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Carports - die besseren Garagen?

05.04.2019 | Einen sicheren Stellplatz für das eigene Fahrzeug wünscht sich jeder. Viele Immobilienbesitzer entscheiden sich für ein Carport als Alternative zur Garage. Dies kann aufgrund von räumlichen Gegebenheiten, baurechtlichen Bestimmungen oder schlicht des Geschmacks wegen der Fall sein. Carports erfreuen sich wachsender Beliebtheit und stellen einen echten Mehrwert für jede Immobilie dar.

Foto: pixabay.com - PIRO4D
Foto: pixabay.com - PIRO4D


Was sind die Vorteile?


Die Vorteile eines Carports liegen auf der Hand: sie sind kostengünstig, schnell errichtet und können so gestaltet werden, dass sie sich optimal in das Gesamtbild einfügen. Zudem erfüllt es selbstverständlich einen ganz praktischen Zweck: es schützt ein oder mehrere Fahrzeuge bei schlechtem Wetter vor Schnee, Regen und Hagelschlag. Im Gegensatz zu einer Garage heizt ein Auto in einem Carport bei hohen Temperaturen weniger stark auf. Im Winter bleiben die Scheiben des Autos zudem eisfrei, solange der Carport sich an einer Hauswand befindet oder selber über Seitenwände verfügt.
  • gute Belüftung
  • Schutz vor Wind und Wetter
  • Fahrzeug trocknet bei Regen ab (keine Korrosion durch eingebrachte Flüssigkeit)
  • erweiterbar durch Geräteschuppen / Abstellraum
  • Gut an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar
  • kostengünstig


Was gibt es für Varianten?


Es gibt zahlreiche Varianten von Carports, die sich in Form von Größe, Form, Materialwahl und Gestaltung unterscheiden. So lässt sich immer eine Carport Variante finden, die den individuellen Vorstellungen entspricht.

Die meisten Carport-Konstruktionen werden aus Holz oder Aluminium errichtet. Wer wert auf eine natürliche Optik legt, ist mit Holz als Baumaterial gut beraten. Bei regelmäßiger ordnungsgemäßen Pflege ist eine Holzkonstruktion dauerhaft beständig. Insbesondere wer die Montage selbst durchführen möchte, sollte auf Holzkonstruktionen setzen. Carports aus Aluminium sind in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich. Die Anschaffungskosten sind wesentlich höher als bei Holz-Varianten. Dennoch können Aluminium-Carports vor allem in Design punkten. Letztlich entscheidet der persönliche Geschmack, Carports können unabhängig von der Materialwahl individuell gestaltet werden.

Bedachung und Seitenwände


Die Bedachung eines Carports kann geschlossen blickdicht oder offen und transparent gestaltet werden. Als Dachform kommen je nach Geschmack und räumlichen Gegebenheiten unterschiedliche Typen in Betracht:
  • Bogendach
  • Walmdach
  • Satteldach
  • Krüppelwalmdach
  • Pultdach


Ein Carport muss nicht zwangsläufig von allen Seiten aus begehbar sein. Die Seitenwände des Carports können darüber hinaus mit einem Sicht- oder Wetterschutz ausgestattet werden.

Was gilt es bei der Planung zu beachten?


Selbstverständlich müssen die eigenen Ansprüche bei der Planung des Carports berücksichtigt werden. Für Klein bis Mittelklassewagen kann man sich an folgenden Mittelwerten orientieren, Oberklassewagen nehmen etwas mehr Platz ein:

  • 3 bis 4 Meter Breite
  • 5 bis 7 Meter Länge
  • 2,30 bis 3 Meter Höhe


Doppel-Carports erweitern den Platz dementsprechend, können für weitere Fahrzeuge oder aber auch als zusätzlicher Raum genutzt werden. Bei Bedarf lässt sich so auch ein Geräteschuppen / Abstellraum oder ähnliches in den Carport integrieren. Bei der Planung sollte vor allem darauf geachtet werden, ob sich die persönliche Situation in den nächsten Jahren verändert. Wenn Nachwuchs geplant ist oder demnächst den Führerschein macht, sollte dies bei der Dimensionierung des Carports berücksichtigt werden. Carports lassen sich auch so konstruieren, dass sie gegebenenfalls um eine zusätzliche Stellfläche erweitert werden können.

Untergrund, Konstruktion, Dach


Zunächst einmal muss der Untergrund für der Carport vorbereitet werden. Je nach Beschaffenheit des Bodens, muss hier ein Fundament für die Konstruktion gegossen werden. Anschließend kann die Konstruktion auf diesem Fundament montiert werden. Wenn alle Elemente zusammengefügt sind, kommt als letzter schritt die Bedachung des Carports.

Entgegen weit verbreiteter Meinung ist für die Errichtung eines Carports sehr wohl auch eine Baugenehmigung einzuholen. Bewilligt werden diese Genehmigungen aber in den allermeisten Fällen, sodass dies nur eine kleine bürokratische Hürde darstellt.

Aufbauen lassen oder Selbstaufbau?


Ob man die Montage sprichwörtlich selbst in die Hand nehmen möchte oder lieber den Fachmann beauftragt, liegt im ermessen jedes Einzelnen. Carport-Konstruktionen, wie Carport Bausätze von Easycarport beispielsweise, können von handwerklich geübten Personen auch ohne weiteres selbst montiert werden. Dabei lassen sich entsprechende Bausätze nach eigenen Vorstellungen konfigurieren und an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will oder sich den Aufbau selbst nicht zutraut, der sollte Handwerkern das Montieren überlassen. Die Bauzeit beträgt je nach Größe und Gestaltung des Carports zwischen einem halben und einem Tag.

Dachfläche effektiv nutzen


Das Dach eines Carports lässt sich zudem effektiv nutzen. Hier bietet sich vor allem eine Dachbegrünung an oder die Installation einer Solaranlage. Die Dachbegrünung sorgt dafür, dass die Dachfläche nicht versiegelt wird. Eine extensive Begrünung mit verschiedenen Gräsern und Moosen nimmt das Regenwasser auf, entlastet das Abwassersystem und verbessert das Mikroklima vor Ort. Mit einer Solaranlage kann die Dachfläche des Carports zur Stromerzeugung genutzt werden. Besonders bei einer bereits vorhandenen Solaranlage auf dem Dach der Immobilie bietet sich eine Erweiterung der Modulfläche an.
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