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Der Umstieg von Ölheizung auf Infrarotheizung – Heizen im Einfamilienhaus

25.09.2020 | Die Suche nach einer neuen Heizung

Im Jahr 2010 suchte eine Familie aus Gütersloh für ihr 138 m² großes Einfamilienhaus ein neues Heizsystem. Das 1978 gebaute Haus wurde mit einer veralteten Ölheizung geheizt. Die Dämmung des Hauses entsprach nur der ersten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1977. Durch die veraltete Heiztechnik hatte die Familie einen erhöhten Energieverbrauch.


Einfamilienhaus mit Infrarotheizung und Photovoltaikanlage - Copyright © VASNER

Es sollten keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden, stattdessen sollte die alte Heiztechnik gegen ein neues System ersetzt werden. Die Eigentümer waren offen für neue und alternative Heiztechniken und so entschieden sie sich für eine elektrische Heizung auf Basis von Infrarottechnik. Trotz der mittelguten Energetik des Hauses. Im Idealfall sollte das Heizen mit Infrarot zu einer leichten Reduzierung der Heizkosten führen.

 

Allgemeine Info Infrarotheizung:

Sowohl Bestandsbauten als auch Neubauten lassen sich schnell und zu geringen Kosten auf Infrarotheizungen umrüsten. Heizungen mit Infrarot gibt es mit einer Leistung von 300 Watt bis 1100 Watt. Die kompakte Bauweise der elektrischen Heizungen macht Sie mit ihren vielfältigen Designs zu attraktiven und unauffälligen Heizelementen. Eine Infrarotheizung mit neuester Technik sorgt effizient für angenehme Wärme und ein positiv verändertes Klima in Räumen.

 

Die Nutzung der Infrarotheizung im Einfamilienhaus

Die ursprüngliche Idee der Familie war, autark von fossilen Brennstoffen zu werden, eigenen Strom zu produzieren und diesen aktiv vor Ort direkt zu nutzen. Denn die  Nachhaltigkeit hatte bei der Nutzung von umweltschonender Solarenergie einen besonders hohen Stellenwert. Auch dies trug zur Entscheidung für strombetriebene Infrarotheizungen der Marke VASNER in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage bei.

 

 

 

Infrarotheizung Glas - Copyright © VASNER

 

Insgesamt wurden 12 Infrarotheizungen mit einer Gesamtleistung von 6,95 kWh im Einfamilienhaus verbaut. Die Infrarotheizungen kosteten damals in der Anschaffung 3.500 EUR. Zusätzlich kamen Kosten von 1.100 EUR für die Installation der Geräte hinzu. Die Photovoltaikanlage wurde ebenfalls zu einem Preis von ca. 34.000 EUR neu gekauft. Im Abgleich mit heutigen Photovoltaikanlagen war das System teuer – für damalige Verhältnisse jedoch normal. Man verzichtete jedoch auf ein Speichermedium und setzte auf den Mix aus Eigenbedarfsnutzung und Einspeisung, was damals im Gegensatz zu heute noch attraktiv vergütet wurde.

 

Infrarot Spiegelheizung - Copyright © VASNER

 

Der Hersteller VASNER konnte mit dem Projekt „Infrarotheizung im Einfamilienhaus“ 9 Jahre lang die Rentabilität der eigenen Infrarotheizung in einem langjährigen Praxisprojekt mit einem damals durchschnittlich energetischen Gebäude testen und dokumentieren. Im Vergleich der Kosten beim reinen Heizen war die Nutzung von Infrarotheizung und Photovoltaik um 260 EUR geringer als bei der vorherigen Ölheizung. Dafür, dass die Stromkosten in Deutschland verhältnismäßig hoch sind, ist das ein erstaunlich großer Betrag. Zudem entfielen bei der Infrarotheizung die jährliche Wartung und der Schornsteinfeger, sodass weitere Kosten gespart werden konnten. So ergab sich zusammen mit den geringeren Heizkosten eine jährliche Einsparung von 510 EUR. Dies war ein überraschendes Ergebnis, da aufgrund des fehlenden Speichermediums nur ein kleinerer Teil der Energie der PV-Anlage direkt genutzt werden konnte.

Wechselrichter Photovoltaik - Copyright © VASNER

 

Einhergehend ergab sich der Umstand, dass im Sommer mit der Anlage viel Strom generiert wird, während im Winter – wo am meisten geheizt wird – deutlich weniger Strom durch die Sonne erzeugt wird. Die Familie hatte demzufolge den überschüssigen Strom zu guten Konditionen in das Netz abgegeben. Dafür bekamen sie damals einen Preis von 0,21 EUR brutto pro kWh vergütet. Da heutzutage die Einspeisung nicht mehr finanziell attraktiv ist, setzt man dafür auf moderne Speichermedien, um einen höheren vor Ort Nutzungsgrad zu erreichen.

 

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