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Arbeitsschutz beim Hausbau in Eigenregie

20.03.2018 | Wer ein Haus bauen oder eine größere Renovierung beziehungsweise Sanierung durchführen will, muss sich als Bauherr unbedingt mit dem Thema Arbeitsschutz beschäftigen. Die Baustelle sollte so gut es geht gesichert sein, um Unfälle und damit verbundene Verletzungen zu vermeiden. In der sogenannten Baustellenverordnung wie auch im Arbeitsschutzgesetz hat der Gesetzgeber sehr genau festgelegt, was der Bauherr hierbei alles beachten muss.
Foto: Capri23auto / pixabay.com


Sicherheit sollte an erster Stelle stehen


Es gibt viele Bauherren, die sich mehr Gedanken über die finanziellen Themen und die Planung des Bauvorhabens machen. Die Sicherheit spielt für sie eher eine untergeordnete Rolle, was unter Umständen fatale Folgen haben kann. Somit ist „Safety First“ nicht bloß eine Floskel, sondern ein ernst zu nehmendes Thema. Sicherheit und Arbeitsschutz sollten auf einer Baustelle immer eine sehr wichtige Rolle spielen. Das bedeutet, dass alle vom Gesetzgeber festgelegten Vorgaben unbedingt eingehalten werden müssen. Dennoch ist die Zahl der jährlichen Unfälle immer noch recht hoch. Das zeigt, dass sich viele Bauherren eben nicht an die Vorgaben halten.

Was sind die häufigsten Unfälle auf Baustellen und wie lassen sie sich verhindern?


Sehr häufig ist von sogenannten SRS-Unfällen zu hören, wobei SRS für stolpern, rutschen und stürzen steht. Diese machen ungefähr ein Drittel aller gemeldeten Vorkommnisse aus. Daher gilt es hier anzusetzen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Wenn es zu einem Sturz von einem Gerüst kommt, können schwere Verletzungen entstehen, wie zum Beispiel Kopfverletzungen. Um diese zu verhindern, sollte der Bauherr spezielle Fangnetze an der Fassade anbringen. Wichtig ist auch, dass alle Stolperfallen beseitigt werden, wie zum Beispiel:
  • hochstehende Kanten
  • glatte, nasse oder unebene Fußböden
  • fehlende oder nicht ausreichend sichtbare Markierungen


Um die oben erwähnten SRS-Unfälle weitestgehend zu vermeiden, sollten alle Gerüste, Leitern und die Treppen ideal gesichert werden. Und um zu verhindern, dass die Arbeiter ausrutschen, können rutschhemmende Industriematten helfen. Diese verfügen über eine spezielle Oberfläche, die dafür sorgt, dass sich kein nasser Film bilden kann. Dadurch haben die Arbeiter mehr Halt und können sich sicherer bewegen.

Schutzkleidung beim Hausbau


Auch die Arbeiter selber sollten mit der passenden Schutzausrüstung ausgestattet werden. Sie müssen möglichst stabile und qualitativ sehr hochwertige Sicherheitsschuhe tragen. Auf Baustellen sollten diese zudem mit einer Stahlkappe ausgestattet sein. Dadurch sind die Füße, beziehungsweise die Zehen, der Arbeiter vor herabfallenden Gegenständen und Werkzeugen geschützt. Die Hosen von Fliesenlegern sollten mit einer Kniepolsterung versehen sein. Jacken und Warnwesten sind dagegen idealerweise wasserdicht, winddicht und am besten auch atmungsaktiv.

Sehr oft kommt es zudem auch zu Unfällen auf Baustellen, wenn Maschinen und Werkzeuge falsch bedient werden. Um beim Bohren, Schneiden oder Hämmern schmerzhafte Verletzungen zu vermeiden, sollten hierbei geeignete Sicherheitshandschuhe getragen werden. Je nachdem, welche Arbeit durchgeführt wird, sollten diese vor Splittern, anderen spitzen Gegenständen und auch vor Chemikalien schützen. Reflektoren auf der Schutzkleidung können dafür sorgen, dass sich die Arbeiter auch im Dunklen gegenseitig erkennen. Auch dadurch lassen sich Unfälle vermeiden.

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