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Der Designklassiker Fischgrätparkett hat Rückenwind

04.06.2018 | Fischgrät Parkett und Stuck an Decken und Wänden kreieren ein inneres Bild eines herrschaftlichen Anwesens. Dabei sind die winklig zueinander verlaufenden Massivholzstäbe für den optischen Eindruck ebenso wichtig, wie die kunstvollen Ornamente. Diese raumprägenden Elemente symbolisieren klassische Eleganz. Auf das zeitlose Stilmittel des Fischgrätparketts greifen Innenarchitekten nun wieder verstärkt zurück. Die Verlegeart Fischgrat erlebt eine Renaissance.
Bild: Graf Parkett


Das klassische Verlegemuster Fischgrät eignet sich insbesondere für grosszügige Räume. Denn dann entfaltet es seine Eleganz und sorgt für ein interessantes Lichtspiel. Bestimmt durch den Lichteinfall in den Raum werden einzelne Reihen des Riemenparketts betont und die Maserung des Holzes hervorgehoben. Heute werden auch immer mehr gebürstete Holzoberflächen verkauft, welche das Lichtspiel von Fischgrät Parkett noch stärker inszenieren und für unvergleichliche Raumwirkungen sorgen.

Parkett als Stilmittel


Bauherren und Inneneinrichter verstehen den Naturwerkstoff Holz – und Parkett im Besonderen – als prägendes Gestaltungsmittel. Echtholzböden mit ihren Dielen-Unikaten beseelen Räume durch ihre Erscheinung. Ein Wohnzimmer wird mit der Wahl eines kleinformatigen Riemens in natürlich behandelter Eiche einen gänzlich anderen Charakter erhalten, als wenn eine grossformatige Landhausdiele in Nussbaum oder ein Fischgrätparkett aus geräucherter Eiche verlegt wird. Innenarchitekten verstehen sich darauf, den Charakter eines Hauses so zu gestalten, dass er sowohl dem Gebäude und seiner Geografie, als auch den Wünschen der Bauherrschaft gerecht wird. Fischgrät Parkett verwenden Gestalter heute vor allem zur Symbiose von Moderne und klassischer Eleganz.

Französischer Fischgrat oder Ungarischer Fischgrat


Beim Fischgrätparkett werden die Parkettstäbe beidseitig um 45° - seltener auch um 30° - zueinander verlegt. Fachleute für Fischgrätparkett wie Graf Parkett sprechen von Französischem Fischgrat, wenn die Stäbe nicht angeschnitten werden, sondern übereinander aus verlaufen. Von Ungarischem Fischgrat sprechen sie, wenn die Stäbe im Verlegewinkel angeschnitten werden und sich bei der Verlegung jeweils die beiden Spitzen der Stäbe treffen. Gerade in modernen Bauten ist eher die französische Verlegeart anzutreffen, denn sie harmoniert besser mit einer geradlinigen und schnörkellosen Architektursprache.

Holzstruktur beeinflusst die Wirkung zusätzlich


Die Parkettindustrie kennt heute zahlreiche Fertigungsmethoden zur Oberflächenstrukturierung von Echtholz. Kannte man in vergangenen Tagen fast ausschliesslich die geschliffene und danach versiegelte Parkettoberfläche, ist das heutige Angebot ein Abbild der gesellschaftlichen Individualisierung. Gebürstete, gealterte, von Hand ausgearbeitete, sägerohe und sogar sandgestrahlte Oberflächen sind omnipräsent und eröffnen vor allem für die Holzbehandlung mit farblich pigmentieren Ölen eine Vielzahl an gestalterischen Möglichkeiten. Durch das von der Tageszeit bestimmte Spiel mit Licht und Schatten aufgrund der Anordnung des Hauses und seiner Fenster bescheren diese Oberflächen – gerade in der Verlegeart Fischgrat – immer wieder neue Erscheinungsbilder ein und desselben Bodens.
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