüber hinaus bietet sich die Chance, durch den Einsatz von Schallfenstern den Druck zu reduzieren. Während Mieter hier bisweilen auf Unterstützung zählen können, müssen Eigentümer diese Kosten selbst tragen. Doch in aller Regel lohnt es sich, diesen Schritt zu gehen. Während zunächst eine nennenswerte Investition erforderlich sein mag, bietet sich damit doch die Gelegenheit, den Wert des Wohnobjekts langfristig zu beleben und dadurch einen Mehrwert zu erzielen.

500050

« zurück zur Liste