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Birger Dehne Immobilien Experte

07.09.2020 |  Was uns die Corona Krise über das neue Wohnen beibringt - Mit Immobilien Experte Birger Dehne

Der Immobilienmarkt ist im Rahmen der Corona Krise fast zum Stillstand gekommen. Kein Wunder, denn in Zeiten großer wirtschaftlicher Unsicherheit möchte kaum jemand ein Eigenheim kaufen oder umziehen. Experten gehen davon aus, dass diese Flaute nicht von langer Dauer sein wird, und aufgrund zahlreicher gestoppter bzw. verzögerter Bauprojekte wird im Nachgang der Krise sogar ein noch größerer Nachfrageüberhang erwartet, als ohnehin schon auf dem Wohnungsmarkt besteht. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Corona Krise keine langfristigen Folgen dafür haben wird, wie in Zukunft Menschen wohnen – und wie sich der Markt infolge dessen weiterentwickelt.

Unterstützt von Birger Dehne, seines Zeichens einer der größten Wohnungsbesitzer Deutschlands und ein Experte mit langjähriger Erfahrung, finden wir heraus, was uns die Krise über das neue Wohnen und den Immobilienmarkt beibringt.

Quelle: pexels.com

Arbeiten, Einkaufen, Wohnen – Das Leben verlagert sich 

 

Home Office, Online Shopping und Social Media – vor allem in den ersten Monaten der Krise verlagerte sich das Leben fast vollständig in die eigenen vier Wände und ins Internet. Das hat nicht nur zu dem einen oder anderen Budenkoller geführt, sondern auch ganz praktisch demonstriert, wie ortsunabhängig und dezentral der Alltag dank moderner Technologien sein kann. Viele Büroarbeiten sind von zu Hause aus möglich. Kleidung, Möbel oder auch Lebensmittel sind nur einen Klick entfernt. Und über Social Media, Zoom und Co bleibt man auch daheim immer in Kontakt mit Freunden und Familie. Da sich die hierzu genutzte Technologie stetig weiterentwickelt, ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren noch mehr Lebensbereiche online stattfinden werden.

 

Was eine in den vergangenen Jahren bereits absehbare, jedoch eher schrittweise Entwicklung war, ist durch die Corona Krise beschleunigt worden: Fast alles, was das Wohnen in der City und in Ballungsräumen früher attraktiv gemacht hat, kann heute auch andernorts stattfinden. Damit stellt sich für immer mehr Menschen die Frage: Warum in teuren, kleinen Appartements wohnen, wenn es in den Vororten oft nicht nur günstiger, sondern auch großzügiger und grüner ist? „Früher zog es die Menschen in die Städte. Seit einigen Jahren schon ist jedoch eine reziproke rural-urbane Migration zu beobachten, die in Zukunft - und jetzt natürlich noch befeuert durch die Corona Krise – weiter an Fahrt aufnehmen wird.“, erklärt Birger Dehne.

 

Die langfristigen Folgen für den Immobilienmarkt – für institutionelle Investoren wird es Zeit, umzudenken

 

Angeregt durch die neue, dezentrale Arbeitsweise fragen sich viele Arbeitgeber, ob sie wirklich so große, teure Büroflächen benötigen. Zahlreiche Unternehmen erkennen jetzt, dass Home-Office nicht nur machbar ist, sondern auch großes Einsparungspotential birgt. Damit werden Büroimmobilien in den Top Lagen weniger attraktiv – auch auf Dauer. Der ohnehin schon um seine Existenz kämpfende Einzelhandel wird durch das Wegbleiben der Kunden ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Ladenflächen stehen leer und ob sich neue Mieter finden, vor allem zu den bisherigen Preisen, ist nicht sicher.
 

Für Investoren – und das gilt besonders für die institutionellen Großinvestoren – wird jetzt klar, was sich für Experten wie Birger Dehne schon lange abzeichnet: Die Attraktivität von Büro-, Einzelhandels-, Hotel- und Luxusimmobilien in den Top Lagen nimmt ab, dafür steigt die Beliebtheit von wohnwirtschaftlichen Immobilien in den B-, C- und D-Lagen. Genau hier hat sich Birger Dehne in den vergangenen 20 Jahren seinen Objektbestand aufgebaut. Für ihn waren die Entwicklungen, die sich jetzt durch die Corona Krise beschleunigen, schon früh absehbar. Die Reaktion der institutionellen Investoren kommt für ihn deutlich zu spät.  

 

Trends sind absehbar, die Zukunft bleibt jedoch ungewiss

 

Dass die Corona Krise den Immobilienmarkt verändert, ist unzweifelhaft. Wie dauerhaft und wie genau diese Veränderungen ausfallen werden, lässt sich jedoch nur schwer sagen. Für Birger Dehne sind große Trends wie die reziproke rural-urbane Migration klar absehbar, wie sich die Mikromärkte in den heterogenen Makromärkten verändern werden, hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab. Wer am Markt klug agieren will, sollte diese weiter im Blick behalten.  

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