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19.12.2016, 10:23

Alarmanlagen – der Wachmann, der nie schläft


Sich selbst, nahestehende Menschen und nicht zuletzt seinen Besitz zu schützen, ist als Bedürfnis so alt, wie die gegenteilige Bereitschaft, sich auf Kosten anderer, gegen deren ausdrücklichen Willen und nicht selten zu deren Schaden, zu bereichern. So lange es menschliche Zivilisationen gibt, so lange gibt es Raub und Diebstahl und so bedauerlich es sein mag, daran wird sich auch in Zukunft kaum etwas ändern. Im Gegenteil ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass Besitz und Eigentum einer kontinuierlich wachsenden Gefährdung ausgesetzt sind. Gerade Immobilienbesitzer stehen deshalb vor der Herausforderung, die Freude am Eigentum nicht durch die Angst vor dessen Verlust verderben zu lassen. Eine beliebte Maßnahme, das eigene Heim vor unberechtigtem Zutritt zu schützen, ist der Einbau einer Alarmanlage. Hersteller versprechen mit ihrem umfangreichen Angebot den optimalen, individuellen Schutz vor Einbrüchen und empfehlen zu diesem Zweck verschiedene Systeme, mit zahlreichen Komponenten, Ausstattungsmerkmalen und Funktionen, die jede offensichtliche wie auch unvorhergesehene Schwachstelle einer Immobilie überwachen und schützen sollen.

 

Wir haben uns für Sie schlau gemacht und einen Blick auf diesen Alarmanlagen Test geworfen. Unsere Erkenntnisse haben wir in diesem Newsbeitrag zusammengefasst. Viel Freude beim Lesen.




Aufbau und Funktionsweise einer Alarmanlage

Eine Alarmanlage besteht prinzipiell aus drei grundlegenden Komponenten und entfaltet ihre Schutzwirkung aus deren individuell sinnvollen Kombination und Zusammenarbeit.

Signalgeber / Melder / Sensoren

Überall dort wo die potentielle Gefahr eines unbefugten Zutritts besteht, werden bei der Einrichtung einer Alarmanlage geeignete Signalgeber installiert. Hier findet sich eine Vielzahl verschiedener Modelle, die dem jeweiligen Installationsort und der gewünschten Schutzwirkung angepasst sind.


  • Erschütterungssensoren
    Für Objekte im Innenbereich verfügen einige Alarmanlagen über Sensoren, die Erschütterungen und Vibrationen wahrnehmen und als Signal weiterleiten. Für eine Tür- oder Fensterüberwachung eignen sich Erschütterungssensoren wegen der hohen Gefahr eines Fehlalarms nicht.
  • Glasbruchmelder
    Sensoren die eine Zerstörung oder Beschädigung einer Fensterscheibe oder der Scheibe einer Glas-Außentür melden, sind bei Alarmanlagen weit verbreitet. Es finden sich hier jedoch verschiedene Funktionsweisen:

    Akustische Glasbruchmelder registrieren und melden die Schallwellen, die typischerweise beim Einschlagen einer Scheibe entstehen. Akustische Glasbruchmelder benötigen keinen direkten Kontakt zur Glasscheibe.

    Aktive Glasbruchmelder versetzen mit einem Sender die überwachte Scheibe in unmerkliche Schwingungen und registrieren diese über einen Empfänger. Verändert sich die Schwingungsfrequenz oder bricht vollständig ab, wird ein Signal abgegeben.

    Passive Glasbruchmelder registrieren die Schwingung eines Glasbruchs direkt an der Scheibe.

    Alarmgläser sind speziell gefertigte Fenstergläser, die mit einer stromführenden Alarmschleife ausgerüstet sind, deren Durchtrennung bei Glasbruch eine Alarmmeldung auslöst.
  • Tür-/Fensterkontakte / Öffnungsmelder
    Die naheliegendste Art des Signalgebers ist der Fenster- oder Türkontakt. Als sogenannter Reedkontakt arbeitet ein Öffnungsmelder in der Regel mit zwei Magneten, die aufeinander abgestimmt am Fenster, bzw. an der Tür und am Rahmen montiert werden und im aktivierten Zustand melden, wenn sich beide Bauteile durch Öffnung voneinander entfernen.
  • Bewegungsmelder
    Als Bewegungsmelder kommen in der Regel sogenannte PIR-Sensoren (Passive Infrarot Sensoren) zum Einsatz. Über die von Säugetieren abgegebene Wärmestrahlung wird eine Bewegung im Überwachungsbereich registriert und ein Signal abgegeben.
  • Warnmelder
    Neben klassischen Einbruchsmeldern können auch andere Warnmelder mit einer Alarmanlage verbunden werden.
    • Rauchmelder
    • Gasmelder
    • Kohlenmonoxidmelder
    • Hitzemelder
    • Wassermelder

         können ebenfalls an eine Alarmanlage angeschlossen werden und ein eingehendes
         Signal kann so von der Steuereinheit verarbeitet werden.

    • Überwachungskameras
      Sowohl Außen- als auch Innenkameras können ebenfalls an eine Alarmanlage gekoppelt werden, über die Bildsignale ausgewertet und weitergeleitet sowie die PTZ-Kameras gesteuert werden können.

Die Steuereinheit

 

Das Herz einer Alarmanlage ist grundsätzlich nichts anderes als ein Computer in kompakter Bauweise. In ihr laufen die Meldelinien aller verbauten Signalgeber zusammen. Dies geschieht entweder kabelgebunden oder kabellos. Die verbaute Hard- und Software wertet die eingehenden Signale aus, bewertet sie nach gewählter Einstellung und löst gegebenenfalls den eingestellten Alarm aus. Außerdem trägt die Steuereinheit alle notwendigen Bedienelemente oder ist mit ihnen zusätzlich verbunden.


Alarmgeber

 

Wird von einem Signalgeber ein Ereignis gemeldet und von der Steuereinheit als alarmrelevant bewertet, löst die Steuereinheit den eingestellten Alarm aus. Hier finden sich ebenfalls verschiedene Varianten.

  • Optischer Alarm
    Über ein Blink- oder Rundumlicht wird gut erkennbar ein optisches Signal abgegeben.
  • Akustischer Alarm
    Die klassische Sirene signalisiert den Alarmfall. Akustische Signale unterliegen dabei gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Lautstärke und Dauer.
  • Interner Alarm
    Der Interne Alarm erfolgt meist optisch oder dezent akustisch und dient dazu, anwesende Personen über den Alarmfall zu informieren, ohne zum Beispiel Einbrecher auf das Auslösen aufmerksam zu machen. Der Interne Alarm dient auch der Meldung von Signalen der genannten Warnmelder.
  • Externer Alarm
    Der klassische optische und akustische Alarm sind externe Alarme, die von außen sicht- oder hörbar wahrgenommen werden können.
  • Stiller Alarm
    Der stille Alarm entspricht dem internen Alarm, bleibt jedoch ohne akustisches Signal und muss nicht zwingend vor Ort erfolgen, sondern kann auch von der Alarmanlage als Fernalarm abgesetzt werden und so zum Beispiel einen Sicherheitsdienst oder die Polizei informieren oder eine Nachricht an den Eigentümer senden.
  • Fernalarm
    Der Fernalarm erfolgt über eine Telefonleitung oder eine Internetverbindung an einem frei wählbaren externen Ort.


Bedienung / Steuerung / Aktivierung

Ein wichtiges Komfortkriterium ist die Bedienung einer Alarmanlage. Auch hier finden sich zahlreiche Varianten, die einzeln oder in Kombination angeboten werden. So kann eine Alarmanlage direkt an der zentralen Steuereinheit eingestellt und aktiviert werden. Die Aktivierung kann jedoch ebenfalls über externe Bedienelemente erfolgen, die eine Autorisierung über einfache Schlüssel, Zahlencodes, Transponder oder sogar biometrische Verfahren ermöglicht. Moderne Alarmanalgen kommunizieren zudem mit Smartphones und können so auch aus der Ferne bedient und aktiviert bzw. deaktiviert werden.