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Dachrinnen: Die nicht zureichend gewürdigten Erhalter der Bausubstanz

18.03.2020 | Dachrinnen - es gibt im Alltagsleben wohl kaum etwas Vergleichbares, was für die meisten Menschen nicht ähnlich uninteressant oder vernachlässigbar erschiene. Dachrinnen leiten nun mal Regenwasser ab, warum sollte man also tiefer darüber nachdenken? In diesem Artikel geben wir darauf eine einfache und klare Antwort: Einfach deshalb, weil Dachrinnen unsere Häuser vor dem Verfall und uns selbst vor dem Nasswerden schützen. Erklärung folgt.

Foto: (c) Hans - pixabay.com
Foto: myloview.de


Über die Funktion von Dachrinnen

Dachrinnen treten für gewöhnlich nur dann ins Alltagsbewusstsein, wenn sie kaputt oder verstopft sind. Dann nämlich werden unsere Hauswände schmutzig und nass, und auch die Passanten, die unter einer solchen defekten bzw. in ihrer Funktionalität gestörten Dachrinne vorbeilaufen, werden gegebenenfalls unangenehm überrascht. Es ist kurzum wie mit allen anderen Routinen auch: So lange alles seinen gewohnten Lauf läuft, fällt es uns nicht weiter auf, stört es und bekümmert es uns nicht; doch, sobald einmal die Krise zuschlägt und die Routinen aus den Fugen geraten, werden wir hellhörig und können nicht mehr so weiter machen wie bisher.

Dabei sind Dachrinnen doch so wichtig. Viele ärgern sich gerne und sehr, wenn die Dachrinnen mal verstopft sind oder undicht werden, aber wären sie gar nicht erst da, so würden der ganze Schmutz und Schlamm ansonsten eben einfach an unseren Hauswänden oder eben an uns selbst kleben bleiben. Zudem würden die Hauswände durch die häufige Befeuchtung auf Dauer Schaden nehmen. Der Bausubstanz würde es an die Substanz gehen. Dachrinnen erfüllen somit in erster Linie eine Schutzfunktionen; sie schützen uns vor den Unannehmlichkeiten, die Regenwasser uns und den Gebäuden um uns herum ansonsten zufügen würde.

Doch es bleibt nicht bei dieser einen Funktion: Dachrinnen sammeln nicht einfach nur Regenwasser und Schmutz, sondern leiten Regenwasser über entsprechende Fallrohre auch ab. Dies führt dazu, dass man Regenwasser beispielsweise in einer entsprechenden Zisterne sammeln kann - eine Strategie, die besonders in sehr regen- und wasserarmen Gebiet zur Bewässerung von Gärten und Beeten gut und sinnvoll eingesetzt werden kann und wird. Dachrinnen können im Übrigen aus verschiedenen Werkstoffen gefertigt werden. Darunter befinden sich beispielsweise Titanzink, Kupfer, verzinktes Stahlblech, PVC oder Edelstahl. Die ersten Dachrinnen wurden noch aus Holz gebaut. Später setzte man lieber auf solidere Materialien wie Stein oder Ziegel.

Pflege von Dachrinnen

Wir haben weiter oben davon gesprochen, dass ein zentrales Problem bei Dachrinnen eine Verstopfung sein kann. Damit es gar nicht erst dazu kommt und kein Schaden an der Bausubstanz entsteht, ist es wichtig, Dachrinnen regelmäßig zu pflegen und sauber zu machen. Was aber heißt das nun genau?

Dachrinnen fungieren gerne mal als Auffangbehälter für alle möglichen Baumblätter, für kleine Äste, Blüten und sonstigen Schmutz, der durch das Regenwasser von den Dachziegeln in sie hineingespült wird. Daher ist es essentiell, die Dachrinne von diesem Fremdmaterial regelmäßig zu befreien. Manchmal kann es sein, dass dies häufiger passieren muss, und zwar dann nämlich, wenn die Dachrinne nicht ordnungsgemäß eingebaut worden ist. Ist beispielsweise das Gefälle falsch eingestellt worden, dann kann ein Großteil des kleinteiligen Schmutzes, der ansonsten problemlos ins Fallrohr gelangt und abgeflossen wäre, eben nicht abfließen und staut völlig unnötig das Regenwasser. In welchen Abständen man eine Dachrinne reinigen sollte, ist deshalb nicht pauschal bestimmbar. Jeder sollte sich also am besten an die besonderen Bedürfnissen seiner speziellen Dachrinne adaptieren.

Wer indes nicht so gerne auf die Leiter steigt und die Intervalle zwischen den Dachrinnensäuberungen deshalb gerne vergrößern möchte, kann auch ein Schutzgitter einbauen oder einbauen lassen, dass den meisten Schmutz gar nicht erst in die Regenrinne geraten lässt. Und wer in besonders kalten Gegenden wohnt, ist gut damit beraten, seine Dachrinne mit speziellen Heizschlangen bzw. -stäben auszustatten, damit das Wasser auch bei Minustemperaturen gut abfließen kann.

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